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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 333 -
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Seite - 333 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Melly 333 Melmhky Daselbst starb er, bis zu den letzten Mo« menten klar und ruhig, im Alter von erst 40 Jahren. Während der heftigsten Leiden war er geistig ununterbrochen thätig, und im wörtlichen Sinne nahm erst der Tod die Feder aus der schon erkaltenden Hand des Martyrthums einer den Aerzten nicht genug klaren Krankheit, die auch nach dem Tode nicht aufgehellt wurde, weil der Scheidende die Section verboten hatte. Die biblio- graphischen Titel seiner selbstständig er» schienenen Werke lauten: „Narl NusZ. Vmri52 eines KünZtwlebcns" (Wien 1844. Pfautsch u. Comp.. Ler. 8".); — „Net- träge 5m Siegelknnde des NMellllters", 1. Theil (Wien 1846. Volke, gr. 4"., mit 12 Kupfertaf.), ein zweiter Band befand sich bei Mel ly 's Tode vollendet und zum Drucke bereit; — „Vaterlänkische TrKnnden. ll. M t I—0XII1. Arknnüen drnt- 5cher,Uai5er und Könige, 'österreichischer nnd anderer Argrnten" (Wien 1846, Volke, gr. 4".); — „Nas 3Ve2tpllrtll1 des Nmues u^ MeN f in seinen Bildwerken unk in ihrer Nemlllnng" (Wien ^Leipzig. Hübner^ 1830, gr. 4"., mit 1 Holzschnitttafel u. eingedr. Holzschnitten). M. war Mitglied des kais. Institutes in Frankreich, der kön. Akademie der Wissenschaften in Neapel, des archäologischen Institutes in Nom, der großherzoglichen Akademie zu Arezzo, des kön. sächs. Alterthumsvereins zu Dresden, des sächs. thüringischen Vereins für Erforschung der vaterländischen Alter- thümer, der numismatischen Gesellschaft in Berlin u. m. a. Mit der Sichtung und Ordnung des Nachlasses sollte auf Melly's eigenen Wunsch der tüchtige Archäolog Fei l >M. IV, S. 162) be- traut werden. Ob es geschehen und was damit geschehen, ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt. Dr. Eduard Mel ly (Wien 1854, gedruckt bei Leopold Sommer. 8 S. 8".) ^Verfasser dieser nur in wenigen Exemplaren gedruckten Biographie ist Dr. L. A. Franks. — Wan« derer (Wiener polir. Blatt) 1834. Nr. 563. — Faust. Polygraphische Zeitschrift, Heraus' grncbcn von Au er. Nedigirt von Leopold Kordesch (Wien. gr. 4".) 1833, Nr. 4. — Fr ankl (3. A.) , Sonntagsblätter (Wien. 8".) I I . Jahrg. (1843). S. 463; II I . Jahrg. (1844). S. 71; IV. Jahrg. (1843). S. 84,109. — Porträt. Gemalt von F. Schubert, in Kupfer geschabt von Christian Mayer. Mellützkl), Franz (Bildhauer, geb. zuSchwamoerg in Böhmen im Jahre 1822). Der Vater, ein Steinmetz, bestimmte den Sohn für dasselbe Fach. Nachdem dieser mehrere Jahre unter der Leitung des'Vaters gearbeitet, erwachte die Neigung zu edlerer Beschäftigung in ihm, und er wollte Bildhauer werden, womit sich der Vater einverstanden erklärte. So kam er denn im Jahre 1838, 16 Jahre alt, zu seinem Onkel nach Olmütz, der dort als Bildhauer lebte und arbeitete. Bis zum Jahre 1843 blieb M. bei seinem Oheim, und hatte sich in dieser Zeit eine ganz vor- treffliche Technik angeeignet, auch bereits selbstständig mehrere Arbeiten in ver» schiedenem Material, vornehmlich reli» giöse Gegenstände, mit Glück ausgeführt, aber in seinem Streben nach höherer Ausbildung fühlte er es nur zu sehr, daß ihm die eigentliche Schule noch fehle. Olmütz besaß zu jener Zeit keine An» stalten, wie ste der junge Bildhauer zu seiner höheren Ausbildung bedürfte. So begab sich M. nach Wien, um dort seine Studien fortzusetzen. Mitt« lerweile waren seine Eltern gestorben, hatten durch verschiedene Unglücksfälle all ihr Hab und Gut verloren und M. war für sein Fortkommen auf sich selbst angewiesen. Seine Bemühungen, in die kais. Akademie der bildenden Künste zu kommen, scheiterten an dem Umstände
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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