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Meißner Meißner
zung und Erwärmung der Eisenbahnwag'
gons" ^daselbst auf S. 108 Meißner's Bild.
niß im Holzschnitt von N. T.1 — Nach.
ruf. Von vr. Carl H aller (L. Sommer'sche
Druckerei. 8°). Separatabdruck aus der „Zeit<
schrift für praktische Heilkunde", — Frein»
den. B la t t von Gustav Heine (Wien. 4«.)
1864. Nr. 192. — Vo l ts , und Wir th.
schafts'Kalender (Wien, L. Sommer,
ar. 80.) 1866. S 40 soon Ritter von Hof«
finger). " Hermannstädter Zeituna
1864. Nr. 167. — OesterreichischeNatio<
nal 'Encyklopädie von Gräffer und
Czikann (Wien 1833. 8°.) Bd. I I I , S.632.
— Poggendorf f ( I . C.>. Biographischste,
rarisches Handwörterbuch zur Geschichte der
eracten Wissenschaften (Leipzig 1859. Barch,
gr. 8«.) Bd. I I , Sp. 106. — Meyer (I.).
Das große Conversations-Lerikun für die gebil»
deten Stände (Hildburghausen und New'Vork,
Bibliogr, Institut, gr. 8°.) Vd. XXI, S. 3l.
Nr. 5. — Bildnisse. 1) Facsimile des Namens,
zuges: P T. Meißner. Rud, Ho ff mann
1836 (lith.). Nach einer Photographie von
C. v. Iagemann (Fol.. gedr. bei I . Haller in
Wien); — 2) ohne Angabe des Zeichners und
Lithographen (Wien. Beck. 4».). — Kar l
Ludwig Ritter von Meißner (geb. zu
Kronstadt in Siebenbürgen im Jahre 1809),
ist ein Sohn des berühmten Naturforschers
und Erfinders der nach ihm benannten Meiß.
nerischen Heizung, Paul Traugot t , dessen
Biographie oben mitgetheilt wurde. Mit
seinem Vater kam er im Jahre 1815 nach
Wien. wo er die technischen und pbilosophi-
schen Studien beendete. Im Jahre 1828 —
erst 19 Jahre alt — trat er als Ingenieur zu
Kronstadt in Siebenbürgen in's praktische
Leben. Im Jahre 1830 wurde er zur k. k,
Baudirection nach Wien überseht, und als
im Jahre 1836 die Bewilligung zum Baue der
ersten österreichischen Locomotio» Eisenbahn,
nämlich der nachherigen Kaiser Ferdinands«
Nordbahn, ertheilt worden, war M. einer der
eisten österreichischen Techniker, welche stch an
diesem Unternehmen betheiligten. Nach einer
längeren Reise durch Belgien und England
wurde er zum Ober<Ingenieurs'Adjuncten
ernannt und leitete in dieser Eigenschaft zum
Theile die Tracirung der Linien Wien'Brünn
und Lundenburg.Prerau. Im Jahre 1841
folgte M. einem wiederholt an ihn ergange«
nen Nufe als Professor der Bauwissenschaften
am herzoglich Braunschweigischen Collegium
Carolinum. und wurde zugleich zum technischen Director der zu erbauenden Staats<Eisenbah<
nen Braunschweig'Aschersleben, Braunschweig«
Lehrte und Wolfenbüttel-Harzbura ernannt.
Diese Bahnen wurden nach seinen Plänen,
unter seiner speciellen Leitung und Contwle.
ausgeführt und auch unter ihm zum ersten
Male auf der Harzburger Bahn Berg'Loco.
motive auf Gebirgsbahnen von ^/^ Steigung
mit besonderem Erfolge eingeführt. Im Icilire
185« berief der damalige HandelZminister
Brück den noch in Braunschweig lehrenden
Professor Meißner uach Wien zum General«
Director für Communicationen. Dort funairte
er zuerst als k. k, Ministerial'Commissär erster
Classe und zuletzt als technischer Inspector
erster Classe auf den Staatsbahnen von Mürz»
zuschlag nach Laibach und von Gänserndorf
nach Pefth'Szolnok. ferner auf den Privat,
bahnen der Gloggniher Gesellschaft von Wien
bis Brück und von Wien bis Gloggnih.
Oedenburg. Als im Jahre 18!>9 die ganze
Südbahn mit allen Nebenlinien an die fran»
zösische Gesellschaft überging, wurde M. zuerst
zum General'Inspector und im Jahre 1860
zum Verkehrsdirector ernannt, und leitet seit»
her den ganzen Bahncompler zwischen Wien.
Larenbul'g. Oldenburg, Villach. Szöny. Ofen.
Sissrk. Karlstadt und Trieft. So hat M. seit
dem Jahre 1830 — mit Unterbrechung eines
Decenniums (184l—l85i), welches er in
Braunschweig'schen Diensten verlebte — in
Oesterreich im Eisenbahndienste auf das Er«
sprießlichste gewirkt, und mehrfache Einrich.
tungen und Einleitungen zur Verbesserung
und Ausbildung des EisenbahN'Bau» und Pc<
triebswesens in erfolgreicher Weise getroffen.
Dabei hat er Tausende in diesem Zweige an
allen unter seiner Leitung stehenden Linien
im Erzherzogthume, in Stciermark, Kämthen,
Krain, im Küstenlande, in Ungarn und Croa«
tien herangebildet. Meißner's Verdienste
um Förderung und Sicherung des Communi«
cationswesens wurden zu öfteren Malen in
ehrenvollster Weise gewürdigt. Indem er
früher schon mit dem Ritterkreuze des Franz
Ioseph'Ordens ausgezeichnet worden, erhielt
er mit kais. Cabinetschreiben vom 3. Jänner
1865 das Ritterkreuz des Ordens der eisernen
Krone, und wurde den Statuten gemäß mit
Diplom vom 10. März 1866 in den erblän«
dischen Ritterstand erhoben. Außerdem erhielt
er von Kaiser Mar im i l i an von Mexiko
das Officierskreuz des Guadeloupe»Ordens,
und von Preußen den rothen Adler« und den
Krön«Orden. ^Ritter stan ds ' D ip lom
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon