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Mentzel 377
doch diese Angabe, und erklart sie als
eine irrthümliche, was auch durch die
Thatsache bestätigt wird, daß M. in den
folgenden Jahren noch literarisch thätig
gewesen ist, indem er in den Jahren
1839 und 1860 eine belletristische Zeit.
schrift unter dem Titel:
äaimi tolyoirat", d. i.
helyer Hefte, wissenschaftlich.belletristische
Zeitschrift, und erst in neuerer Zeit wie»
der das Lehrbuch: „ ^ LsT'Tnss.Vei^ n
s^ sms?'. ^Vs^es^o^Q^ /iasV/i<T^tci/-a", d. i.
Grundzüge der Naturlehre. Zum Ge>
brauche für Volksschulen (Maros-V^sar-
hely 1863, Wittich. 8"). herausgege-
ben hat.
HIF7 ^ F ^ ^ ^^
d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Ios. Danie l ik (Pesth i8ö8. Emich
8".) Bd. I, S. 324; — desselben zweiter, den
ersten ergänzender Band, von Danie l ik .
S. 4t2. — Ungarns Männer der Zeit.
Viografien und Karakteristiken hervorragend»
ster Persönlichkeiten. Aus der Feder eines Un<
abhängigen (Prag 1862, A. G. Steinhauser,
kl. 8".) S. 320. — Album hundert ungrischrr
Dichter. Von (5. M. Kertbeny (Dresden,
Prsth. Wien l854. 32«.) S. !32 u. ätO. —
klopaeciich'a, d. i. Die Gegenwart. Politische
und Neal-Encyklopadie (Pesth 1838, Gustav
Heckenast, gr, 8<>.) S. 263. - N>/^ ^7-ü?!e),
^. Maz^ai- Qün^üti ilocl^am toi'tenüto a
ääädau, d. i. Geschichte der ungarischen Natio»
nal'Iiteratur von der ältesten Zeit bis auf
die Gegenwart (Pesth 1865—1866. G. Emich.
80.) S. 377.
Mentzel, amh Menzel, siehe: Mencl
^S. 337 dieses Bandes^.
Menzel, Johann Daniel von (kön.
ungarischer Huszaren«Oberst, Ge>
burtsort und Jahr unbekannt, gest. bei
Stock stadt im Monat Juni 1744).
Ein aus dem bayerischen Erbfolgekriege bekannter Parteigänger, der im söge«
nannten kleinen Kriege mit seinen Croa»
ten — eigentlich Theißer und Maroscher
Grenzern — unter Kheven hüller
sBd. XI) S. 225) gekämpft, und dessen
Unternehmungen nicht selten sehr wirk-
sam unterstützt, wenn auch hin und wieder
durch die Ausschreitungen seiner Raub«
Horde gefährdet hat. Er hatte früher in
Nußland gedient, und die Kenntniß der
dort erworbenen slavischen Sprache kam
ihm, als er unter Kheven hül ler das
Coinmando der Theißer und Maroscher
Grenzer erhielt, gut zu Statten. AuS
russischen trat er in sächsische und aus
diesen in österreichische Dienste. I n die»
sen erhielt er zur Zeit des Erbfolge«
krieges< als Khevenhüller 1742 ein
Armeecorps zusammenzog, welches theil-
weise aus Truppen bestand, wie die süd>
slavischen Nebenländer Ungarns sie auf-
zubringen vermochten, das Commando
einer Abtheilung Grenzer, in welcher
Stellung er sich gleich seinem Collegen,
des nur-ungleich wilderen Trenck, durch
persönliche Tapferkeit und waghalsigen
Unternehmungsgeist ausgezeichnet hat.
Zuerst hatte sich Trenck, der spater so
bekannt gewordene Parteigänger, ange<
boten, die Führung eines Freicorps zu
übernehmen. Aber General Graf Neip»
perg war nicht der Ansicht, daß Trenck
der rechte Mann sei. um ein solches Corps
in einer der Sache der Kaiserin wirklich
ersprießlichen Weise zu führen, und so
erhielt der frühere sächsische Major M en<
zel, der als Oberstlieutenant zu Oester»
reich übergetreten war. das Commando.
Zu den bemerkenswertheren Unterneh.
mungen Menzel's. von den einzelnen
Handlungen persönlicher Bravour abge«
sehen, gehören die Besetzung SchärdingS,
dann sein panischen Schrecken verbreiten«
des Erscheinen vor den Thoren
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon