Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 381 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 381 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

Bild der Seite - 381 -

Bild der Seite - 381 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

Text der Seite - 381 -

Mercandin 381 Atercandm Grafen Johann ^ d. S. 382. N. 3 j^. widmete sich nach beendeten Studien dem Staatsdienste und begann denselben in der politischen Sphäre. Er wurde Kreis- hauptmann in Olmütz? und bekleidete diesen Posten im Jahre 1848, als diese Stadt durch die Ereignisse genannten Jahres eine ungeahnte Bedeutung erhielt. In gleicher Eigenschaft kam er dann nach Klatwu, wurde darauf Kreispräsi« dent in Prag, von wo er als Landes» Präsident nach Krakau befördert wurde. Durch Umsicht und staatsmännischm Tact hatte er längst die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich gerichtet, und als in Folge deS kaiserlichen Patentes vom 3. März 1860 die Einsetzung eines ver- stärkten Reichsrathes erfolgte, wurde auck M. in denselben berufen. I n demsel» ben erklärte er sich. als die ConstitutionS- frage des Großftaates den Gegenstand der Debatte bildete, vollständig mit dem Majoritatsvotum einverstanden, von wel» chem abzugehen ihn die von anderer Seite dagegen erhobenen Bedenken nicht ver» mochten. „Eben in der Erklärung der ungarischen Mitglieder des Reichsrathes, welche demselben über die Tragweite ihrer so oft verkannten, und mitunter im In- und Auslande verdächtigten und angefeindeten sogenannten ungarischen Bestrebungen die beruhigendsten Auf» schlaffe gegeben, sinde er die Anhalts» puncte zur Begründung seiner Ansicht. Diese aber werde noch bestärkt durch die Wahrnehmung, daß das Princip der Reichs einheit und Alles das, was damit in Verbindung steht, in dem Minoritäts- votum seinen vollen Ausdruck erhalten habe; ferner in der Betrachtung, daß es sich jetzt (l860) wesentlich darum handle, bei den bestehenden so schwierigen Zeit» Verhältnissen das Vertrauen der Völker Oesterreichs zu wecken, zu beleben und zu erhalten, wahrend durch angstliches und kleinliches Abwägen wohlbegründe» tcr historischer Rechte und Ansprüche der verschiedenen einzelnen Länder das Ziel der gemeinsamen Bestrebungen dös Reichs» rathes sich nicht erreichen lasse." Mit 21. März 1861 erfolgte die Berufung des Grafen, der schon seit 1834 die geheime Rathswürde erhalten hatte, in don Staatsrath, aus demselben wurde er im Jahre 1862, unter gleichzeitiger Verleihung des Ordens der eisernen Krone 4. Ciasse, Präsident der obersten Rechnungs'Controlsbehördc. und bei der mit derselben vorgenommenen Umwand« King in einen obersten Rechnungshof, im Jahre 1866 Präsident desselben. Diese Stelle bekleidet der Graf zur Stunde. auch wurde er mit Allerh. Handschreiben vom 3. Mai 1867 zum Mitgliede des Herrenhaufes des Reichs» rathes auf Lebensdauer ernannt. Verhandlungen des östereichischcn verstärk» ten Rcichsrathes 1860. Nach den stenographi» schen Berichten (Wien <860. Friedr, Manz, kl. 80.) Bo. I I , S. 216 u. 390. — Hahn (Sigmund), Neichsraths i Almanach für die Session l«67 (Prag i«67, H. Ci r l I . Satow, li".) S. lN. l. Zur Venealagie der Grasen Mercandin. Die Mercandin sind ein alte« Patriziergeschlecht aus der Dauphin« in Frankreich. Anläßlich der Hugenottenverfolgungen, welche berttts iin Jahre 1533 unter Franz I I . mit der söge» nannten Oliamdre aräonty begonnen hatten und mit zeitweiligen Unterbrechungen biö zum I. 1683 fortdauerten, in welchem Jahre durch Aufhebung des Edicteö von Nantes und die Vertreibung aller Prediger über eine Million derselben ihr Vaterland uerließen und nach der Schweiz, nach Holland, England, Deutsch, land entflohen, hatten auch die Mercandin sich aus Frankreich geflüchtet und in allem Anbeginn im benachbarten Saooyen, in Brian» <?on und Franche Comtö Schutz gesucht. In der Folge trat die Familie zur katholischen Religion zurück, und übersiedelte nach Pir« mont, in dessen Hauptstadt Turin sich nieder» lassend. Dort erwarben sich mehrere Glieder
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich