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MUy 334 Melly
in Prag gab sie
ein Declamationsbuch
für Damen: „AsUamoVan^ o Zws^s'
V^o Fsnsk^" und bei Em. Petr ik ein
kleines Werk: „AttAHn c> KSnsA/sH ^ a -
e/<? "^) d. i. Unterricht in weiblichen Ar°
beiten, heraus. Sie vermalte sich im
Jahre 1861 mit dem Redacteur Em.
Melis ss. d. Vorigen^.
8Iovnik nalillQ^. Ii,6äl>.ktni- 7)1'. I^-Hnt.
I.N.Ü. KisFOi', d. i. Conversations Lrrikon.
Redigirt von Dr. Franz Lad, Nieger (Präs,
t839. Kober. Ler. 8°.) Vd. V, S.222. Nr. 2,
Kaspoäin-Zic)' Icaisrisläi' na rnk 1864,
d. i. Leitmeriher Universal», Haus- und Wirth»
schafts<Kalender auf das Jahr 1864 (LeiNm«
ritz. 4°) S 98 u. f,. im Aufsatze: „I'iiso'de'ni
5?n öo.5kvc^"/ d. i. Einfluß der öechiscken
Frauen.
Mlll), Eduard (Archäolog, geb.
zu Krems in Niederösterreich 43. Jän-
ner 4814, gest. im ungarischen Badeorte
Pistyan 22. October 1834). Sein
Vater, der in Krems Landesadvocat
war, starb ein Jahr nach der Geburt des
Knaben, mit welchem die Mutter später
nach Wien übersiedelte, wo sie
ihn dem
Kudlich'schen Srziehungshause über.
gab. Schon wahrend des Gymnasial»
Unterrichtes, den er im Kloster der Schot»
ten genoß, zeigte sich Vorliebe für Hi°
storie und Alterthumskunde, die
sich in
einem lebhaften Eifer. Münzen und
Siegelabdrücke zu sammeln, kund gab.
In den Ferienmonaten liebte es der
sinnende Knabe, nach den Burgen und
Ruinen Niederösterreichs zu wandern,
Wälder zu durchstreifen, die Donau zu
befahren, nach Sagen und Legenden zu
forschen. Wahrend der philosophischen
Studien an der Universität waren es die
geistvollen Vorlesungen über Archäologie
ilnd Numismatik des unersetzten Stein»
büchel, welche dem Streben und der
Wißbegierde M.'s eine machtige Anre«
gung und entscheidende Richtung gaben. Von diesem Manne, de^ dessen Talent
bald erkannte, kamen ihm Wissenschaft-
liche Unterstützung, väterlicher Nath und
materielle Hilfe. Auf seine Empfehlung
erhielt Mel ly eine Pension im Hause Sr.
k. Hoheit des Erzherzogs Ferdinand
d'E st e M . I V , S.8H. Im Jahre 1837
nach Modena berufen, hielt er den beiden
Söhnen des Erzherzogs archäologische
Vortrage. Hierauf besuchte er Florenz,
Rom. Neapel. Ein fünfjähriger Aufent»
halt im gelobten Lande der Kunst be>
reicherte den immer regen Geist mit
bedeutenden Schätzen des Wissens und
der Anschauung, und zeitigte jene in sich
ruhende Sicherheit auf dem selbstgewahl'
ten Gebiete. Die „Augsburger Allge«
meine Zeitung", Lewald's „Europa",
Witthauer's „Wiener Zeitschrift" ent-
halten aus jener Zeit manche schätzens»
werthe Mittheilung, theils wissenschaft-
lichen, theils schöngeistigen Inhalts, und
geben ein Zeugniß von dem ernsten
Streben des jungen Mannes, sich, wenn
auch ohne Aussicht auf eine sichere Stel»
lung. in dem von ihm mit Liebe erfaßten
Studium auszuzeichnen. Nach dieser
Lehr» und Wanderzeit wurde Mel ly
von Sr. k. Hoheit dem Erzherzog d'E st e
nach Lemberg gesendet, um die Münzen
des Ossolinsky'schen Museums zu ord-
nen und einen kritischen Katalog zu ver-
fassen. Den an wissenschaftlichen Verkehr,
an eine poetische Umgebung gewohnten
jungen Mann konnte die geistige Ifolirt-
heit nicht lange festhalten, und da er sich
im Jahre 1842 glücklich vermalt hatte,
gab er nach vollendeter Arbeit seinen
Posten auf. kehrte nach Wien zurück, mit
einem Wunsche, den er niemals aufgab
und der sich ihm nicht erfüllen sollte,
nach Rom zu übersiedeln. I n eine wohl-
thuend unabhängige Lage verseht, gab
er sich seinen Lieblingsstudien nun ganz
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon