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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 352 -
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Seite - 352 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Mngs 362 Mngs gemalt zu sehen. Der König meinte, dieses Uebel könne ja gut gemacht wer. den, wenn man Mcngs nach Madrid beruft, wohin zu folgen er wohl keinen Anstand nehmen werde. Das geschah denn auch. Als sich Mengs im Jahre l761 in Rom eben nicht in den erfreu- lichsten Umständen befand, gedachte der König von Spanien des Künstlers und berief ihn als seinen Hofmaler nach Madrid, ihm ein bedeutendes Iahres- gehalt aussetzend. Am 7. September 1761 langte M. an der neuen Stätte seines künftigen Wirkens, in Madrid, an. Schon die ersten Arbeiten, die er vollendete, erwarben ihm die Bewunde» rung der spanischen Künstler, und die donige Akademie verlieh ihm den Ehren» titel eines Directors an derselben. M. bemühte sich nun auch das neue Amt in zweckentsprechender Weise auszuüben. Er reformirte die ganze Anstalt, suchte die akademischen Studien zu heben, die bis» herigen Mißbräuche abzustellen u. dgl. m. Zwei im Drucke befindliche Abhandlun- gen aus seiner Feder geben darüber genügende Aufschlüsse, wie ernst er sich die Durchführung seiner Projecte hatte angelegen sein laffen. Ihre Titel sind: und Drei Jahre hatte M. nach dieser Seite hin energisch gewirkt, war es nun die geschwächte Gesundheit, oder Verdruß über manche Hindernisse, die sich seinen wohlgemeinten Absichten entgegenstellten, kurz. M. gab im Jahre 1764 jeden ferne- ren thätigen Antheil an der Akademie auf. legte das Directorat nieder, sich einfach mit dem Titel eines „Ehrenmitgliedes" begnügend. I n die Länge der Zeit sagte ihm aber das Klima wirklich nicht zu; seine Familie hatte er nach Rom zurück» geschickt, und ohne Hilfe und Pflege sah er sich plötzlich von einer schweren Krank« heit bedroht. Um nun seine Gesundheit wiederherzustellen, ertheilte ihm der Kö' nig im Jahre 1770 einen Urlaub nach Rom, von welchem er bereits neun Jahre entfernt geblieben war. Die Reise nach Rom machte M. auf einem Umwege, indem er über Genua nach Florenz reiste, wo er im Auftrage seines Königs für denselben die großherzogliche Familie malte; sowohl Florenz wie Genua nah» men M. in ihre Akademien auf, und als man in Rom erfahren hatte, daß M. sich wieder in Italien befinde, ernannte ihn die Akademie von S. Luca noch wäh» rend seiner Abwesenheit zu ihrem Präsi- denten, eine Ehre, die noch keinem Deut« schen und unter den Italienern seit 49 Jahren nur dem berühmten Carlo Mara t t i widerfahren war. Im Fe- bruar 1771 kam Mengs in Rom wie- dergenesen an, wo sich die Auftrage in solcher Weise mehrten, daß er denselben zu genügen außer Stande war. Wäh- rend seines jetzt dritthalbjahrigen Auf« entHaltes in Rom malte er unter anderen Bildern einen „GhristnZ mit Magdalem", bekannt unter dem Namen „Noii ms tg.nF6r6", und eine „Geburt Ir5u", beide für den König von Spanien, und vollen» dete den Entwurf einer Medaille, welche auf Clemens XIV. im vierten Jahre seines Pontisicates geprägt wurde. Im Jahre 1773 besuchte er auf kurze Zeit Neapel, malte nach seiner Rückkehr ein Frescogemalde im Vatican, und auf der Rückreise nach Madrid in Florenz für den Großherzog eine „Inngtrnn mit dem Christuskiilbe" und einen „schlafenden Joseph", worauf er über Sardinien und Frank- reich nach Madrid zurückkehrte. Fünf von seinen Töchtern hatte er in einem
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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