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26. November 1848. Dieses, drei Bände
Text und einen Band Urkunden umfas«
sende Werk wurde im Jahre 4830 in der
Druckerei der Krakauer Zeitschrift O^ÄL
zu drucken begonnen, aber beim zwan-
zigsten Druckbogen der Satz eingestellt.
M. war ein Mann von ungewöhnlichen
Geistesgaben, mit einem großen Frei-
muth verband er schlagfertigen Witz und
eine seltene Rednergabe, alles Eigen«
schaften, die ihn zum Volksredner und
Agitator, was er strenge genommen auch
war, geeignet machten. Er besaß zahl'
reiche Anhänger, ungeachtet dessen war
er in seinen Unternehmungen nichts
weniger als vom Glücke begünstigt, und
hat denselben das nicht unbedeutende
Vermögen, das ihm durch seine Heirat!)
zugefallen, zum Opfer gebracht.
Außer obigem Hi la r Meciszew ski sind
noch dessen Vater Kaspar und Bruder
Phi l ipp demerkenöwerth: 5. Kaspar, der
Vater (gest. zu Krakau im Jahre 1804). war
Oberst im polnischen Heere und Nechtsgc»
lehrler, Sukdelegat uon Groozko, Secretär
des Königs Stan is laus August und be<
cideter Prokurator des Magdeburgischen Rech»
tcs. Im Jahre 1794 bereits Oberst, wurde
er Mitglied der Vollziehungs<Commisston für
Organisation der Woiwodschaft Krakau. Im
Drucke ist uon ihm erschienen: „Hstanonie-
d. i. Leichtfaßliche Darstellung des Civilrech'
trs, mit vielen praktischen Beispielen vermehrt
u. s. w.. 2 Bände (Krakau 1?86 u. 1787. 8».).
Lkie^, d. i. Geschichte der polnischen Literatur
(Warschau und Wilna 1814, Zawadzki, 8«.)
Bd. I I , S. 249 u. 250.) — 2. Phil ipp
Meciszewski (gest. während der Neuolu»
tion zu Warschau 29. November 182U). des
Hi lar Bruder, war zuletzt Oberst und Chef
des Stabes der Artillerie und des Genie«
Wesens. Seiner Neigung für den Militärstand
in früher Jugend folgend, erhielt er eine der«
selben entsprechende Erziehung und in der
Ingenieur-Akademie in Wien die Wissenschaft»
liche Ausbildung. Bei seinem Austritte aus
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der Akademie trat er in die österreichische
Armee und wurde in derselben Artillerie»
Hauptmann. Im Jahre 1810 trat er aber
in die Armee des Herzogthums Warschau
über, befestigte Modlin und Thom, und wurde
Commandant der letzteren Festung. Von dieser
Zeit an theilte er alle Schicksale der polnischen
Armee und machte alle Feldzüge mit derselben
mit. Im Jahre 1815 wurde er zum Professor
der darstellenden Geometrie an der Krakauer
Hochschule ernannt, trat aber im Jahre 18l8
wieder in die Armee des Königreichs Polen
über, u. z. im Range eines Majors, worauf er
zum Obersten und Stabschef vorrückte. Auch
war er als Fachschriftsteller thätig, und sind
von ihm erschienen: ^ort^ükae^k po1ov?2",
d. i. Feldbefestigung (Warschau 1823, 8«..
mit Taf.); — „^ no^nis tursokisj prsos
Fünerala, Val snt in i" , d.i. Ueber den tür»
kischrn Krieg, beschrieben von dem General
Valent in i (ebd. 1829, 12".), diese letztere
Schrift ist eine Uebersetzung aus dem Deut,
schen. ^no^k l op scivHa p o^vs^soknk,
d.i. Allgemeine Encyklopädie (Warschau, S.'
Orgelbrand, gr. 5».) Bd. XVII I , S. 277.)
Mecferl) de Tsoor, Daniel Freiherr
(k. k. Feldmarschall 'Lieutenant
und Commandeur des Maria TheresiM'
Ordens, geb. zu Güns in Ungarn
29. September 1739. gest. zu W i e n
30. December 1823). Entstammt einer
ungarischen freiherrlichen Familie; in
seiner Jugend für den Soldatenstand
gebildet, trat er zu Ende des bayerischen
Trbfolgekrieges. 1778. als Cadet bei
Sztaray.Infanterie ein, wo seine Ge>
schicklichkeit die Aufmerksamkeit seiner
Vorgesetzten auf ihn richtete, so daß ihn
der Oberst Graf Keglevich zu seinem
Adjutanten wählte und in das von ihm
befehligte 3. Huszaren-Negiment nahm.
Im Jahre 1788 wurde M. Oberlieute-
nant uud ging bei Ausbruch des fran«
zösischm Revolutionskrieges im Jahre
1792 mit dem Regimente nach den
Niederlanden. Im Feldzuge des letzt-
genannten und des folgenden Jahres
zeichnete sich M. bei mehreren Gelegen-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon