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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 261 -
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Seite - 261 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Megerle Megerle erhielt und die Novizenjahre im Kloster zu Maria-Brunn nächst Wien — wo heute die Forstakademie sich befindet — verlebte. Ende des Sommers 1666 erhielt er die Priester« weihe und begann nun seine Wirksamkeit als Ordenspriester. Er wurde zuerst in das Kloster Tara in Bayern als Ordenspredig^r aeschickt, von dort aber im Jahre 1668 oder 1669 nach Wien zurückberufen, wo er nun seinen Ruf als Volksprediger begründete. Am 28. April 167? ernannte ihn Kaiser Leopold zu sei» nem Hofprediger. Im Jahre 1682 kam Abra» ham als Sonntagsprediger seines Ordens nach Gratz. Im Jahre 1689 kehrte er nach Wien zurück. Er erlangte noch mehrere Wür- den seines Ordens, so wurde er Prior, Pro- vinzial und Definitor, welch' letztere Würde er durch zwölf Jahre, bis an seinen Tod, bekleidete. Während dieser Zeit unternahm Abraham wiederholte Reisen nach Rom (1687—1688 und 1693), beides Mal in Ange- legenheiten seines Ordens, und besuchte als Prediger mehrere Ortschaften in beiden Erz« herzogthümern, in Steiermark und Kram. Die Bedeutsamkeit Abraham's a 8aiiota. Olark als Volksprediger ist von Literatur- historikern oft erkannt, auch in heftiger Weise und von Männern, deren Urtheil, wie par- teiisch oft. doch immer gewichtig bleibt, an- gefochten» nie aber in entsprechender Weise gewürdigt worden. Es war somit eine dan« kenswerthe Aufgabt.', daß sich ein Kenner der älteren deutschen Literatur, wie Kara jan, den berühmten Mönch des 17. Jahrhunderts zum Gegenstande einer ausführlichen Mono- graphie erwählte, die erst jüngst unter dem Titel: „Abraham a sauot,^ Olara" (Wien 1867. Verlag von Carl Gerold's Sohn, VI u. 374 S. 3".) im Drucke erschien. Da- selbst findet sich auch S. 348—361 das Ver- zeichniß der meisten Werke Abraham's nach der Zeit ihrer Entstehung. Eine Gesammt- ausgäbe der Schriften Abraham's ist unter dem Titel: „Sämmtliche Werke", 15 Bände (Passau 1834—1844. Winkler ^Pustet'sche Buchhandlung^, gr. 12".) erschienen. Für Bibliographen aber und alle Jene, welche sich um Auszüge, Anthologien u. dgl. m. aus Abraham's Werken interessiren, wird noch auf folgende Schriften hingewiesen: „Biblio- thek der schönen Wissenschaften oder Verzeich« niß der vorzüglichsten, in älterer und neuerer Zeit bis zur Mitte des Jahres 1536 erschie« nenen Romane, Gedichte. Schauspiele u. s. w. Zuerst herausgegeben von Theod. Christ. Friedr. Ens l in , gänzlich umgearbeitet und neu herausgegeben von Wilhelm Engel« mann". Zweite Auflage (Leipzig 1837, Wilh. Engelmann), S. 1 u. 2; zweiter Band (die Werke bis zur Mitte 1843 umfassend). S. 1 u. 2; ferner auf: Ebert (Frkedr. Adolph), Allgemei- nes bibliographisches Lexikon (Leipzig 1821, F. A. Brockhaus, 4".) Bd. I I , Sp. ?08 u. 709, Nr. 20.183—20.201; und auf: tt?'«^s l^ean <?6o^s TVisocfo^) I'lsäoi' äs Uvres r^res st pi-ooisux (DrsLäs 1859, Ruä. Tunt-s, 4°.) lains I, p. 6. — Auch sei hier bemerkt, daß das bisher überall angegebene Geburtsdatum Abraham's, 2. und 4. Juli 1642, irrig und uon K a r aj a n in der obenbenannten Schrift, S. 6 u. 7, der 3. Juli 1644 als das richtige Geburtsdatum festgestellt ist. Die Angabe anderer Quellen als jener des Buches von Kara jan ist überflüssig, da dieses selbst nach Quellen, die stets im Werke genannt sind, gearbeitet ist. Dem Werke ist auch ein Bild- niß Abraham's (am Rande des Kuttenab- schnittes: Elias Christoph Heiß lso., 3. Ja« coby LculpL., Wien 1867, 8<>.) beigegeben; Karajan gibt abcr auf Seite 334 seines Buches Aufschlüsse über andere Bildnisse Abraham's. — 4. Ein Kar l , oder wie er in den Bücher^atalogen erscheint, I . >K. Megerle von Mühl fe ld (geb. 1765, gest. 1840), gehört gleichfalls zu der Familie der Megerle von Mühl fe ld und ist wahr- scheinlich ein Sohn des Johann Georg M. lsiehe diesen S. 23ö); er war Custos im k. k. NaturalieN'Cabinete, und seine eige- nen naturgeschichtlichen Sammlungen zählt Böckh unter den Sehenswürdigkeiten vc>n Wien auf; er besaß eine Mineral ien- Sammlung, üb»,'r dreitausend Nummern stark, besonders reich an Diamanten und Edelsteinen; eine Insecten<Sammlung, über zehntausend Stück bloß europäische, vor- nehmlich aber österreichische Arten zählend; eine C onchy l i en«S am mlu ng, nahezu zweitausend Stück, und eine Münzen- Sammlung, in welcher das sogenannte Groschencabinet allein über zweitausend Num- mern zählte. Er war auch Fachschriftstrller und sind von ihm folgende Schriften im Drucke erschienen: „Bemerkungen, Berichtigungen und Zusätze zu I l l iger 's Zusätzen, Berich- tigungen und Bemerkungen zu ^aö?vei'l L?- «tsma HIsrnkolatoruN" (Linz 18l2, Akad. Buchhandlg., 8<>.); — im Magazin der Ge- fellschaft naturforschender Freunde zu Berlin. V. Jahrgang (1811), S. 38—72: „Entwurf
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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