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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 263 -
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Seite - 263 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Meggenhoffen 263 Mggenhoffött Proberelation ablegte und wurde dann als Auditor bei dem Hechnenberg'schen Regimente angestellt, welches in Burg» hausen ftationirt lag. Auf diesem Posten erwarb er sich bald die allgemeine Ach. tung. Schon waren mehrere Officiere des Regiments Mitglieder des Illumi- natenordcns, durch ihn wurden noch andere für denselben gewonnen. Auck blieb er von Burghausen aus in beständi« gem Briefwechsel mit seinen Lehrern und Freunden in Ingolstadt. Ueber sein Wir» ken als Auditor schreibt sein Nekrologist: „Ofsiciere und Gemeine liebten ihn nicht nur, sie verehrten ihn. Seine Art, bei Verhören die Schuldigen zum Gestand» niß und zur Einsicht ihrer Vergehungen zu bringen, soll musterhaft in Psycholog!« scher Hinsicht gewesen sein, und wer solche Protocolle von ihm gesehen hat, hält sie für wirklich merkwürdige Documente in dieser Gattung." So hatte er mehrere Jahre als ein allgemein beliebter und geachteter Mann und als der treueste Diener des Staates in seinen Verhält« niffen gelebt, als im Juli 4784 eine churfürftliche Verordnung erging, die alle Staatsdiener und Unterthanen er« mahnte, von der Gesellschaft der Illumi. naten Freimaurer, deren Dasein bekannt geworden war, abzustehen. Der Orden löste sich sofort auf. nur der erste oder sogenannte Minsrvalgrad wurde als eine bloß llterarische Verbindung zur Bildung junger Leute noch fortgesetzt. Indessen kam die Sache immer schlimmer. Im Jänner und in den folgenden Monaten des Jahres 4783 begannen die Inqui. sitionen gegen Weishaupt und einige andere Professoren inIngolstadt. Weis» Haupt, der willkürlichen Art und Weise, mit der man gegen ihn verfuhr, müde, legte schon am t j . Februar seine Professur nieder, verzichtete auf die ihm belassene Pension und ging als sachsen- gothaischer Hofrath nach Regensburg. I n ahnlicher Weise ward gegen andere Mitglieder eingeschritten. Da sich aber viele vornehme und sonst hochgeachtete Personen, welche hohe Stellen in den Landescollegien, ja selbst bei Hofe be« kleideten, unter den Ordensmitgliedern befanden, so schien der Churfürst geneigt, sich von einem Mitgliede der Gesellschaft selbst, von dem Grafen von Seeau. in einer besonderen Audienz näheren Be« richt über dieselbe erstatten zu lassen. Indessen entwickelte Hofkammerrath Utzschneider, der Hauptgegner des Ordens, eine so energische Thätigkeit gegen denselben, daß. ehe noch Seeau's Audienz stattfand, ein erneuertes Auf- hebungs'Edict wider die Illuminaten in München unter Trompetenschall aus» gerufen wurde, und nun Seeau's Audienz unterblieb. Nun erst gingen die Verfolgungen gegen alle Thoilnehmer ihren geregelten Gang. An die Landes, stellen und an die Armee erging der Be» fehl, daß sich alle Mitglieder binnen sechs Wochen angeben und dem Orden schriftlich entsagen sollten. Natürlich unterwarf sich auch Meggenhoffen diesem Befehle. Da der Landesherr Allen, die sich freiwillig als Mitglieder bekennen würden, seine ewige Gnade zusicherte, so schien die Sache abgethan zu sein. Jedoch für Meggenhoffen — und, wie die Geschichte jener Tage nachweist, auch für Andere — war das keineswegs der Fall. Nach einigen Monaten gelangte von dem General Belderbusch ein Brief an den Commandanten in Burg« hausen, worin ihm befohlen ward, dem Auditor Meggenhoffen einen Revers, der aus 26 Fragepuncten bestand, einzu« händigen, welche dieser innerhalb drei Tagen beantworten sollte. Die Fragen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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