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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 242 -
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Medcritsch 242 Medgnes datum an. — Kncschke (Ernst Hrinr.Prof Dr.), Neues allgemeines deutsches Adels« Lexikon (Leipzig 1863, Fciedr. Voigt, gr. 8".) Bd. V, S. 204 snach diesem gest. im Jahre 1805) __ Porträt. C. G. Gutberg loc-. (Nad.. 8°). — Wappen. Ein goldener, das Apothekerzrichen schrägrechts im Munde hal« tender schwarzer Hundskopf mit abgeschnit. tenen Ohren. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgekehrter gekrönter Turnierhelm, aus dessen Krone drei wallende Straußenfedern, eine goldene zwischen schwarzen, sich erheben. Tie Helmdecken sind beiderseits schwarz mit Gold brlegt. Mederitsch, Johann, auch Oltlllls genannt (Ton setz er, geb. in Böhmen um das Jahr 1763, Todesjahr unbe« kannt). Der Sohn eines Organisten; die erste musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Vater, später in Prag. Zur Vollendung seiner Kunststudien begab er sich nach Wien. Im Jahre 1794 war er Musikdirector in Ofen, wo er jedoch nur kurze Zeit sich ausgehalten haben mag, denn im Jahre 1796 befand er sich schon wieder in Wien, wo er am ersten Acte seiner Oper: „Die Pyramiden Baby' lons" arbeitete. M., über dessen Lebens- umstände nur die vorstehenden sehr lückenhaften Nachrichten bekannt find. war zu Ende des achtzehnten und zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts ein beliebter Componist und hatte auch als Clavierspieler einen guten Namen. Er hat mehrere Operetten geschrieben, die' in Wien mit Beifall aufgeführt wurden, und zwar: „Ner Schlier", im Jahre 1783, — „Der Feckhrer". — „Hie Nekrn- ten". beide im Jahre 1794 gegeben; — „Ner letzte Ranch", Operette in zwei Acten', — „Nlllrblih"', — „Sie Pyramiden NllliqlllnZ", oder „Ner zweite Ghril der Hanker- flöte".' Erster Act. Den zweiten Act componirte Winter. Die Oper wurde am 23. October 1797 zum ersten Male auf dem Schikaneder'schen Theater in Wien gegeben, und Mederitsch's erster wie Winter's zweiter Act zusam» men erschienen im Clavierauszuge im Stiche zu Wien im Jahre 1798. im nämlichen Jahre noch bei Andrö in Leipzig. Gerber zählt noch mehrere seiner im Stiche erschienenen Kompo- sitionen, darunter Sonaten, Quintetten, Variationen, Trio's, Concerte u. dgl. m. auf. Auch hat er Mehreres in Handschrift hinterlassen, darunter Kirchensachen, als: ein 8ta<I»I.t NÄter ä. 4 vooi oon gtro- inentl; — eine NiLLÄ solonnis in D ä. 4 vooi oon stromonti — und eine NiLLQ in 0, L^rio und Gloria. Die erste Composition, die von ihm im Stiche erschienen ist, sind sechs Violinquarletten, die schon im Jahre 1783 herausgekom- men sind. Medcritsch erscheint unter verschiedenartiger Benennung, und zwar wie schon oben erwähnt, als Gal lus, dann wieder alsMed ritsch, Mete ritsch, Medi-iä (äechische Schreib« weist) und Metoritsch; seine eigene Schreib« weise ist Mederitsch; als Gal lus erscheint er auf seinen Compositionen, so z. B. mit Winter zusammen auf dem Clavierauszuge der Oper.- „Die Pyramiden von Babylon". — Gerber (Ernst Ludwig), Historisch-biographi« scheö Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1790. I . G. I . Breitkopf, gr. 8<>.) Bd. I, Sp. 469. unter dem Namen Gal lus. — Derselbe, Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813, A. Kühncl. gr. 8«.) Bd. I I I , Sp. 377. — Neues Universal« Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Di-. Julius Schladebach, fortgesetzt von Ed. Bernsdorf (Dresden, R. Schäfer, gr. 8«.) Bd. I I , S. 927. — Meyer (I.), Das große Conuersations-Lerikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8".) Bd.XX, S.1196. — Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikan der Tonkunst. Neue Hand- ausgäbe in einem Bande (Stuttgart 1849, Franz Köhler, gr. »o.) S. 399. ModMs, Ludwig, sprich: Med-jesch (ungarischer Poet, geb. zu Maros- Väsärhely in Siebenbürgen 19. No» vember 1817). Sohn calvinischer Eltern.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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