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Merode 402 Merode
Consianiia gebornen Gräf in von Berchloldi,
Freiin von Ungarschütz (geb. 27. August 1826).
erscheint im Taschenbuche als Indigena und
sein Bruder Leopold (geb.l8ii) als Magnat
von Ungarn. In der That erhielt auch —
nach Nllgv's „HIaF7krorü2ä3 oö2.1iläai esi-
msi-e^Icoi ss QSM2e^ieuäi tiMäkka,!",
Bd. V I I , S. 42l — ein Ernst Graf M e«
rode im Jahre 1649 das ungarische Indige»
nat. und wird wohl derselbe sein, der in der
Genealogie der Merode als Philipp (III.)
Johann Mar Ernst Baron von Merode
(gest, <9. November l666). der Erste mit dem
Namen Bauer» Merode. erscheint. Aus
der Ehe des gegenwärtigen schon genannten
Chefs der ungarischen Linie, Ferdinand
Freiherrn von Merode, mit Constantia
Gräsin Berchtoldt stammt ein Sohn Fer-
dinand Constaniin Ghislain (geb. 1849).
^Kneschke (ErnstHeinrich Prof. vi-.). Neues
allgemeines deutsches Adels'Lerikon (Leipzig.
Friedr. Voigt. gr. 8".) Bd. VI , S. 246-230
(mit einem reichen Quellenapparate. Die An»
gäbe daselbst über den Familienstand des Gra-
fen Johann Ph i l ipp Eugen, dessen aus»
führlichere Biographie S. 398 mitgetheilt wor«
den, sind hier nicht ganz richtig). — Gothai«
sch-s genealogisches Taschenbuch der
gräflichen Häuser (Gotha, I . Perthes. 32°.)
XXVIII . Jahrgang (1853), S. 509; XXIX.
Jahrg. (1856). S. 558 (nur dieser Jahrgang
enthält Nachrichten über die ungarische Linie
der Merode.Houffal ize). — Histo<
risch'heraldischesHandbuch zum genea«
logischen Taschenbuche der gräflichen Häu»
ser (Gotha 1833, Just. Perthes, 32".) S. 586
bis 593. — Allgemeines historisches
Lexikon (Leipzig 1730, Thom. Fritschens
Erben, Fol.) Bd. I I I , S. 537; I. Fortsetzung,
S.888. —Gothaisches genealogisches
- Taschenbuch der freiherr lichen Häuser
(Gotha. Iustus Perthes, 32°.) XVI. Jahrg.
(1866), S. 636.) — Wappen. Dasselbe be<
steht einfach aus einem goldenen Felde mit
vier rothen Pfählen, umgeben von einem
ausgezackten blauen Schildesrande, und mit
der schönen Devise: „?1us ä'konneui' guo
ä'kormsui-s" (mehr Ehre denn Ehren).
Merode, Karl Borromäus (Ton-
kunstler, geb. zu Mödl ing bei Wien
12. Juli l818, gest. zu Wien 14. Mai
1846). Ein Sproße der berühmten alten
Familie Merode.Westerloo ssehe die Genealogie des vorigen Artikels^
und Sohn des Mödlinger Bade-In»
Habers Philipp Johann Freiherrn von
Merode. I n früher Jugend bereits
zeigte M. großes Talent für die Musik
und erhielt von dem Mödlinger Schul-
gehilfen W i l l im den ersten Unterricht
in der Kunst. Spater bildete er sich
vornehmlich durch Selbstunterricht und
brachte es im Pianospiele zur Virtuosität.
Nebenbei vernachlässigte er auch andere
Wiffensfächer nicht, jedoch blieb die
Neigung zur Musik vorherrschend, und
bestimmte ihn, sich der Ausübung dieser
Kunst zu widmen. Im Jahre 1840,
damals 22 Jahre alt, unternahm er eine
größere Kunstreise, und zwar zunächst
nach dem Norden, wo er sich in St.
Petersburg einer sehr günstigen Auf.
nähme zu erfreuen hatte. Zu wiederholten
Malen besuchte er auch Moskau^ und
erst als er von seiner Künftlerfahrt heim»
gekehrt, trat er in Wien in einem Con»
certe öffentlich auf. Veränderte Verhält»
nisse bestimmten den jungen Künstler,
sich mit einem Male einer neuen Lauf.
bahn, der juridischen, zuzuwenden, ohne
jedoch seine LieblingSkunft, die Musik,
die er aber nur mehr in seinen Muße»
stunden übte, aufzugeben. Eine kurze
Krankheit, die ihn plötzlich befiel, entriß
ihn im Alter von erst 26 Jahren der
Kunst und seinen Studien. M., welcher
auch Compositionsstudien gemacht, hat
Mehreres für das Piano geschrieben,
und einige seiner Kompositionen sind im
Stiche erschienen. Ungleich mehr, darun»
ter eine von Kennern als gelungen
bezeichnete Messe hat sich im Nachlasse
vorgefunden. Noch sei bemerkt, daß
Merode seine Künstlerlaufbahn unter
dem Namen Bauer begonnen hat.
Dieser Name ist aber kein Pseudonym,
sondern ist nur ein Theil des Familien»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon