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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 367 -
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Seite - 367 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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llensdorff-Pouilly 367 Mensdorff-Pouilly rumpelung des Feindes dienen. Jedoch wurde es in allem Anbeginne der Nordarmee zuge< theilt, und überwachte einige Zeit die Donau zwischen Linz. Wien und Preßburg gegen einen feindlichen Nebergang. Graf Arthur. Oberstlieutenant, war Commandant des Corps. Eine Abtheilung desselben unter Lieutenant Pöhlmann erhielt bei Pulkau (25. Juli) die Feuertaufe, in welchem Gefechte, während von Seite der Jäger kein Verlust zu beklagen war, von demselben in einem raschen Bajon« netangriffe 13 Mann Preußen gefangen und mehrere Zündnadelgewehre nebst anderem Rüst» zeuge erbeutet worden waren. Am 1. August jedoch wurde das Corps seiner ursprünglichen Bestimmung gemäß, nach dem Süden dirigirt, und befanden sich sämmtliche Abtheilungen am 8. bereits in Klagenfurt versammelt, von dort erfolgte am 9. August der Aufbruch nach der Südgrenze in zwei Colonnen. Der Feld« zug des Corps im Süden umfaßt nur fünf Tage, hat aber in dieser Zeit den Kampf bei Auronzo und Tre ponti. 14. August, mit den von Gar ibald i geführten italienischen Frei- schaaren bestanden. Das Gefecht hatte sieden Stunden gedauert und der Erfolg war ein glän- zender, die Garibaldianer wurden auf ihrem rechten Flügel zurückgeworfen, in ihrer linken Flanke und im Nucken umgangen, im Cen» trum mit Sturm bedroht und zuletzt gezwun« gen, die weiße Fahne aufzustecken und zu cavituliren. Das Corps erlitt einen Verlust von 3 Todten und 22 Verwundeten, hingegen zählten die Garibaldianer 80 Todte und 120 Verwundete, darunter 5 Officiere. Der traurige Stand der Dinge im Norden hatte, der Fortsetzung des Kampfes im Süden ein Ende gemacht, und das Corps trat seinen Marsch nach Tolmezzo an, das eS am 18. Au- gust besetzte. Der Graf erhielt in Anerken- nung seines vorzüglich tapferen Verhaltens im Gefechte b?i Auronzo mit Allerhöchster Cnt« schließung uom 18. September l866 das Nit. terkreuz des Leopold-Ordens mit der Kriegs« decoration, und wurde, nachdem mit Allerh. Entschließung vom 29. September d. I , die Auflösung des freiwilligen Alpenjäger'Corps verfügt und der Graf seines Commando's enthoben worden, mit dem Obcrstens-Chawk- ter aä nonorss ausgezeichnet. ^Die Garten» laube. Illustrntes Familienblatt (.Leipzig, Keil, gr. 40.) Jahrg. 1863. S. 394: „Ein Prinz und Maler Indiens". — Der Käme. rad (Wiener militärisches Blatt, 4<>.) 1866. Nr. 106 u. 107: „Die Streifzüge des k. k. österreichischen Alpenjäger'Corps. Die Affaire bei Retzbach und das Treffen bei Auronzo und Tre Ponti".) — 6. Gmanuel ss. d. be< sondere Lebensskizze S. 368). — 7. Sophie Gräsin M. (aeb. 19. August 1778. gest. 8. Juli 1833). Heinrich Kurz in seiner „Geschichte der deutschen Literatur, mit ausgewählten Stücken aus den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller" (Leipzig 185.. V. G. Teubner, schm. 4".) führt im I I I . Bande. S. 530 a. eine Sophie Gräsin von Mensdorf f , geb. Prinzessin von Sachse n<Coburg. als Schriftstellerin auf. Es ist dieß die Ge> malin des Maria Theresien» Ordensritters Em an uel Grafen M., dessen Zebensskizze S. 368 steht. Gräsin Sophie, oder wie sie mit ihrem ganzen Namen heißt: Sophie Friederike Karoline Louise, ist eine Tochter des Herzogs Franz von S achsen-Coburg» Saal fe ld (gest. 180«) und eine Tante des gegenwärtig regierenden Herzogs Ernst von Sachsen<Coburg und des bereits verstor» denen Gemals der Königin von Großbritan- nien Victor ia, des Prinz«Regenten Al« bert. Prinzessin Sophie wurde am 23. Fe» bruar 18U4 mit Emanuel Grafen Mensdorff' ftounlu vermalt, und ist die Mutter der vier Sohne: Grafen Hugo, gestorben als Oberst von MengeN'Kürassieren im Jahre 1843. Graf Alphons^s.d.S.366. Nr.4). GrafAlexan. der ^s. d. S. 360) und Graf Arthur ^s. d. S. 366, Nr. 5). Die Prinzessin, eine fringebil» dete Dame, verläugnete nicht den schöpferischen Drang des erlauchten Fürstengeschlechtes der Sachsen'Coburger, welche, wie es all« gemein bekannt, allen schönen Künsten mit Erfolg huldigen. Unter der Chiffre ihres Taufnamens Sophie und des Anfangs« buchstabens ihres Gcschlechtsnamens S. uer» öffentlichte sie: „Märchen und Erzählungen", 2 Bändchen (Mainz 1830. Kupferbng. 8".), welche mit der Tiefe echten Gefühls, ge» schmackuollen Styl und poetischen Schwung verbinden. III. Wappen. Das mit dem Grafm-Diplom vom 29. November 1818 verliehene Wappen sah folgendermaßen aus: In Silber ein auf» rechtstehender blauer Löwe mit offenem Rachen und roth ausgeschlagener Zunge. Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone, auf welcher sich ein in's Visir gestellter gekrönter Turnierhelm befindet. Aus der Krone des Helms steigt der blaue Löwe des Wappenfeldes hervor. Die Helm decken sind blau, mit Silber belegt; die Schild Halter zwei auswärtssehende
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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