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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 396 -
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Seite - 396 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Mörey 396 Merk Orte und hielt denselben beseht, bei welcher Gelegenheit er sieben Wunden erhielt; als die Franzosen Etraßburg belagerten, schlich er sich durch ihre Armee in die belagerte Stadt, er» munterte die Bürgerschaft zur Ausdauer und überredete sie. daß sie kaiserliche Trnppen ein« lkßen. in der Stadt selbst befehligte er dann mehrere Monate hindurch die Reiterei. Als nach dem Nymweaer Frieden die lothringischen Truppen in ein Regiment zusammengezogen und in die kaiserlichen Truppen eingetheilt wurden, kam auch M. als Oberst derselben wieder in kaiserliche Dienste und focht nun mit glänzender Tapferkeit gegen die Türken bei dem Entsatze Wiens und in allen darauf« folgenden Schlachten und Gefechten, wurde General'Major, dann Feldmarschall'Lieute» nant. In den Kämpfen des Jahres 168t zeich» nete er sich besonders bci der Einnahme des Passes Szolnok, zu wiederholten Malen bri Sze» gedin und dann bei Arad auS, wo er überall den Feinden große Niederlagen beibrachte. In Anerkennung seiner im Aloe erworbenen Verdienste wurde er im Jahre 1686 in den Grafenstand erhoben. sG ra fcnstands<Di' plom vom 23. September l<;5>6.) III. Wappeu. In Gold rin das ganze Feld durch» ziehendes blaues Kreuz. Ml'el), Moch lHonväd-Off ic ier im Jahre 4848, geb. zu Kap öS märe in Ungarn im 1.18l3. gest. in England, nach Nagy imI.1832, nach Kertbeny im I . 1838). Märey entstammt einer alten ungarischen Adelsfamilie. SeinVater Ladislaus (gest. 1830) war Täblabiro (Gerichtstafec.Beisitzer) und feine Mutter Therese eine geborne Fö ldv ary. M6. rey, der Sohn, zählt zu jenen Charakte« ren, welche sich in der 1848ger Revolution in Ungarn mehr oder minder bemerkbar gemacht hatten. Als die Honvöd-Batail- lone gebildet wurden, wurde er Major eines solchen Bataillons, zugleich aber — da die Aemter-Cumulirung von dem ungarischen ConslitutionalismuS nicht untersagt ist — bekleidete er die Stelle eines Polizeirathcs. Später scheint er zum Oberst vorgerückt zu sein. Nachdem die Revolution nicdergcworfen war, flüchtete sich M. nach England, und lebte dort als Fabriksagent in Man» chefter, wo er bereits gestorben ist. Seine Frau Constanze, eine geborne Halm- bucher, stammt auS Wien und ist die Verfasserin eines preisgekrönten Volks« stückes, welches aber bei der Aufführung auf dem Theater an der Wien vollständig durchfiel. Auch sie nahm an der Revo« lution thätigen Antheil, ging im Jahre 1849 mit Depeschen von Debreczin nach London, lebte dort mehrere Jahre, wie Kertbeny berichtet, als Schriftstellerin und starb im Jahre 1839 zu Manchester. Levitschnigg (Heinrich Ritter von), Kossuth und seine Bannerschaft. Silhouetten aus dein Nachmärz in Ungarn (Pesth 1830, Gustav Heckenast, 8".) Bd. I I , S. 263. — Kert. beny (K. M.), Die Ungarn im Auslande. I. Namensliste ungrischer Emigration seit 1849. 2000 Nummern, mit biografischem Signale- ment (Brüssel und Leipzig 1864, Kießling u. Comp., 80.) S. 39, Nr. 1092 u. 1093 sonach Kertbeny ist Merey erst im Jahre 1858, nach Nagy bereits im Jahre 1852 gestorben. Nach Kertbeny ist Merey'S Gattin Con« stantia, eine geb^rne Bikkesy, das ist falsch, sie ist eine Wienerin und als solche eine geborne Haimb acher). — ^a^z, ^lva?^, 26kronäi täblilkkkl, d. i. Die Familien Un« garns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860, Mor. Ruth, 8".) Bd. VI I , S. 413—420. ^Sowohl auf der Stammtafel (S. 41?) wie im Texte (S. 420) gibt Nagy das Jahr 1832 als Merey's Todesjahr an.^> Merk, Joseph (Vio loncel l -Vi r - tuos und Komponist, geb. zu Wien 45. März 1793, gest. zn Ober-Döb- l ing nächst Wien 16. Juni 1832). Der Sohn eines wohlhabenden Bürgers von Wien, erhielt er in zarter Jugend schon Unterricht im Gesänge, auf der Guitarre und Violine. Bald lernte er beide Instru- mente mit schönem Geschicke behandeln, aber eine besondere Vorliebe zog ihn zum Violoncell hin, in welchem der kais. Kammer musicus Philipp Schind lö cker
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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