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besaß umfassende Kenntnisse in der italie»
nischen und lateinischen Literatur, in der
Geschichte, vornehmlich in jener seines
engeren Vaterlandes, und hat sich durch
mehrere Arbeiten als Geschichtsforscher
und lateinischer Poet von Geschmack und
Phantasie bekannt gemacht. Durch den
Druck veröffentlichte er in der Festschrift
I>6i lausto inFi'6380 äi Ur. Vssoovo
Oario Nmnianu6is äo 6g.rä2Fn2 äi
I'rsnto die „Oku
rslaxioni kra Orsmonn et
bei Gelegenheit der Krönung des Kai-
sers Ferdinand in Mailand das
lateinische Gedicht: »/m s^T-a^o?-?' ei
^ , es
werden in diesem Gedichte, dem von Ken-
nern eine „wahrhaft classische Sprache,
Adel des Ideenganges und selbst ge«
schichtlicher Werth nachgerühmt wird",
die vielen Wohlthaten in begeisterter
Weise geschildert, welche die Lombardei
dem Hause Habsburg-Lothringen
zu verdanken hat. I n Handschrift, welche
in der Stadtbibliothek von Trient auf.
bewahrt wird und sieben Bücher in drei
starken Bänden umfaßt, hinterließ er:
„Vita 6 rOAiinkQto äel. Oonte
äi ^irrnian.) Mniätro
2iario nsiia, I^on^Qräia Lotto
o Owss^o II.
storiolis äi
a". worin er über die schönste
Epoche der Lombardei im verflossenen
Jahrhunderte interessante geschichtliche
Aufschlüsse gibt. I n seinem Verkehre mit
den Gelehrten und hervorragendsten Per«
sönlichkeiten Italiens seiner Zeit, begeg.
nen wir Namen wie Vincenzo Mont i ,
Pompeo Litta sBd. XV, S. 280^,
Carlo Rosmin i , Alessandro Man-
zoni Ad. XVI , S. 406^, Tommaso! Grossi^Bd.V, S. 370^. Giovanni La-
bus > M XI I I , S. 433). Oottors
Raibert i . Ignazio Cantü M . I I ,
S. 272^j, Cesare Arici M . I, S. 64^
Präsident Di Paul i IM . IH, S. 3l3^.
Patriarch Jacob Monico u. v. A. Gin
großer Freund der Literatur, sammelte er
mit Geschmack und Auswahl Bücher
und Handschriften, meist im Hinblicke
auf die vaterländische Geschichte, welche
er, als er starb, seiner Vaterstadt Trient
hinterließ. Ein Leiden, das sich im
Sommer 1841 bemerkbar machte, ließ
er' unbeachtet, bis sich dasselbe Mitte
November g. I . in ungeahnter Heftigkeit
entwickelte und ihn im Alter von erst
37 Jahren dahinraffte. Aus seiner Ehe
mit Lucia Sardagna von Hohen»
stein hatte er drei Töchter: Anna
lgeb. 18l3, gest. 4846), welche (seit
10. April 1836) mit dem General-Major
Ludwig Freiherrn von Handel (geb.
1804, gest. 1864) vermalt war; Karo-
lina (geb. 7. August 1814), vermalt
(seit 26. December 1833) mit Heinrich
Freiherrn von Handel (geb. 1806),
k. k. Feldmarschall-LiFutenant und Präsi.
denten des Militär-Appellationsgerichtes,
und Victor ia (geb. 22. März 1816),
vermalt (seit 1. Juni 1836) mit Albert
Freiherrn Altenburger von Mar»
chenstein und Frauenberg, k. k.
Landesgerichts'Präsidenten zu Mantua.
Mazzetti war Mitglied der gelehrten
Akademien von Roveredo, Bergamo,
Padua, Treviso, Rovigo. Ferrara. Görz,
München, Florenz, Rom u. a., und sein
Andenken wurde durch Aufstellung seiner
in Marmor verfertigten Büsten im Ge-
richts.Sitzungssaale und in der städtischen
Bibliothek zu Mailand geehrt.
Freiherrnstand s'Diplom vom w. Februar
1839.— Wiener Zeitung 1842, Nr. 242.
— Neuer Nekrolog der Deutschen (Wei»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon