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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 248 -
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Seite - 248 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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MednyinsM 248 Szathmarer Gespanschaft erhält. Ein anderer hingegen, Sigismund, Sohn des Stephan von M., konnte wegen einer, in einer nach» barlichen Fehde erhaltenen Fußwunde bei dem allgemeinen, im Jahre 4426 ausgerufenen Heerbann nicht erscheinen, und wurde von dem Könige Sig ismund durch einen be» sonderen Gnadendrief von der Verpflichtung zum persönlichen Kriegsdienste enthoben, mußte aber dafür vier wohleingcübte berittene Bogenschützen zum Heere des Königs stellen. Das Geschlecht pflanzte sich fort. bis sich mit Johann und Ionas, den beiden Söhnen des Obernotars des Trencsiner Comitates, Nikolaus M., zwei Linien bildeten, deren eine, nämlich die von Johann gebildete, in drr vierten Generation bereits mit dem k. k. Geheimrathe und Kämmerer Johann Frei. Herrn M. im Jahre 1832 erlosch; während die zweite, deren Stcimmeltern Ionas und seine Gemalin Judith gcborne Posgau sind, noch zur Stunde fortblüht. Das Baronat kam in beide Linien; in die ältere, von Johann ge« bildete schon mit seinem Sohne Paul , kön. ungarischen Hofkammerrath, der es mit Di< plom vom 20. December 1688 erlangte. In der jüngeren, von Ionas gebildeten Linie erlangte aber Anton M., der Ururenkel des Gründers dieser Linie, mit Diplom vom -'4. October 1730 den Freiherrnstand. Der heutige Familienstand besteht aus den Nach» kommen der beiden Brüder Alois und Jo- seph, und ist auf der angeschlossenen Stamm« tafel, auf welcher jedoch nur die freiherrlichen Linien diestS Geschlechtes ersichtlich gemacht sind, leicht zu überblicken. Noch muß hier be< merkt werden, daß in Ivan Nagy's ungari» schem Adels'Lerikon ^Nl>,37a.roi'82ä3 052.1262.1 esiiuerekkLl «s nein26!u-6näi tädlä^g.!", Bd. VI I , S. 384. auf der dritten Stamm- tafel, ein Druckfehler, indem die beiden Brüder Johann und Ionas , die Stifter der älteren (schon erloschenen) und noch blü- hcnden jüngeren Linie, zu zwei Johann — ungarisch Ianos — gemacht werden, in störender Weise wirkt, ^ a ^ ^Iv<5n), Na.- ^2,1-01-3263 eLalnäki csimei-skksi ss nsui- 26kr6uäi tlidläkkai, d. i. Die ungarischen Fa. milien mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1560. Moriz Räth. gr. d".) Bd. VI I , S. 382 bis 387. — Schönfeld (Ignaz Ritter von), Adels« Schematismus des österreichischen Kai< strstaatcs (Wien 1824. Schaumburg, kl. 8<>.) I. Jahrg. S. 240. — Gothaisches genea» logisches Taschenbuch der freiherr» lichen Häuser (Gotha, Iustus Perthes, 32«.) Jahrg. 1833, S. 290; Jahrg. 1867, S. 398. — Kneschke (Ernst Heinr. Prof. v i .) , Neues allgemeines deutsches Adels'Lerikon (Leipzig, Fr. Voigt. gr. 8«.) Bd. V, S. 206.) II. Einige denkwürdige Sproßen des Freiherrn- geschlechtes Medliyäns^kn. 1. Alois ssiehe die besondere Lebensskizze S. 244). — 2. Anton Freiherr M. (geb. 12. Mai 1?l2, gest. 18. März 1796), ein Sohn des Stephan M. aus dessen Ehe mit Nosal ia Meszlsnyi , kämpfte bereits in den Türkenkriegen des Kaisers Karl VI . und im Erbfolgekriege seiner Tochter, der großen Mar ia Theresia. In Folge seiner um Thron und Vaterland erworbenen Verdienste wurde er mit Diplom ääo. Wien 24. October 1730 in den Frei« Herrnstand erhoben. Freiherr An ton und seine Gemalin Aosalia geborne Rsva^ sind die Stammeltern der beiden noch heute blü< hcnden Linien dieses Geschlechtes. — 3. Dio- nhs Freiherr M. (geb. 19. November 1830), der gegenwärtige Chef der Familie, ist k. k. Kämmerer und mit kön. Decret vom 4. April l867 zum Oberberggrafen für Niedcrungarn er» nannt worden. Im 4. Jahrgange der Oester» reichischen botanischen Zeitschrift befindet sich sein Aufsah: „Die Dewadura«Ceder für inlän» dische Forstbestände". ^Kanitz (August). Ge< schichte der Botanik in Ungarn (Hannover 1863,120.) S. l7ü. — 4. Johann, der Sohn des Jacob deMedne, des ersten urkundlich bekannten M., war seiner Zeit ein tüchtiger Kriegsheld; er lebte um die Mitte des 14. Jahr- hunderts. Als König Ludwig I. seinen Zug nach Neapel unternahm, folgte er dem allge» meinen Aufgebote und leistete auf diesem Zuge so außerordentliche Dienste, daß er in Nner» kennung derselben nach seiner Rückkehr im Jahre 1336 den Adel und ein Freigut in der Szathmarer Gespanschaft erhielt. — 3. Ein zweiter Johann M., welcher im 16. Jahr» Hunderte lebte, war auch ein tüchtiger Kriegs» Held. Ein treuer Anhänger deS Königs Fer». dinand I. in den Kämpfen gegen den Sul- tan So l im an und gegen den Ncbellen und Gegenkönig Johann Zapolya, war er Feld« Häuptmann und Commandant von Palota, welche Feste er gegen die wiederholten und hartnäckigen Angriffe der Truppen Zapo» ly a's. wie in zweimaliger Belagerung durch die Türken, standhaft vertheidigte. Für seine Verdienste wurde ihm mit Diplom ääo. 20. Jänner 1561 der alte Adel bestätigt und das Wappen vermehrt. — 6. Mit Johann
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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