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42t Mschutar
sich in Abdrücken vor und nach der
Schrift, in Aetzdrucken auf weißem und
farbigem Papiere, und in den verschie-
densten Formaten finden, verrathen eine
sichere, gewandte Hand. die jeden Ge«
genstand in charakteristischer Weise aus»
zuführen verstand.
Veith (I . W.), Notizen aus dem Leben von
I. Merz (Tübingen 1810. 8o.. mit dem Bild.
nisse des Künstlers). — Vertu ch (Karl),
Bemerkungen auf einer Reise aus Thüringen
nach Wien 1803. 2 Hefte (Weimar 1808, 8«)
Heft I, S. 102. — Nagler (G. K. Dr.).
Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München
1S39. Fleischmann. 8°.) Bd. IX, S. 156. —
Die Künstler aller Seiten und Völker. Be<
gönnen von Prof. Fr. Müller, fortges. von
Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1860, Eb»
ner u. Seubert. gr. 8<>.) Bd. III, S. 79. —
Porträte. 1) H. Lips so. (12°); — 2) Merz
x., H. Lips «o. (80).
Merz, siehe auch: Mertz lS. 410^.
Ms^zros äs Vodü-Naar os Nagy
Lütse, Ignaz. Unter diesem Namen
führt Alerius Horanyi im 2. Bande
seiner ^Nomoria NunFarorum, st ?ro-
I>. 667) einen magyarischen Schriftsteller
auf. Ein solcher dieses Namens hat nicht
eristirt und lautet der richtige Name
Ignaz Möszär o s ssehe diesen .^
Meschutar, Andreas (Bischof von
Sardica und Sectionschef im Mini-
sterium für CultuS und Unterricht, geb.
zu Selo in Kram 17. November 1791,
gest. zu Baden bei Wien 13. December
1865). Die unteren Schulen, das Gym»
nasium und die philosophischen Jahr«
gange besuchte er in Laibach, wo er auch.
um Theologie zu studiren, in's Seminar
trat. Nebenbei betrieb er aber mit sol-
chem Eifer das Studium der franzöfi'
schen Sprache, daß er in den Jahren
1812 und 1813, als Illyrien französisch
war, in der bischöflichen Kanzlei zu Laihach für die französischen Geschäfts-
Verhandlungen angestellt wurde. Im
Jahre 18l4 wurde er Priester und noch
im nämlichen Jahre Katechet an der
Laibacher Normal'Hauptschule, im Jahre
1817 Director derselben und Professor
der Katechetik und Pädagogik für die
Theologen deS 4. Jahrganges; im Jahre
1824 Domscholaster an der Kathedrale
kirche in Trieft und General. Schulin»
spector für die küstenländischen Diöcesen,
im Jahre 1830 Gubernialrath, geist«
licher und Studim»Referent in Trieft; im
Jahre 1833 Hofrath bei der vereinigten
Hofkanzlei und Beisitzer der Studien»
Hofcommission und in Iustizgesetzsachen,
im Jahre 1833 Sectionschef im Mini-
sterium für Cultus und Unterricht. Im
Jahre 1860 trat er nach 46jähriger
Dienstzeit in den Ruhestand. Die höchst
verdienstvolle Wirksamkeit M.'s wurde
durch verschiedene Würden und Aus»
zeichnungm anerkannt; so wurde er im
Jahre 1836 Titular-Propst von Ardag-
ger, im Jahre 1880 Ritter des kön. ung.
St. StephawOrdenS und im Jahre
1333 Bischof zu Sardica. mehrere Uni.
versitäten ehrten ihn durch Uebersendung
des Ehrendoctor-Diploms. viele wissen-
schaftliche und Agricultur.Vereine durch.
Aufnahme in die Zahl ihrer Mitglieder.
Alle diese Ehren gewinnen noch höhere
Bedeutung, wenn man erwagt, daß sie
von M. ungesucht, ja vielmehr gemieden
und eine reine Huldigung für den Mann
waren, der für alle Zeiten das Muster
eines Staatsbeamten bleiben wird. Mit
gründlichen wissenschaftlichen und Sprach-
kenntniffen — er sprach außer der deut«
schen und slovenischen Sprache fertig
griechisch, lateinisch, französisch, italienisch
und englisch — ausgestattet, und sonst
vielseitig gebildet, war er unermüdet
fleißig, gewöhnlich des Sommers um 3,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon