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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 337 -
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Mencl 337 Mencl erhaltenen Resultate, den Ursprung und die Verrichtungen der Zellen betreffend. Aus dem Englischen des Jacob Pag et und W. K. Carp enter" (Augsburg 1845, Iem'sch u. Stage, gr. 8«., mit 1 lith. Taf,); — „Bericht über die Fortschritte der menschlichen Anato» mie und Physiologie in den Jahren 1843 und 1844. Aus dem Englischen des Iac. Paget" (ebd. 1846, 8°.). Mencl, Joseph Branislaw (Erz. gießer und öechischer Schriftsteller, geb. zu Horovice in Böhmen 2. Octo» ber 1813, gest. zu Karol inenthal nächst Prag 22. Juni 1864). Die Familie stammt eigentlich aus Schlesien und schrieb sich Menzel , erst später oechisirte sie den Namen in Mencl. Den Vater, der ein Handwerker war, verlor der Knabe bald und leitete nun die Mutter dessen Erziehung; sie selbst lehrte ihn lesen und schreiben. Als er dann die Schule seines Geburtsortes besuchte, wollte ihn der Lehrer in der Musik unterrichten und ihn für das Lehramt ausbilden. Aber für die Musik hatte er keinen Sinn, und so trat er denn bei feinem Stiefvater, der ein Spengler war, in die Lehre. Nachdem er drei Jahre gelernt, in dieser Zeit aber keine Gelegenheit zu eigenen Arbeiten gefunden hatte, wurde er Geselle und ging nach Prag, wo er zuerst in einem Geschäfte arbeitete, dann aber auf Wanderschaft ging und auf dieser Böhmen, Mähren, Schlesien, die Erzhcrzogthümer und Ungarn durchwanderte. Der Eintritt nach Polen und Rußland war ihm nicht gestattet worden. Nach mehrjähriger Wanderung kehrte er in seine Heimat zurück und widmete sich in Karolinenthal seinem Geschäfte. Von früher Zeit an lernbegierig, und namentlich durch Karl Amerling's sBd. I , S.' 30^ „?ro> lli^LlnF xosei", d. i. Der industrielle Bote, eine Volksschrift, die in den Iah« o. Wurzbach, biogr. Lexikon. XVII ren 1840—1846 erschien, angeregt, suchte er sich ebenso in seinem eigenen Gewerbe zu vervollkommnen, als er ernstlich strebte, ausgezeichnete Arbeiten zu liefern. Dabei war er unablässig bemüht, die nationale Sache nach allen Richtungen hin zu fördern und in Ande- ren gleiche Bestrebungen zu wecken. Aus diesem Anlaß begründete er in Karolinen» thal eine gewerbliche Bibliothek und einen Leseverein. Schon im Jahre 1844 trat er bei der Natios össkä. ein und wurde im Jahre 1846 zum Vorsitzenden im Ausschüsse gewählt. Im Jahre 1848 berief ihn der National«Verein nach Prag, wo er auch auf dem Slaven»CoN' gresse große Thätigkeit entwickelte. Spater fungirte er für den National.Verein und die „slavische Linde" als Ausschußmann in Karolinenthal. Mit diesen nationalen Bestrebungen Hand in Hand ging sein Eifer, auch als Gewerbsmann ausgezeich- nete Arbeiten zu liefern, unter diesen sind besonders anzuführen: „Ner graZse Iu5ter" im deutschen Theater zu Prag, der als ein Meisterstück in seiner Art bezeichnet wird, er zählt 164 Flammen und ist mit den Büsten von Faust und Margarethe, Don Juan und Donna Anna geschmückt; — „Ner gothische Auster" im Rathssaale des Prager Rathhauses; — 18 gegossene Büsten berühmter Männer des Handels und der Industrie, im Garten der Karo» linenthaler Gasanstalt; — die Statuen in der byzantinischen Capelle zu Ietkicho« vice; — die Zinksarkophage für das Rittergeschlecht derCecinkar von B i r- nic; — die Gedächtnißtafeln für Hav» liöek. Ty l , Hanka. Rubes, Do- brovsk^- u. A.; — Standbilder von Engeln für Grabdenkmäler, Crucifixe u. m. a. Alle diese Arbeiten sind mit einer musterhaften Genauigkeit und Sorgfalt ausgeführt. M.'s Ruf war im ganzen >, 6. Juni l867.) 22
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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