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Kathedrale zu Anecy in Savoyen; —
„Der H. ^oren^ nun Nrinde5i", für die
Kapuziner zu Novara; — „Gine Gm-
ptangniss Maria", groĂźes Altarblatt mit
mehr denn fĂĽnfzig Figuren, fĂĽr die
Kirche zu Grignasco; — „Ärmida nnd
Ninalda", für die Gräsin Alb ani; —
„Nü5 Acheil des Paris", für einen russischen
Cavalier, u. a. Nun malte er fĂĽr den
FĂĽrsten Aldobrandini einen Saal zu
Frascati in Helldunkel (okiaro-souro),
welcher die Darstellungen der besten
Statuen des Alterthums enthielt; —
den „H. Pins V.", für den Comunalsaal
der Stadt Aleffandria; — „Ma", für
einen Privaten; — „Nie Hochzeit der Ghetis
und des Pelens", großes allegorisches Ge«
mälde, anlaßlich der Hochzeit Victor
Emanuel's I., Herzogs von Aosta,
nachmaligen Königs von Sardinien,
mit der Erzherzogin Mar ia Theresia
von Este, der Mutter der gegenwartigen
Kaiserin Mar ia Anna Pia. Victor
Emanuel lieĂź nun von dem KĂĽnstler,
den er mit Gehalt zu seinem Hofmaler
ernannte, sich selbst im GroĂźen und meh-
rere Prinzen feines Hauses malen. Im
Auftrage der Königin Clot i lde malte
er einen „Mlippns Neri", doppelt lebens«
groß; — eine „Mater dalllrasa" , in
kleinerem Maße; — „Gine heilige Familie",
fĂĽr das Oratorium zu Stupiniggi. Noch
fallen in jene Periode 1788—1796 die
Bildnisse vieler Staatsmänner, Gelehr»
ten und Privaten. Die französische Re-
volution, welche auch die Nachbarstaaten
in eine mächtige Bewegung mitriß, ver»
anlaĂźte ihn aus Turin, wo die Anarchie
bereits zu mächtigen Wogen aufschlug,
zu fliehen, und in seinem von der allge«
meinen Bewegung etwas abseits gelege«
nen Geburtsorte Valduggia eine Zu«
flucht zu suchen, wo er, abgeschieden von
der Welt, während der Jahre 1797 bis 1802 zahlreiche Arbeiten ausführte, dar«
unter besonders bemerkenswerth stnd:
„Gine Krenjlllinlchme", für das Hospital
zu Novara; — eine zweite in kleinerem
MaĂźstabe fĂĽr die Kirche zu Nomagnano;
— „Nie heilige Familie", für den Marchese
Gatt inara; — „Ner Graum des heil. Ja-'
Heph". großes Gemälde für einen Privaten
in Novara; — „GasZo", zwei Gemälde
für den Conte Leonard i; — „H. Fran-
risrns uan Sales" und die „Madonna", für
die Pfarrkirche Za.nta HIg.ria; — „AaZ
Niltmi55 des NischatZ nun Moaru, Nlansigilllr
NegignariZ"; — „VennZ", — „Ueüa",
zwei kleine Gemälde; — „Gine Imma-
inlatll", jetzt in der Pfarrkirche zu Bruz»
zano, einer Ortschaft in der Nahe von
Mailand; — „Angelten und Metwrll"; —
„Zlrmida und Ainalull" , verschieden von
dem obenerwähnten, für die Grafin A l-
bani gemalten Bilde; — ein „H. Pas-
qualiZ", für die Mönche von Varallo.
Im Jahre 1802 lud ihn der Advocat
und Ergouverneur Ruga nach Mailand
ein, damit er mehrere Mitglieder seiner
Familie male. M. begab sich nun nach
der lombardischen Hauptstadt und bald
gewann sein Name in derselben einen
großen Ruf. Die Aufträge mehrten sich
in solcher Menge, daĂź M., der indeĂź
die Stadt selbst lieb gewonnen hatte, be°
schloß, seinen bleibenden Aufenthalt da»
selbst zu nehmen. Da trat ein verhängniß»
volles EreigniĂź in seinem Leben ein. Zu
Anfang des Jahres 1804 wurde er von
einer Geschwulst an der rechten Hand
befallen. Das Uebel geringe achtend, ver-
nachlassigte er es anfänglich, dann wen»
dete er sich an einen unerfahrenen Chi>
rurgen, und allmälig verschlimmerte sich
durch dessen falsche Behandlung dasselbe
dergestalt, daĂź das Leben des KĂĽnstlers
in Gefahr gerieth. Es war der Brand
bereits eingetreten und die einzige Net»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon