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Mertz Merveldt
Revue. Ausgewählte Melodien für die Gui<
tarre", welche an vierzig Nummern zählt,
' herausgegeben. Vor Jahren veröffentlichte er
eine „Guitarreschule", welche von Kennern
als seine verdienstlichste Arbeit bezeichnet wird.
Von seinen übrigen Kompositionen wären noch
anzuführen: „Nachtviolen. Eine Reihe origi.
neller melodischer Sähe", 0?. 2; — „Cyanen,
als Folge der Nachtviolen", 0?. 5; — „Sechs
Schubert'sche Lieder, für Guitarre übertragen";
— „Barden'Klänge. Oriainal«Compositionen",
0x. 43, Nr. 1—13; — „Portefeuille für Gui<
tarrespieler. Leichte essectvolle Unterhaltungs-
stücke in Form kleiner Phantasien". Heft 1—18,
Ox. 16; — „Kukuk. Musikalische Nundschau.
Kurze Unterhaltungsstücke, volksthümliche Me.
lodien verschiedener Länder u. s> w. Für die
Guitarre leicht spielbar eingerichtet und mit
Fingersah versehen". Heft 1—12, — Auch stine
Witwe, welche in Wien vom Lectionengeben
lebt, hat sich in der Composition versucht,
und im Jahre 1860 ist eine „?olka äs5 Q
MOZ", für Pianoforte zu zwei Händen, von
ihr bei Glöggl in Wien erschienen. ^A
gemeine Wiener Musik-Zeitung. Von
Dr. Aug. Schmidt (Wien. 4».) I I . Jahrg.
(1842). Nr. 137 u. 142. S. 370. — Frankl
(3. A. Dr.). Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°)
I I . Jahrg. (I8i3). S. 332.)
Nertz, siehe auch: Merz I^ S. 419).
Merveldt, Maximilian Graf (k. k.
General der Caval ler ie und Rlt»
ter des Maria Theresien-Ordens, geb.
nach Szöllö sy in Westphalen 29. Juni
1764. gest. zu London 8. Juli 1813).
Entstammt einer alten westphalischen
Adelsfamilie, über deren Ursprung die
Quellen ssiehe unten^ Näheres berichten.
Im Jahre 1782, damals 16 Jahre alt.
trat Graf M. in die kaiserliche Armee,
und zwar in das Regiment Kaiser-Dra»
goncr, mit welchem er nach den Nieder«
landen in den holländischen Krieg und
von da im Jahre 1787 als Oberlieute«
nant an die türkische Grenze zog. Im
Feldzuge des Jahres 1788, bereits Ritt«
meister bei Gr5ven»HuSzaren, versah er
bei dem Feldmarschall-Lieutenant Grafen
von Wartensleben, der ein Corps bei Mehadia commandirte. die Stelle
eines Flügeladjutanten. Nun kam er in
sein Regiment zurück, machte mit dem»
selben den zweiten türkischen Feldzug mit,
und schon damals verwendete sein Oberst,
der nachmalige General Otto, den in-
telligenten Ofsicier zu Vorposten und
anderen wichtigeren Unternehmungen.
Der alte Lacy sBd. XIII , S. 464). der
in Beurtheilung fähiger Militärs be»
karmtlich einen großen Scharfblick besaß,
ließ M. für den General'Quartiermeister-
stab vormerken, in welchen er auch unter
gleichzeitiger Beförderung zum Major
im Jahre 1790 kam, bei der Armee des
Feldmarschalls Loudon eingetheilt und
unmittelbar der Person deS Feldherrn
zugewiesen wurde. I n dieser Eigenschaft
machte er die Niederwerfung der Insur»
rection in den Niederlanden mit, nun
aber erhielt er die Erlaubniß, als deut«
scher Ordensritter zu Bonn sein Noviz»
jähr zu machen. Auf seinen Posten
zurückkehrend, wurde er Flügeladjutant
bei dem Feldmarschall Prinzen Coburg
und hatte wesentlichen Antheil — ja
ihm vornehmlich wird der Sieg zuge«
schrieben — am Gewinn der großen
Schlacht bei Neerwinden, 18. März
1793 fticht 1790, wie es bei Ritters-
berg heißt^; als nämlich eine feindliche
Colonne plötzlich auf unseren rechten
Flügel einbrach und ihr Vordringen auf
die Unseren sehr verderblich werden
konnte, stellte sich M. unaufgefordert an
die Spitze zweier Grenadier-Bataillone,
ging den vorrückenden feindlichen Co«
lonnen entgegen, griff sie entschlossen an
und warf sie auf ihren linken Flügel
zurück. Für diese Waffenthat zeichnete
ihn der Kaiser, als er die Meldung von
dem Siege nach Wien überbrachte, unmit.
telbar durch die Ernennung zum Oberst-
lieutenant im General» Quartiermeister.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon