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des MllrkgrllkenthlllllS Mähren" (ebd.. 4".);
— „Ghrenrede nnt' den mnnderullllen H. Iahann
nun Nepllmuk" (ebd. 1777, 4".). Nach
seinem Tode wurden aus seinem Nach-
lasse folgende homiletische Werke her«
ausgegeben: „predigten nnk alle Festtage
des Jahres" (Wien 1792, 8".); —
„Predigten ant alle Sonntage deg Jahres",
2 Theile (ebd. 1792. 8".); — „Predigten
ant die heilige Fastenzeit tiir S Jahre" (Augs'
bürg 1793, 8"). Auch hatte M. mit
den Predigtkritikern in Wien manchen
Strauß zu bestehen, da er und sie im
Puncte der Aufklärung ganz verschieden
dachten.
I.6X. 8«.) p. 224 ^nach diesem geb. 1l. No-
vember 1730. gest. zu Wien l2, März 17!)<)^ .
— Meusel (Ioh. Georg), Lexikon der vom
Jahre 1760 bis 4800 verstorbenen teutschen
Schriftsteller (Leipzig 1808, Gcrh. Fleischer,
8".) Bd. VII I , S. 583 ^ach dieftln gest. im
Jahre 1791). — Winklern sIoh. Bapt. o.),
Biographische und literarische Nachrichten von
den Schriftstellern und Künstlern, welche in
dem Herzogthume Steycrmark geboren sind
u. s. w. (Gratz i«l0, Franz Fcrstl. kl. 8o.)
S.132 ^nach diesem geb. 31. Nov. «729, gest.
zu Deutsch'Altenburg in Ungarn 12. März
j?9l), — Steiermärkische Zeitschrift
Redigirt von Dr. G. F. Schreiner, Di'.
Albert von Muchar , (5. G. Ritter von Leit-
ner, A. Schrott er (Gräh, 8".) Neue Folge.
VII. Jahrgang (1842), 1. Heft. S. 108 snach
dieser geb. l. November l729, gest. zu Deutsch'
Aliendurg t2. März
Mazzola, Joseph (Ma le r und
Director der kaiserlichen Gallerie in
Mailand, geb. zu Va ldugg ia 3. De»
cember4748, gest. zu Mai land 24. No-
vember 4838). Anfänglich für die kauf-
männische Laufbahn bestimmt, beendete
er die dazu erforderlichen Studien im
Hause seines Oheims, der Pfarrer war.
Bereits war er neunzehn Jahre alt, als
ihn ein Zufall der Kunst zuwendete, die
er später ausübte. Er sah den Maler
v. Wurzdach, bi»gr. Lexikon. XVII. ^Geo C a n t a l u p i die Kathedrale seines
Geburtsortes al lrssoo malen. M.
verfolgte mit sichtlicher Aufmerksamkeit
den Fortgang dieser Arbeit, für die er
zuletzt so eingenommen ward, daß ihm
der Gedanke, Kaufmann zu werden,
unerträglich wurde und er endlich nach
vielen Bitten und Vorstellungen von
seinem Vater die Erlaubniß erwirkte, sich
der Kunst widmen zu dürfen. Er nahm
nun den ersten Unterricht hei Santa-
lupi , der zu Miasino lebte, und über.
dieß ein mittelmäßiger Maler war. M.
aber machte, von seinem Talente beffer
als von seinem Meister berathen, schöne
Fortschritte. Im Jahre 4770 begab er
sich nach Parma, wo er unter der Lei»
tung des tüchtigen Professors Ferrar i
das Nackte studirte, und an den dort
zahlreich befindlichen Werken Correg.
g i o's eindringliche Studien in Zeichnung
und Colorit machte. Während seines
vierjährigen Unterrichtes erhielt er meh-
rere Preise. Herzog Victor AmadeuS
von Savoyen berief den jungen Künstler,
von dessen Geschicklichkeit ihm Kunde
geworden, nach Turin, und schickte ihn
sofort als Pensionär nach Rom, wo er
von Cardinal Alb an i an den Maler
Mengs empfohlen war, der eben da»
mals aus Spanien zurückgekehrt war
und in Rom seinen bleibenden Aufent>
halt genommen hatte. Unter dieses
Meisters Leitung studirte M. mit großem
Fleiße dieWerkeRaph ael's, Michael
Angel o's und die Antiken. Bisher
malte er vorzugsweise Bildnisse, nun
aber warf er sich auf die Historien«
malerei, und sein erstes Werk war eine
„Verlldiag", die nach Turin kam, eine
„heilige Familie" aber überschickte er dem
Herzoge. Bald mehrten sich die Aufträge
und folgten immer neue Arbeiten, dar«
unter: „Ner H. Mrns im Kerker", für die
16. April j«67.) 14
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon