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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 419 -
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Merz 419 Merz Ioh. H. Zedler, kl. Fol.) Bd. XX, Sp. <0?6. — Gothaisches genealogisches Taschen» buch der gräflichen Häuser (Gotha, Just. Perthes, 32«.) XL. Jahrg. (1867). S. 360. — Historisch-heraldischesHandbuch zum genealogischen Taschcnbuche der gräflichen Häuser (Gotha 1833. Iustus Perthes, 320.) S. 593.^ l Ein Valduin Franz von Meerfeld — ob mit der gräflichen Familie verwandt, ist nicht bekannt — lebte im uorigen Jahrhunderte als k. k. Hofrath in Wien, und hat sich sein An- denken durch seine letztwillige Verfügung er- halten. indem er mittelst Stiftbrief ääo. 3. Juni i?7t dem Iesuiten.Convicte in Wien nach dem Ableben seiner Gemalin die Summe von 26.230 si. zur Erziehung der Jugend ver- machte. Zu dieser Stiftung sind von guten Eltern ohne Mittel hinterlassene minderjährige Söhne berufen, welche so lange verpflegt und erhalten werden sollen, bis sie sich zu ver« sorgen oder zu ernähren im Stande sind. Acht Stiftlinge erhielten Mrlich 150 fl. Das Präsentationsrecht übt die nicderösterr. Regie« rung aus. ^Geusau (Anton Reichsritter v.), Geschichte der Stiftungen, Erziehungs» und Unterrichtsanstalten in Wien (Wien 1803, 8°.) S, 177/j Merz, Jacob (Maler und Kupfer' siecher, geb. zu Buch am Irtel im Kanton Zürich 7. August 1783, gest. zu Wien 2. October 1807). Der Sohn eineS armen Webers, dem der Orts« Pfarrer I . W. Veith. ein Freund und Kenner der Kunst, als er die Kunst' talente des Knaben erkannte, für seine Allsbildung behilflich war. Nachdem er bereits mit Fertigkeit zeichnete, kam er nach Zürich, wo er unter des tüchtigen Kupferstechers H. Lips Leitung sich in der Kupferstecherkunst vervollkommnete. Er bildete sich, um die Hand für einen festen sicheren Zug vorzubereiten, zuerst im Federzeichnen, und arbeitete Umrisse nach den besten Meistern, wie Golzius, Sadeler, Spranger u. A., dann erst begann er zu radiren und vollendete im Jahre 1800. 17 Jahre alt, das erste Werk mit dem Grabstichel, es war „Der Triumph des Amor" nach Domini« chino. So hatte er drei Jahre unter der Leitung seines Meisters zugebracht und in dieser Zeit manche schöne Arbeit, vor« nehmlich fleißig ausgeführte Zeichnungen in Lavisfarbe, vollendet. Da er sich durch seine Arbeiten so viel erworben, daß er, um sich weiter in seiner Kunst zu vervollkommnen, reisen konnte, begab er sich im Jahre 1802 nach Wien. Daselbst besuchte er die Akademie der bildenden Künste, und hier erwachte auch seine Vorliebe für das Bildnißmalen, das er bald mit großem Erfolge betrieb. Dabei setzte er auf der Akademie seine Studien nach der Natur auf das Eifrigste fort, vollendete auch in der ersten Zeit eine ganz vortrefflich gelungene Copie des Bildnisses der Prinzessin „IMella d'GZte" von Tizian. Aber auch den Grab« stichel vergaß er nicht und radirte mehrere Blätter für Martin Fischer's M . IV, S. 244^> „Darstellung des Knochenbaues von dem menschlichen Körper" (Wien 1806, Fol.), welche geätzt sind und durch große anatomische Genauigkeit sich aus» zeichnen. An dem Erzherzoge Kar l fand M. einen großen Gönner, der ihn mch« rere Male durch beträchtliche Geldge« schenke unterstützte. Auch begleitete M. als Zeichner eine Fürstin Grassalko» vitfch auf einer Reise durch Umgarn bis an die Grenze Galiziens. Aber der Künstlerneid spielte ihm mit einem Male einen ganz argen Streich. Im November 1803 wurde er eines Tages, indem er als politischer Raisonneur denuncirt worden, aufgehoben und unter die Recruten gesteckt. Erst den Bemühungen seiner Freunde, vornehmlich aber jenen der Fürstin Schwarzenberg gelang es, ihn durch den Beweis seiner Unschuld zu retten. I n Wien wurde M. auch mit dem eben damals anwesenden Bildhauer 27*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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