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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
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Megerle 260 Megcrle im fürsterzbischöflichmKlostei. Unterricht in der Musik, trat im Jahre 1636 als Capellmeister in die Dienste des Bischofs von Constanz. Johann VI.,Truchseß vonWaldöurg, wurde darauf erzbischöflicher Capellmeister an der Domkirche zu Salzburg, wo er unter Par is Grafen Lodron M . XV, S. 378. Nr. 14) bis zum Jahre 1684 wirkte. Bis dahin hatte M. ein durch Unterrichtertheilen an Klosterfrauen höchst angestrengtes Leben geführt; er sehnte sich nach Ruhe und bewarb sich um ein einträgliches Canonicat, zu dessen Erlangung aber entweder der Doctorgrad oder der Adel erforderlich war. Er wendete sich dcmnach zur Erlangung des letzteren an Kai. ser Ferdinand I I I . , und erhielt ihn. Der, wieKarajan berichtigend bemerkt, in vielen Werken der Familie Megerl in beigelegte Aoel beschränkt sich einzig und allein auf den dem in Rede stehenden Abraham, nachma« !igen Domherrn von Alt-Oetting, verliehenen Adel. Im Jahre 1663 erlangte Abraham ein Canonicat des Collegiatstiftes Alt'Oetting. welches er bis zu seinem im Alter von 73 Iah» ren erfolgten Lebensende behielt. Abraham war seiner Zeit ein berühmter Musicus und kin Ruf in Deutschland und in der Schweiz allenthalben verbreitet. Er hat an die zwei» tausend musikalische Composmonen, theils handschriftlich, theils gedruckt, hinterlassen, darunter eine Art musikalischen Todtentanz, daS bereits höchst seltene „Ixoelilum musico- inortualo", wovon Deutinger in seinen „Beiträgen zur Geschichte und Topographie des Bisthums München und Freysingen", S. 432—437, eine ausführliche Beschreibung gibt. sKarajan (Th. G. v.). Abraham a saulltk c'Iara. (Wien 1867, Gerolo's Sohn, 80.) S. 18—27 u. 341.— P i l lwe in (Vene. dict), Biographische Schilderungen odcr Leri» kon Salzburgischcr, theils verstorbener, theils lebender Künstler u. s. w. (Salzburg 1821, Mayr. kl. 8".) S. 147. - Gaß ner (F. S. Dr.). Universal.Lerikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Köhler, Ler. 8".) S. 399. — Gerber (Ernst Ludwig), Neues historisch'biographi' s ches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813, A. Kühnel, gr. 8".) Bd. I I I , Sp. 378.) — 2. Johann Naptist M ege rle von Mühl» fe ld (geb. zu Wien um das Jahr 1740, To« dcsjahr unbekannt), wahrscheinlich drr unmit« telbare Stammvater Aller, die heute den Namen Megerle mit dem Prädicatevon Mühl feld führen. Nach beendeten Vorbcrei. tungsstudien trat er, und zwar bei dem k. k. Naturalien'Cabinete in hofoienstliche Verwen« düng. Ueber vier Docennien bereits, in ereig» nißvollen Zeiten, hatte er daselbst gedient, und rvar zuletzt zum Directions'Adjuncten befördert worden. Er war es, der in der gefahrvollen Katastrophe des Jahres 1797 auf höchsten Befehl die Schätze des Naturalien», der beiden Münz«Cabinete und der Schatz« kammer, als diese nach Prag geflüchtet wur» den, dahin begleitete. Wie Andreas Stütz in seiner Schrift: „Neue Einrichtung der Naturaliensammlung in Wien" (Wien 1?94, gr. 8".) berichtet, war es vornehmlich M., der bei den vielen Veränderungen in der Auffiel« lung des Cabinets auf das Ersprießlichste mitgewirkt. I n Anerkennung seiner Verdienste wurde Megerle auch im Jahre 1803 in den erbländischen Adelstand mit dem Präoicate von Müh l fe ld erhoben. Adelstands« Dip lom vom 30. November 1803. —Map. pen. Geoiertcter Schild. 1 und 4: in Schwarz ein zum Kampfe gestellter goldener gekrönter Löwe; 2 und 3: in Gold ein blauer rechts« schräger Valken, der mit drei goldenen sechs« eckigen Sternen belegt ist. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgekehrtcr gekrönter Turnier» Helm, aus dessen Krone zwischen einem schwarzen offenen Fluge der goldene Löwe von 1 und 4, der in beiden vorgestreckten Pranken ein goldenes zwcispitzigeS, mit dem blauen Balken von 2 und 3 belegtes Fähnlein auf» recht hält. hervorwächst. Die Helmdecken sind rechts schwarz, links blau, zu beiden Sei» ten mit Pold belegt.) — 3. Johann Ulrich Megerle, allgemein brkannt unter seinem Klosternamen Abraham a isancta, OlLi-a (geb. zu Kreenheinstctten in Württemberg 2. Juli 1644. nest. zu Wien 1. December 1709). Sein Vater Jacob war Wirth in Kreenhein» stctten und der Bruder des seiner Zcit berühm-- ten Musicus und Alt«Oettinger Domherrn Abraham Megerle ^s. d. Nr. 1), Jacob'S Sohn Johann Ulrich besuchte die latei» nischen Schulen in Möskirch, bezog dann das Gymnasium der Jesuiten in Ingolstaot und kam im Herbste 1639 — damals 16 Jahre alt — auf das Gymnasium der Venedictiner nach Salzburg, wo er schon als Student Mitglied einer dem Benedictimrorden afsiliir» ten Marianischen Congregation war. 18 Jahre alt, begab er sich nach Wien, wo er im Herbste 1662 im Kloster der Barfüßermönche des hei» ligen Augustin Noviz des Ordens wurde, den Klostrrnamcn A draham a tza. nota 01 ai- a
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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