Seite - 224 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
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Mcchitar 224 Mechitar
schienen. Noch betrieb Peter einen nicht
unbedeutenden Handel mit Kunstwerken
auS Alabaster, und war selbst ein kennt»
nißvoller Kunstsammler. Seine Samm-
lung umfaßte Gemälde berühmter Meister
und geschnittene Steine, Carneole. Onyxe,
Cameen u. dgl. m. In seinem Besitze be.
fand sich ein 30 Zoll langer, aus einem
Elfenbeinstücke gearbeiteter Christus, wel-
cher von Kennern für eine Arbeit Ben-
venuto Cell ini 's gehalten wurde.
Oesterreichische Na tional-Encyklopä«
die, herausg. von Gräffer und Czikann
(Wien 1833, 8«.) Bd. I I I , S. 617 —
Neues Universal<Lerikon der Tonkunst,
Angefangen von Dr. Julius Schladebach,
fortgesetzt von Eduard Bernsdorf (Dresden
!857. R. Schäfer, gr. 8".) Bd. I I , S. 927, -
Gaßner(F. S. Oi-.), Universal<Lerikon der
Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande
(Stuttgart 4849. Frz. Köhler. 3er. 8".) S. "98.
— Vöckh (Franz Heinrich), Wiens lebende
TchriftsteUcr und Künstler und Dilettanten
im Kunstfache (Wien 182l, B PH. Bauer,
kl, 80.) S. 326. - Schi l l ing (G. Dr.).
Das musikalische Europa (Sftcyer 1842, F.
C. Neidhard, gr. 8<>.) S, 227. — Wiener
Allgemeine Theater«Zcitung, heraus»
gegeben von Adolph Bäuerle (Wien, 4».)
49. Jahrg. (l8i»6). Nr. 287.
Mechitar de Petro (St i f ter der
Mechitaristen. Kongregation. geb. zu
Sebaste in Kleinarmcnien im Jahre
1676, gest. auf der Insel San Laz-
zaro in Venedig 27. April 1749).
Mechitar, eigentlich Mekhitar, was
so viel bedeutet als Tröster, ist der
Klostername, denn in der Taufe erhielt
er den Namen Manut ius. In jungen
Jahren trat M. in seiner Vaterstadt in
daS Kloster zum heiligen Kreuz, wurde
im Jahre 169! Diacon und im Jahre
1696 zum Priester geweiht. Er studirte
auf daS Eifrigste die h. Schrift, die
griechischen und lateinischen Kirchenvater.
Um seine Kenntnisse zu bereichern, reiste
er nach Ekmiazin, wo stch
das armenische Patriarchat befand. Nach längerem Auf-
enthalte daselbst kehrte er nach Sebaste
zurück, blieb aber über Zureden des Supe«
riors des bei Erzerum befindlichen Klosters
Basena durch mehrere Monate in demsel-
ben und ertheilte dort den jüngeren Zög-
lingen Unterricht in der schönen Literatur.
In Erzerum lernte er auch einen reichen
Armenier kennen, der eben erst von Rom
gekommen war und in M. lebhaft das
Verlangen erregte, die ewige Stadt zu
besuchen. Im Hause dieses Armeniers
fand er auch Gelegenheit, die Werke des
?. Clemens Galan us zu lesen. Die
darin enthaltenen Angriffe auf die ar.
menische Kirche und ihre Bekenner mögen
zunächst in M. den Gedanken wach
gerufen haben, einen Orden zu stiften,
deffen Aufgabe es sein sollte, seine
Landsleute in den Wissenschaften und
in nützlichen Kenntnissen zu unterrichten,
und auf diese Weise die gegen sein Volk
in Umlauf gesetzten Verläumdungen und
Entstellungen zu entkräften, dabei würde
durch die kirchliche Erziehung zugleich
ein gelehrter der armenischen Verhältnisse
völlig kundiger Clerus gebildet, welcher
zunächst berufen wäre, die zügellose
Frechheit der Parteigänger und Schüler
des neapolitanischen Missionärs in ihre
Schranken zu weisen*). Aus Erzerum
kehrte M. im Jahre 1693 in sein Kloster
nach Sebaste zurück, in welchem er seine
ernsten Studien fortsehte und heilige
Das Werk des Pater Galanus, welches
die Angriffe auf die armenische Kirche ent<
hält, führt den Titel: „Oauoiliatio soolsLiao
ariQsuas ouui soolssia, romana." und erregte
gerechte Entrüstung unter den Armeniern.
In einem Schreiben Mechitar's aus jener
Zeit heißt es: „VoZIig, il oislo oko oi Lia.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon