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Ma^oldi 212
t8ĂĽ9, I . A. Barth. gr. li".) Vd. I I , Sp. ^?.^ l
— 2. Joseph Mazzola. vielleicht ein Sohn
oder Verwandter des Malers Joseph M.,
dessen ausführlichere Lrbensskizze oben mit»
getheilt worden, ist ein zeitgenössischer Aqua-
rellist in Mailand, dcr mehrere Scenen aus
dem österreichischen Feldzuge in Oberitalien
in den Jahren 1848 und 1849 ausgefĂĽhrt hat.
Dieselben warm zum Theile im Jahre 18!><
in den Monats.Ausstelwngen des österreichi.
schen Kunstvereins in Wien zu sehen, und
zwar: „Bivouak-Scene bei Mailand" (6. Au<
gust l848); — „Scene in einer Wachstube";
— „Auf dem Marsche nach Peschiera"; —
„Bwouak'Scene bei Novara"; — „Die Min«
ciobrücke bei Salionze"; — „Monte Berico
und Vicenza, gesehen vom Hauptquartiere in
der Villa Brestan"; — „Dem Feldmarschall»
Lieutenant Baron o'Aspre wird die Ankunft
des 5. Grenadier'Bataillons bei Novara ge>
meldet. 2ö. Mai <849"; — „DaS i0. Jäger-
Bataillon mit der bei Mailand eroberten Pie>
montefischen Batterie im Hauptquartiere St.
Donato. 4. August 1849". sämmtlich Privat»
eigenthum. In der Mailänder Ausstellung des
Jahres 1884 hat M, gleichfalls Aquarelle, aber
auch Bilder in Oel ausgestellt, und zwar:
„Höflichkeit auf dem Lande", — „Eine Mah.
nung für Mütter", beides Aquarelle: — „An.
sicht der Mühle von Chignolo", — „Eine
schlimme Reise", — „Ansicht des Hofes von
S. Colombano", die letztgenannten drri in
Oel gemalt. Als Aquarellist leistet M. jedoch
Vorzüglicheres. l^6n« <<3l«ss^^, Kluiäg.
ci-itica all' eLpoLi-iontz <isliO t)6ils arti in
LrsrH xor I'auuo 1834 MlaQo, 12°.) z). 4<>
s 41, Iso. 24l—243. — Qom ms ä'^rti itir-
Uaus (Hlilauo, Vsu62i2, Voroua, Kipamnnti
Oarxauo, 4«.) g.uno VI I (1854), p. 77;
anno VI I I (1833), 9. 121; anno XI (1858),
I). 114.) — 3. Ein Abbate Mazzola lebte
in den Zwanziger»Jahren in Wien und
besaĂź eine sehr reichhaltige Sammlung uon
Schmetterlingen. Ungemein stark vertreten
waren die Tagschmetterlinge, die sich in den
sonderbarsten Abänderungen und Gattungen,
wie sonst in keiner anderen Sammlung vorfan»
den. l^Böckh (Franz Heinrich), Wiens lebende
Schriftsteller und KĂĽnstler und Dilettanten im
Kunstfache (Wien 182i, B. PH. Bauer, kl. 8«.)
S 164/j
di, Luigi (Publicist, geb.
zu Brescia im Jahre 1826. gest. zu
Trieft 8. Jänner 1861). Einer begüter. ten Familie im Brescianischen entstam»
mend, war er in seinen Iugendjahren
ein eifriger Anhänger der unter dem
Namen Novine Italia, bekannten italie-
nischen Bewegungspartei, deren Grund»
sätzen er auch in den Jahren 1848 und
1849 getreu blieb, weĂźhalb er nach dem
WiedereinrĂĽckm der kaiserlichen Truppen
in Mailand in die Verbannung gehen
muĂźte. Nachdem er im Jahre 1831
amnestirt worden war, kehrte er in seine
Vaterstadt Brescia zurĂĽck, und mit seiner
politischen Vergangenheit vollkommen
brechend, ergriff er ohne höhere Auf-
forderung , sondern ganz aus eigenem
Antriebe, jede Gelegenheit, um die Herr-
schaft Oesterreichs in Italien als eine zu
Recht bestehende, mit aller Gewandtheit
und Kraft seiner Feder zu vertheidigen.
Er begrĂĽndete zu diesem Zwecke im
Jahre 1831 zu Brescia das bald viel-
genannte und von der revolutionären
Partei vervehmre Journal 1a I t e ^ a ,
worin er mit Entschiedenheit gegen
die Umtriebe Mazzini 's und seines
Anhanges kämpfte. Er überschüttete die
Revolutionsmänner, deren Treiben er,
da er ja -einst selbst zu ihnen gehört
hatte, genau kannte, mit der scharfen
Lauge seines unnachfichtlichen Spottes
und Hohnes, und namentlich war lange
Zeit eine. stehende
Rubrik seines Blattes
mit der Neberschrift versehen: I! ooin-
lnenäators Kg.t2.22i, worin er den Na«
men deS piemontesischen Ministers und
FreiheitsstĂĽrmers obenan stellend, eben
die Umtriebe seiner politischen Gegner
bloßlegte und lächerlich machte. „Die
modernen Annexionisten in Piemont und
Frankreich, die in den groĂźherzoglichen
Palästen zu Florenz, Modena und
Parma sich breit machenden Dictatoren
Neu-Italiens, die vielen Italiener, welche
mit derselben Hand und zur nämlichen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon