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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 251 -
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Seite - 251 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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281 Medvb die merkwürdigsten Fälle, welche ihm in seiner Praxis begegneten, und über die von ihm beobachtete Behandlung der. selben, gab er in einzelnen Abhandlungen und in medicinischen Zeitschriften aus« führliche Berichte und Darstellungen. Eine öffentliche Professur bekleidete M. nicht, weil, wie es in Wertheirner's „Jahrbuch für Israeliten" 1836/37. S. 93, heißt, „sein treu gehaltenes (israelitisches) Glaubensbekenntniß ihn von der Anstellung als Universitätslehrer ausschloß". Hingegen war seine Woh> nung eine wahre Schule, ein stets offener Hörsaal für Jeden, der sich in der Me« dicin und Chirurgie vervollkommnen wollte. Die Armen, die er behandelte, unterstützte er aus eigenen Mitteln. Re- ligiös durch und durch in seinem Wesen, ermähnte er in seinem letzten Willen seine Kinder, jeden Vorschlag des Abfalls ab- zuweisen und sich in keiner Zeit durch gemeinen Eigennutz, noch durch Ver» sprechuugen von Ehren und Auszeich, nungen verführen zu laffen. Eine Reihe interessanter von ihm behandelter Fälle hat er beschrieben, und fand sich das Manuscript, dessen Druck beabsichtigt ward, in seinem Nachlasse vor. Sein Sohn Karl, gleichfalls Arzt und ein vielversprechender Zögling des eigenen Vaters, folgte demselben schon wenige Monate später in der Blüthe seines Lebens in Grab. klOÄoro i'seitato null'^.tsuso volisto il 28 xoullaia 1835 (4".).— Nax-otta. utl i- siaie cli Von<22ia. 18. ^xasto 1833. — OoLiuoi-aina. pittoi-ioo. <31üi'Qü,Io 5to- rioo 6cc. oce. (HlUauo, KI. ?al.) ^.uno XX (l835), n». 51 0 52. —Jahrbuch der Israc, liten von Wert he im er (Wien 1856. 8«.) Neue Folge. I I I . Jahrg. (5617 ^856/37)). S. 93. Medriö, siehe: Mederitsch, Johann I^ S. 242 dieses Bandes. , Emerich (Schriftsteller, geb. zu Großwardein im Jahre 1818). Sein Vater Martin war Prä« sident des Gerichtshofes und Obercom« missär des Comitates. Der Sohn be» suchte die Schulen zu Großwardein, und nachdem er die juridischen Studim been» det, begann er seine Praxis auf dem Land» tage 1839/40 an der Seite deS Deputir» ten Eugen Beöthy M . I, S. 286^, den er nach Preßburg begleitet hatte. Nachdem er im Jahre 1840 die Prüfung abgelegt, wurde er Advocat. Später jedoch verließ er diese Laufbahn, über« siedelte nach Pesth und beschäftigte ffch fortan mit Malerei und Literatur. In der Literatur debutirte er im Jahre 1841 mit einigen Gedichten im sogenannten .Kliegl'Bu,che". Im Jahre 1843 bereiste er mit Emerich Vahot sein Vaterland, und zeichnete die berühmtesten Städte, Burgen, Schlösser, Kirchen und andere Merkwürdigkeiten Ungarns. Seine Zeich« nungen erschienen dann in dem von Emerich Vahot herausgegebenen Werke: „HlaF^ar Mä 68 näpLi", d. i. Das Land Ungarn und seine Völker. Als Schrift« steller erregte er im Jahre 1847/48 mit seinen ),VF^ ^rolotärius Ic^eiki", d. i. Briefe eines Proletariers, welche im Journal „Houäsi-ü." gedruckt erschienen, ungewöhnliche Aufmerksamkeit. Ueber« Haupt brachte dieses Blatt noch sonst publizistische Artikel aus seiner Feder. Auch war er Mitarbeiter der Journale I>6Lti Hirlap, ?Q8ti ^apio^ 8aM, und schrieb vornehmlich über Kunst, besonders über Malerei mit nächstem Hinblicke auf Ungarn. In der Folge widmete er sich ausschließlich der Schriftstellers! und die von ihm bisher unter dem Pseudonym Peter Tatär erschienenen Schriften sind: „I'aztK?' ^6?s?' ?'6FsH?cnz/ Ho/a", d. i. Hundert Volkssagen (Pesth 1838,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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