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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 305 -
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Seite - 305 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Meißner 303 lleißner komisch wirkende, pikante Wendung zu verleihen. Diese Gabe verließ ihn auch dann nicht, wenn körperliche Schmerzen — mit denen er, wie er sich selbst aus» drückte, in immerwahrender offener Fehde lag, um einige leidensfreie Augenblicke zu erkämpfen — ihn auf's Lager warfen. Diese Leiden scheinen denn auch sein ver« hältnißmäßig frühes Ende — im sonst noch kräftigen Mannesalter von 34 Iah- ren — herbeigeführt zu haben. I. Chronologische Uebersicht seilter Werke und ihrer Aeliersetzullgen. „Da2 Grab des Muf t i , oder: Die zw ei G ei zig e n. Eine komische Oper in zwei Acten" (Leipzig 1776, 8".). das Stück ist aus dem „I^ü5 ä«ux g.v2.ro5" des Fenoui l lo t de Falbaire genommen. Die Lieder sind sämmtlich Ori» ginal. Die Oper wurde zu wiederholten Malen componirt, zuerst von dem königl. preußischen Premierlieutenant Vaumgar» ten (Breslau 1777 , 4".) und dann von Io< hann Adam Hi l ler (Leipzig 1779, 4".). — „Sophonisbe. Ein musikalisches Drama mit historischem Prolog und Chören" (Leipzig l?76, 8".), das Drama ist in Musik geseht und für daö Clavier eingerichtet uon C. G. Neefc (Leipzig 1782. Qu. Fol.). — „G e> schichte Englands", nach H u m c. Zwei Bände (Leipzig 1777 und 1780, 8°.), ein mit Geschick gearbeiteter Auszug aus dem Werke von Hume. — »^ i e gegenseit ige Probe, ein Lustspiel n^ch Le Grand" (Leipzig 1777. Dyk. 8".). - „Das dreißig, jährige Mädchen, ein Lustspiel in einem Acte" (Leipzig 1778. Dyk. 8".). — „Der aufbrausende Liebhaber, ein Lustspiel in drei Acten, nach Monue l" (Leipzig 1778, Dvk. 8«.). — „Beiträge zur Geschichte Deutschlands, besonders Sachsens". Erstes Stück (DreSden 1777, Walther. 8«.). — „Arsene, ein Schauspiel mit Gesängen in vier Acten" (Leipzig 1?76, 8".), es ist eine Bearbeitung nach Favart , in Musik geseht und in Clavicrauszug gebracht von dein churf, sächs. Capellnnifter Franz Seydelmann (Leipzig 1779, Fol.). — „Der Alchymist. Operette" (Leipzig 1778, 8".), ist auch eigent« lich. aber eine sehr freie Bearbeitung des „1'^.moui'viadle" (der Liebesteufel) von Le Grand, die Gesänge sind sämmtlich von Meißner. — „Operetten nach d ein Fran< u. Wurzbach, biogr. Lexikon. XVII. ^Ged zösischen" (Leipzig 1778. 8°.). umfaßt die früher einzeln erschienenen: „Das Grab des Mufti". „Der Alchymist" und „Arsene". — „Die wüste Insel. Singspiel nach Meta« stasio" (Leipzig 1778. Dyk. 8».). — „Skiz< zen. Erste bis zehnte Sammlung" (Leipzig 1778—1788; zweite verb. Aufl. ebd. 1783—1785), jedoch wurden nur die erste bis dritte Sammlung von dem Verleger, der sie eigenmächtig veranstaltet hatte, ausgegeben; dritte gänzlich umgearbeite Aufl. aller zehn Sammlungen (Leipzig 1792 und 1793, 8<>.); — „Ei l f te bis vierzehnte Samm< lung" (ebd. 1796. 8".), diese Skizzen sind in der dritten Ausgabe, bei welcher jedoch die eilfte. zwölfte, dreizehnte und vierzehnte Sammlung zum ersten Male beigegeben sind, immer je zwei zusammen erschienen und mit vielen Titelkupfern und ebenso viel Titel» Vignetten von Schenau, Chodowiecki, Geyser, Penzel. Mechau und Schnorr geziert. Für die Besitzer der älteren AuSgabe der zehn ersten Sammlungen wurde ein „Tupplementband" (Leipzig 1796) ausgege» ben, welcher jedoch nur die dreizehnte und vierzehnte, aber nicht auch die eilfte und zwölfte Sammlung enthält. Nur die obigen Ausgaben sind rechtmäßig, alle anderen Nach« drücke, es sind dcren drei, einer in Karlsruhe, bekannt. In diesen „Skizzen", welche Meiß« n er's Namen ain meisten bekannt gemacht und ihm die Bezeichnung „Skizzenmeißner". zum Unterschiede anderer Schriftsteller dessel» ben Namens, verschafft haben, sind prosaische Aufsätze verschiedenen Inhalts, Anekdoten. Erzählungen, einige davon in Dialogenform, Fabeln u. dgl. m enthalten. Sie sind mitun« ter sehr anregend, stofflich interessant; einzelne sind in's Französische, und zwar in Bonne« ville's „Okoix, 6s pstitv liouianä imites de 1'^.IIomaaä" und in des Ccipitän oe Boa» ton „R52n.iL Ln vsi-Ls ot su xi-oso" (Berlin 1783, 8".) übersetzt; ferner in'S Dänische in einzelnen Sammelwerken, wie „^imLou 8g,m- IIU36I-" (l?81) und in „KIunn-s VibIiot,d.Lk" (1784), und selbstständig (Kopenhagen 1799 u. 18U0. 8«.); in's Holländische (Rotterdam 1793); in's Russische (St. Petersburg 1800) und in's Schwedische (Stockholm I80l>. 5".); auch erschienen: „Nachgeahmte Meißne. rische Skizzen von N. S. C. T. I . A, (Frank, fürt und Leipzig 1796. 8".). — „Geschichte der Famil ie Frink. Erster Theil. Mit Kupfern" (Leipzig 1779, Weygano, 8".). er- schien anonym, und das mehrere Jahre später 19. Mai l667.) 20
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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