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Meirner
aus Carrara-Marmor gemeißelte Sta«
tuen. Meixner zahlt unstreitig zu den
besten Bildhauern der Neuzeit im Kaiser»
staate, er besitzt einen durchgebildeten
Sinn sür edle Formen, eine nicht ge>
wohnliche Tiefe der Ideen für die Com»
Position und eine ganz vor^üglicke Tech«
nif für die Charakterisirung des Details.
I n neuester Zeit aber svergleiche: Neue
freie Presse 1864. Nr. N3: „Die Plastik
Neu.WienS") werden ihm schwere Vor«
würfe gemacht, deren Grund jedoch wohl
weniger bei dem Künstler als vielleicht in
dem völligen Mangel künstlerischer Auf-
faffung von Seite der Auftraggeber zu
suchen sein dürfte.
Tagesbote aus Vöhmen «politisches Blatt,
Praa. kl. Fol.) 1836. Veilaac zu Nr, 69. —
Allgemein e Zeitung (AugSblira, Cotw.
40.) 1817, S. 98a. — Wiener allgemeine
Theater.Zeitung. herauög. von Adolph
Bäuerle(Wien. gr. 4«.) 51. Jahrg. (1«",8),
Nr 236. im Artikel: „Ein Besuch deö West-
bahnhofes". — Wiener Zeit 11 na <55,n.
Abendblatt Nr, 30: „Meirner's Sckiller'Sta-
tue"; - dieselbe 1863. Nr. 276. S. 6^3. im
Artikel: „Der Monumentalbrunnen am Erz»
herzog Albrschr'Ravelin". — Vater land
(Wiener pollt Blatt. qr. Fol.) l8«1. Nr. 213.
— Fremden »Blatt von Gusta» Heine
(Wien. 4".) 1861. Nr. 244. — Neue freie
Presse (Wien. kl. Fol.) 1864. Nr. 113. im
Artikel: „Die Plastik Neu.WienS"; dieselbe
1863. Nr. 377 — Die Künstler aller Zeiten
und Völker. Begonnen von Prof. Fr. M ü l.
ler, fortgefetzt von Dr. Karl Klunzinqer
(Stuttgart 1860. Ebner u. Seubert. gr. 8°.)
Bd. I I I , S. 64. — Monats«Kataloae
des österreichischen Kunstuereins (Wien. 80.)
1852. März Nr. I - I I I ; 1857. Juni Nr. I
u. VI ; 1858. Februar Nr. I , Mai Nr. VI I
bis IX, September Nr. IV—VII u. IX,
Qctober Nr. 53. 97. 106. 1l6. <25; 1859.
März Nr. I u. I I , Mai Nr. XI I I , November
Nr. I I , December Nr. I ; 1860. März Nr. X,
XVII, XIX, October Nr 114. 119; I8L1,
Ll'ptember 62 Oc'iober 82, December 82. 83;
1862, April Nr. 69—73; Mai Nr. 79 u. 83.
— Ungarns Männer der Zeit. Biografien
und Karakteristiken hervorragendster Person«
lichkeiten. Aus der Feder eines Unabhängigen
3tß Meirner
(Prag 1862. A. G. Steinhauser, so.) S. N3
swird daselbst ein Stkirer ssenannt. während
Meirner ein neborner Vöhme ist).
, Karl Wilhelm (k. k. Hof.
schauspieler, geb. zu Königsberg
in Preußen 16. November 4818). Sohn
des namentlich aus der Blüthenzeit der
Ringelhardt'schen Direction in Cöln
rühmlich bekannten Bassisten Heinrich
Meixner. Kar l ward in Berlin er«
zogen, besuchte das Gymnasium zum
grauen Kloster und später das lÜoilö^«
fra^aiL. Schon als Kind zeigte M. viel
Talent für's Theater, und war in Cöln
unter Ring elhardt in seinen Knaben«
rollen sehr beliebt. Sein Vater bestimmte
ihn zum Juristen, als er aber das
Berliner Engagement verließ, waren dem
Sohne die Mittel zum Studiren entzogen;
sie hätten auch wohl nichts genutzt, denn
wie fast alle sogenannten Theaterkinder,
war auch er fest entschlossen, zur Bühne
zu gehen. Am 16. Februar 1837 trat er
als Anfänger in ein kleines Engagement
ein, und zwar bei einer reisenden Gesell-
schaft, unter Direction des Th. Mül ler ,
genannt „FranzoseN'Müller", spielte dort
viel ältere Rollen, unter anderen auch
den Secretär Wurm. Nach kurzer Zeit
schon engagirte die Hoftheater»Direction
in Detmold Meixner für chargirte
Rollen, die er mir großem Glücke spielte
(Cäsar von Zierl, in der Einfalt vom
Lande, u. a.). Auch sang er in der
Oper. wie z. B. den Matteo in „Fra
Diavolo" . den Comthur in „Don
Juan", den Haruspex in der „Vesta«
lin" , den Melchthal in „Wilhelm
Tell", den Paul in der „Schweizer.
Familie" u. m. a. Theaterdirector Mau-
rice in Hamburg ward auf den talent«
vollen jungen Mann aufmerksam und
engagirte denselben für Hamburg an
das damalige kleine Steinstraßer-Theater.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon