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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 336 -
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Seite - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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336 Melder zu Maierhöfel in der Zips. Er hat mehrere Werke, vornehmlich belletristischen Inhalts, herausgegeben, und zwar: «Der graue Hans, oder der Greis in der Feuerhöhle" (Pesth, !8l8. 8«.); — „Gedichte", 2 Theile (Kaschau 1k'»0. 8".);— „Der ungarische Zipser«Sachse in seiner wahren Gestalt" lKaschau 1820; zweite Aufl. Leipzig 182l. O. Wigand, 8".); — Merkwürdig? Erzählungen aus der Geschichte der Magyaren" (zweite Aufl.. Kaschau l^^ip« zig. Kummer) 1833. 8".); — „Biographien berühmter Zipser (Kaschau 1833, Ellinger. gr. 8".). Die Vorrede dieses letzten — offenbar verdienstlichsten — Buches, das M. heraus» gegeben, ist aus Klein>3omnih in der Zips, Jänner 1632, datirt; demnach scheint M. um jene Zeit in Klein«Lomnitz ein Pfarramt oer« sthen zu haben. sRaß mann (Friedrich), Pantheon deutscher, jetzt lebender Dichter u. s. w. (Helmstädt <828. C. G. Fleckeisen. 8°.) S. 214.^ — 2. Joseph M elzer von Orien« bürg (geb. zu Prag in Böhmen im Jahre 1772). Sohn eines kaiserlichen Militärs; trat im Jahre 1789 als Kanonier in die kaiserliche Armee, mit welcher er alle seit dieser Zeit stattgehabte Feldzüge mitgemacht hat. In mehreren derselben hat er sich ganz besonders ausgezeichnet, so in jenem des Jahres 1793, in welchem er in der lttvioi-I. 6i ?on6utL, ungeachtet eines Prellschusses und großer Gefahr von feindlicher Seite, unsere Truppen angesichts des Feindes fortwährend mit Muni« tion versah; in jenem des Jahres 1796. da er bei Castiglione della Stiviere, obwohl er durch einen Säbelhieb auf dem Kopfe ver< wundet worden, das bereits vom Feinde um< rungeire Fuhrwerk deS Artillerie»Parks retten half. Nicht minder that. er sich durch seine Tapferkeit hervor auf den Wällen von Man» tua, in der Schlacht bei Cuneo und in jener von Marengo. Im Jahre 1809 machte er in der Schlacht bei Aspern drei Stürme mit und war in einem derselben Führer einer stürmen« den Compagnie. Seine letzte Waffenthat fällt in das Jahr 18l3, wo er bei dem Sturme auf Castel Montorio gegen einen überlegenen Feind sich besonders ausgezeichnet hat. M. war stufenweise zum Hauptmann vorgerückt und bekleidete diese Stelle zuletzt bei dem In< fanterie'Regimente Maximilian Joseph Nr. 3t. Im Jahre 1823 wurde er in Anerkennung seiner vor dem Feinde geleisteten Dienste in den Adelstand mit dem Prädicate von Orienburg erhoben. Mde lstan ds » D i» plom vom 28. April 1892. — Wappen. In Blau uno Gold längsgetheilter Schild. Im rechten blauen Fclde«im oberen rechten Winkel eine strahlende Sonne, deren Strahlen gegen die im goldenen Felde befindliche Festung fal- len. Unten auf grünem Nasen ist rm aufrecht» sitzender einwärtssetzender goldener Löwe mit offenem Nachen und rothausgeschlagener Zunge. Im linken goldenen Felde auf grünem Hügel am äußeren Schildesrande eine Festung mit geschlossenem Thore und zwei orcizinni' gen Thürmen. Ueber der Festung fliegt ein schwarzer Adler. Auf dem Schilde ruht ein gekrönter rechtsgekehrter Turnierhelm, aus dessen Krone drei wallende Straußenfedern, eine blaue zwischen goldenen, hervorwachsen. Die Helmdecken sind blau, mit Gold be- . legt.) — 3. Joseph Nikolaus Melzer ist ein Bürger zu Saaz in Böhmen, von dessen interessanter Münzsammlung in den Mitthei- lungen des deutsch'historischen Vereins für Böhmen Erwähnung geschieht. Diese Samm.- lung umfaßt an 4000 Stück', darunter 1197 deutsche, 5l4 österreichische, 379 böhmische, 182 ungarische, 238 gallische, griechische, rö- mische. 44 amerikanische, 30 afrikanische, 63 asiatische, und überdieß 509 Medaillen. ^Vohemia (Prager politisches und Unterhat» tungsblatt. 40.) 1864, Nr. 237, S. 938.) — 4. Jul ius Melzer ist der Name eines viel» versprechenden, in der Blüthe der Jahre durch den Tod dahingerafften Bildhauers aus Rei» chenberg in Böhmen, der im November 1853 in Rom, wo er sich behufs seiner Ausbildung in der Kunst befand, gestorben ist. Von seinen Arbeiten war eine Statuette aus Carrara» Marmor, die böhmische Dichterin Eva von Lobkowitz darstellend, im Jahre 1864 im österreichischen Kunstvereine ausgestellt. Wo» nats'Kataloge des österreichischen Kunst» Vereins (Wien, 8«.) 1854. Mai Nr. V.) - 3. Naimund Melzer ist der Name eines österreichischen Arztes und Fachschriftstellers, der viele Jahre in Laibach als praktischer und geachteter Arzt gelebt hat, und von dem fol» gendt Schriften im Drucke erschienen sind: „Geschichte der Findlinge in Oesterreich, mit besonderer Rücksicht auf ihre Verhältnisse in Illyrien" (Leipzig 1846. Fest. 8».); — „Ver« such über die Ursachen und Verbreitungsweise der anhaltenden Fieber in Großbritannien und Irland. Von Wilhelm Davidson. Ge» krönte Preisschrift. Aus dem Englischen über» setzt" (Wien 1842, 8".); — „Bericht über die durch den Gebrauch des Mikroscops in dem Studnnn der Anatomie und Physiologie
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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