Seite - 218 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
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die Buchstaben H. und L umfassen. Materia-
lien und Vorarbeiten zu mehreren folgenden
fanden sich wohl vor. doch hat ein vorschnel-
ler Tod die Fortsetzung dieses Werkes ver>
hindert. Viele andere Werke, meist biogra-
phischen Inhalts, die sich in den unten ange-
gebenen Quellen bibliographisch verzeichnet
finden, sind entweder einzeln oder in der be>
kannten liaoeolta Oawssi'is.iia, abgedruckt.
In seinem Hause stiftete M. einen besonderen
Gelehrtenverein, dessen Mitgliedern er seine
ungemein reiche Bibliothek und seine Samm<
lungen naturgeschichtlicher Objecte und der
DenkmĂĽnzen zur BenĂĽtzung freigab. Die wis<
senschaftlichen Vorträge dieses Vereins sind
auch gesammelt in zwei Bänden unter dem
Titel: „DisLSi'tasioiii Ltorioks s LcieutilialiL
sruäite recitats äa äivsi-Li autori 111^1-02012,
iisli' aäuu2Q2a IsttsrariH äei 2131101' ooQto
(3. I62.22U oksil i" (LlOsoia 1765, 4".)
herausgegeben worden. Ueber seine reiche
Münzen» und Medaillen-Sammlung verfaßte
Peter Anton eonts Gaetano ein Verzeich-
niĂź, welches noch bei M.'s Lebzeiten unter
dem Titel: «2IuLaoum^Ia22U.c:k6iIig,2uill ste."
in zwei Banden (Venedig 1761—1763. Fol.)
veröffentlicht wurde. M. war Mitglied vieler
gelehrten Gesellschaften Italiens, stand mit
den Gelehrten seiner Zeit in lebhaftem brief-
lichen Verkehre, und in seinem Nachlasse be-
fanden sich außer eilf Bänden seines gelehrten
Briefwechsels acht Bände literarische Memoi-
ren und sonstige wissenschaftliche Aufzeichnun«
gen. Der Senat der Republik Venedig zeich»
nete den verdienstvollen Gelehrten durch eine
zu seinem Gedächtnisse geprägte Denkmünze
auS, welche auf der Aversseite M.'s BildniĂź.
auf der Reoersseite im Hintergrunde die Stadt
Venedig, vorne den ein Schwert schwingenden
Vita, oostumi e Leritti äsl Oouts (x. HI.
Hl222UekLM (VrsäeiÄ 1766, 8°.). (Rodella,
Mitglied der gelehrten Gesellschaft Oli ^.Fiati,
gab diese Biographie M.'s unter dem Pseu-
donym Migrelio heraus.) — F'aöT'o/!^ VI-
iae Italorniu, tow. XIV. — H/'o^o/l, Nio-
311 äsi Vr620iaiii V0i> äottrina Lcesisuti
äsl 86LQI0 XVIH (Li-62ciH 1785). — ?l.
illu2tri nbUs «016112:6, lüttsrs eä arti äol
Zecolo XVII I 0 äs' OontOmyoi-Huei oco. scc
(V6262i^i834, tixo^r. äi ^.IviLoxoU, Fr. 8«.)
Loiüo IX.) — 4. Johann Paul Mazzu<
chelli (geb. 1689 gest. 1714) ist Herausgeber
nachstehender Werke: „2l6äiolu,u.um ßseunä«, Koni»." (Vs^amo 17li), das unter dem Pseu
donym Giusto V iscont i erschienen ist; —
„I'i'o Nsi'iiarä.iQo Oorio" (LLi'Zg.iQi, 8O.)>
„Vita äi IHr» <3iov2,nni Lono aroivLLoovo äi
HIH2.110" (^lilano, so.). ^Das von Francesco
Predari in seiner „NiblioFratig. onoiLioxs-
äioa 2I1I2Q656« dieser Druckschrift beigefügte
Druckjahr 1642 ist entweder unrichtig oder
gibt es auĂźer dem hier in Rede stehenden
Johann Paul Mazzuchelli, der vom
Jahre 1689—1714 lebte, noch einen zweiten
mit demselben Taufnamen, der um fĂĽnfzig
Jahre früher bereits literarisch thätig gewesen.
Eben dieser Predari gedenkt im obbezeich.
neten Werke in der Abtheilung der Hand-
schriften auch einer Handschrift Johann
Pau l Mazzuchelli 's, betitelt: „^tsuso
äoFli uomiiii lottorati milHiie.Zi", und fügt
folgende Bemerkung hinzu: „ImmouLa rao-
colta, äi 5ad,o66 alle gnaii 1'H.rF6ii2,ti 8i
ooiilaLLÜ Äobitors äi nunioi'oLü 6 xr62io2s
xarti äsiia sna. Opsra,. I) in Hliiano; ^rsgLo
olli? ö iAlloto; v' I12 odi 1a arsäs LG^oitg,
nsllil. H.iiidi'oLill.ua,, ^tr i grosso ßii oi-eäi
äsi 2Ia22uo1ioUi". Diese Notiz bringt dem
Herausgeber dieses Lerikons eine Mittheilung
in Erinnerung, welche die „Neue freie Presse"
1866, Nr. 396, unter der Aufschrift: „Interes.
santes Manuscrivt" brachte, und worin es
heißt: „auf einem Gute in Mähren habe der
frühere Neichsraths<Abgeordnete und Präsi-
dent des BrĂĽnner Landesgerichtes Johann
Graf Mazzuchelli 27 groĂźe Fascikel mit
Biographien über viele italienische Schriftstel«
ler und Gelehrte aus dein 18. Jahrhunderte,
welche unbeachtet gelegen, aufgefunden. In
der genannten Notiz werdm diese Fascikel
als Manuscripte des I 0 ha nn Maria Maz<
zuchelli. UrgroĂźvaters des Finders, des
Johann Grafen M., bezeichnet. Sollten sie
nicht etwa die von Predari erwähnten und
dem Johann Paul Mazzuchelli zuge«
schriebenen sein. deren Aufbewahrungsort bisher
nicht bekannt war? Der Graf I 0 hann Maz<
zuchelli hat diesen werthoollen Fund der k. k.
Hofbibliothek zum-Geschenke gemacht *).^ —
3. Peter Mazzuchell i (geb. zu Mailand
.*) Obige Angabe einer durch Johann Giaf Maz«
dcSglliichtS'Präsident und österreichische Graf Io»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon