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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 407 -
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Seite - 407 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Mertens 407 Mertens dieser Gelegenheit verwundet. Zuletzt war er k. k. Oberst und Militär-Referent des Hof. kriegsrathes. Seit 1302 war er mit Ludouisa geb. von Hepperger zu Hoffentyal und Thiersien« ßerg (geb. t?87, gest. t830) vermalt. Ka r l ist der Stammvater der freiherrlichen Linie, welche mit seinem Sohne Ka r l (III.) (geb. 23. Juli 1803) beginnt. Dieser machte in verhältnißmäßig kurzer Zeit die sub- alternen Officiersgrade durch, wurde Major im Kaiserjäger'Regimente und Generalcom< lnando<Adjutant in Illyrien, Innerösterreich und Tirol, rückte l840 im Regiments mit Beibehaltung seiner Anstellung zum Oberst» lieutenant vor, wurde 1841 als solcher zum Infantene«Regimente Nr. 1 transferirt und Gmeralcommando« Adjutant in Niederöster« reich, 1842 zweiter Oberst im Infanterie«Ne' gimente Nr. 7, 1846 Militär.Referent beim Hofkriegsrathe. 1848 General-Major mit Bei- behaltung seiner Anstellung, 1849 Feldmar- schall'Iieutenant und Sectionschef im Kriegs» Ministerium, 1850 Vice<Gouverneur in Mainz; im Jahre 1854 wurde er zweiter Inhaber des Infanterie'Regiments Erzherzog Joseph Nr. 37. wirtl. geheimer Rath, dann Statthalter im Küstenlande, Militär'Gouverneur von Trieft und Präsident der Central»Seebehörde," im Jahre 1860 Stadt- und Festungscommandant zu Prag und H.6. Is.tu.8 des commandicenden Generals, im Jahre 1862 Stellvertreter des Kriegsministers in ökonomischen Angelegen« heiten, am 19. Februar 1864 Feldzeugmeister und Präsident des obersten Militär.Iustiz« Senates, welchen Posten er noch zur Stunde bekleidet. Im Jahre 1849 wurde M. mit Diplom vom 8. August d. I . in den erb» ländischen Freiherrnstand erhoben. Freiherr Kar l (II.) ist (seit 1840) vermält mit Nana Alexandrine geb. Freiin von Üangemm (geb. 30. Octobrr 1811). Aus dieser Ehe stammen: Freiherr Kar l (IV.) (geb. 7. November 1842), zur Zeit k. k. Oberlieutenant bei König Man» nnlian von Bayern-Kürassieren Nr. 2, und Hoe (geb. 15. August 1844). — Das frei» herrliche Wappen unterscheidet sich von dem auf S. 406 beschriebenen nur in der Anzahl der Helme, deren es drei hat, und durch die Schildhalter. Aus der Krone deS rechten wal» len die drei Straußenfedern (eine blaue zwi« fchen goldenen); aus jener des mittleren Helms wächst der goldene Greif, und die Krone des linken HelmS trägt einen rothen Thurm mit drei Zinnen. Schild halt er sind zwei geHarnische Männer. Mertens, Ludwig Ritter von (öster- reichischer Dichter, geb. zuOttakring bei Wien 30. Juni 1826). Sohn des Hofrathes Demeter Ritter von M. aus dessen Ehe mit Anna geb. von Gal l . Entstammt einem alten niederländischen Patriziergeschlechte, über welches in den Quellen zur Biographie des berühmten Arztes Kar l Ritter von M. S. 406 bereits Näheres berichtet worden. Seine Kindheit und Jugend verlebte M. in Wien, und auf Ausbildung seines früh tief empfindenden Gemüthes übte zu» nächst die Mutter wesentlichen Einfluß, die ihn auch in den Elementen deS Wissens unterrichtete, dabei für ihn Aus- züge aus Dichtern und Schriftstellern machte, mit deren Erlernung M. sein Gedächtniß stärkte, vornehmlich aber eS liebte, ihm aus Zschokke's „Stunden der Andacht" ein und das andere Bruch« stück vorzulesen. I n den spateren Kna- benjahren gelangte er in den Besitz einer für Kinder bearbeiteten Ausgabe von Tausend und Einer Nacht, deren Mär« chen alsbald die leichtempsängliche Phan« tasie des Knaben erregten und fesselten. Als M.'s Vater im Jahre 1841 starb, zog sich die Mutter nach Linz zurück, wo M. die meiste Zeit zubrachte, sich privat dem Studium der Rechte widmend. DaS Jahr 1848, in welchem M. bald nach der Bewegung in die akademische Legion eintrat, die er jedoch nach einiger Zeit schon verließ, verlebte M. zum größeren Theile in Gmunden, wo sich auch in ihm bei Betrachtung des politischen Charakters der Bewegung und ihrer Folgen der Gedanke an eine Standes« änderung immer fester ausbildete, so daß er das juridische Studium, da sich auf der beamtlichen Laufbahn ihm wenig Verlockendes mehr zeigen wollte, ausgab und am 28. Februar 1849 als Cadet in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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