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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 220 -
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Seite - 220 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Mechel 220 Mechel und dadurch Schüler aus allen Ländern an sich zog. Hinsichtlich dieser Kunst- schule wird ihm der Vorwurf ge. macht, daß er dabei weniger künstlerische als rein materielle Zwecke im Auge gehabt, und oberflächliche Waare zu Tage gefördert habe. Als im Jahre 4777 Kaiser Joseph I I . bei seiner Reise durch die Schweiz auch Basel besuchte, lud er Mechel nach Wien ein, welcher Einladung M. auch im nächsten Jahre folgte. Dort wurde er von Seite des Hofes in sehr ehrender Weise auf- genommen, und auch Fürst Kaunih wendete dem Künstler seine Gunst zu. M. wurde zum Rathe der kaiserlichen Akademie ernannt und erhielt von Kaiser Joseph den Auftrag, die kaiserliche Gemälde«Gallerie im Belvedere einzu- richten. Innerhalb vier Jahren bewerk« stelligte M. seine Aufgabe, und gab dann das Werk: „Verzeichnis der Gemälde der Kaiserlich Königlichen Mder-Oallerie in Mrn, uerkll55t Mn Christian nan Mechel, der A. A. und anderer Akademien Mitglied, nach der von ihm ant Allerhöchsten Netehl im Jahre N61 gemachten nenm Einrichtung" (Wien 1783, bei Rud. Gräffer, 8«, mit 4 K. K.) heraus. Ist dieser mit großem Fleiße und Kenntniß gearbeitete Kata» log. der mittlerweile in der Aufstellung vorgenommenen Aenderungen wegen zum praktischen Gebrauche nicht mehr geeignet, so ist er doch ungeachtet sei- ner Irrthümer und einzelner fast will» kürlicher Ansichten, seiner Gründlichkeit, Genauigkeit in Angabe der Massen, seiner biographischen Notizen über die einzelnen Künstler wegen, eine noch heute schätzbare Arbeit, und die späteren Kata» loge von Kraft und Engerth sind im Grunde genommen nichts als Mechel's Katalog, mit Berücksichtigung der all« falligen Veränderungen. Als Verfasser dieses Verzeichnisses und Aufsteller der kaiserlichen Gallerte in Wien gebührt M. seine Stelle in diesem Lexikon. Nachdem er mit seiner Arbeit in Wien fertig war, kehrte M. nach Basel zurück, wo seine Kunstanstalt in Folge des Umschwunges, den die französische Revolution in alle Verhältnisse brachte, anfangs auch sehr litt, nach und nach aber sich der Zeit entsprechend umgestaltete. I n späteren Jahren begab sich M. nach Berlin, wo ihn die k< Akademie zum ordentlichen Mitgliede ernannte. I n Berlin starb er auch im hohen Alter von 73 Jahren. M. hat mehrere größere Kupferwerke, und zwar über die Medaillen des Chev. Hedl inger. eine Sammlung von Kupferstichen nach Gemälden H o l° bein's, darunter dessen Todtentanz und Passion, einen raisonnirenden Katalog der Düsseldorfer Gallerie mit Abbildungen der Gemälde, vergleichende Tafeln der Berge des Mondes, der Venus und der höchsten Berge der Erde u. m. a. herausgegeben, worüber unS Nagler's „Künstler-Lexikon" nähere Aufschlüsse er« theilt, wie dieser auch ein ausführliches Verzeichniß der von Mechel gestochenen, in aquatinta. ausgeführten Blätter, 36 an der Zahl. enthält. Was seine Stiche und Radirungen anbelangt, so ist zu bemerken, daß Vieles, was seinen Namen trägt, vornehmlich von seinen Schülern gearbeitet und der Weith der Blatter demnach auch ein wechselnder ist. Von jenen Blättern M.'s, welche als ^ULtriaog. für österreichische Sammler Interesse haben, sind anzuführen: „Nie Militär- trachten der österreichischen Nuthmäntler"; — „Kaiser JosepH II. ;u Merke, mit seinen Prinzen und Generalen", nach I.C. Brand (gr. Qu. Fol.), als Gegenstück dazu: „Friedrich II. mit seinen Generalen", nach Chodowiecki; — „FeltlmnrZchall Olnir-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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