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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 427 -
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Mesmer 427 Mesmer mitten mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860, Mvr. R^th. 8".) Bd. VII, S. 426—447 senthält ausführliche Nachrichten über dies, alte Familie, welche ihren Ursprung bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück führt; S. 438 gibt Nachrichten über den obil gen General Joseph M., nach welchen er yar erst im Jahre l84? zu Gratz gestorben wäre). — Hirtenfeld (I.), Der Militav Maria Theresien»Orden und seine Mitglieder (Wien 1837. Staatsdmckerei. 4°.) S.670, 380. 1743 u. 1746. — (Horniayr's Archiv) für Geographie, Historie, Staats» und Kriegskunst (Wien, Ioh. Strauß. 4".) IV. Jahrg. (!8i3). Nr. 131 u. 132, in der Rubrik „Kriegsscenen". — Erneuerte vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat (Wien, 4".) Jahrg. 1815, S. 542. — Porträt. Ein solches im Holzschnitt, ohne Angabe des Zeichners und Xylographen, befindet sich auf S. 694 des ungarischen illustrirten Blattes: „ 1887. Mesmer, Franz Anton, öfter auch Franz allein (Arzt und Naturfor» scher, geb. zu Itzmang am Rhein im Großherzogthume Baden 23. Mai 4734, gest. zu Meersburg am Bodensee 3. März 4813). Sein Vater war fürst- bischöflicher Revierjäger zu Ittendorf, der Sohn kam noch in seinem Knabenalter nach Wien, wo er nach beendeten Gym» nafial' und philosophischen Schulen die Arzneiwifsenschaft studirte und im Jahre 1766 daraus die Doktorwürde erlangte. Schon in der aus diesem Anlasse heraus' gegebenen Inaugural-Differtation „Ds ^/ansi^nnz enM^z" stellt er die Ansicht auf und sucht sie auch zu entwickeln: „daß die Planeten, gleich wie sie Wechsel» weise auf sich wirkten, auch auf die belebte Schöpfung, und namentlich auf das Nervensystem, vermittelst eines fei» nen unsichtbaren und immer fortströmen» den Fludiums, das alle Körper durch» dringe und durch das ganze Universum verbreitet sei, ihren Einfluß äußerten". Die Ansicht, im Grunde nur eine Ver- Mischung Newtonischer Entdeckungen mit allerlei astrologischen Träumereien,brachte nicht jene Sensation hervor, welche M. erwartet haben mochte; er ging also einen Schritt weiter und webte die dem Magnet innewohnende Eigenschaft, dem man damals viele Kraft in Hinsicht auf Krankheiten zuschrieb, in seine Lehre hinein. Das gelang ihm auch, und da er denn auch nach dieser seiner neuen Manier einige gelungene Curen aus« geführt hatte, so wuchs sein Ruf und der Andrang zu ihm wurde alsbald sehr groß. Nun aber kam er in Conflict mit dem berühmten Jesuiten und Astronomen Maximilian Hell, der sich gleichfalls mit mineralisch.magnetischen Curen ab« gab, und behauptete: Mesmer pfusche ihm nur nach. Das ließ sich Mesmer nicht nachsagen, und indem er behaup« tete,' Hell wolle ihm die Ehre seiner Entdeckung rauben, erklärte er, um sich für die Folge von solchen Einsprüchen zu sichern: Er bedürfe des Magnets zu seinem Heilverfahren gar nicht mehr, sondern ihm reiche die in dem thierischen Körper von Hause aus sich befindende magnetische Kraft, folglich statt deS mineralischen Magnetismus der ani> malische, vollkommen hin. M. setzte nun mit diesem neuentdeckten Agens feine Wundercuren einige Zeit fort, ohne jedoch unangefochten zu bleiben. - Es kann nicht geläugnet werden. daß er manche glückliche Cur ausführte, wo« durch die Zahl seiner Bewunderer wuchs, aber die Facultat sah die Dinge doch mit anderen Augen an, und Mesmer selbst leistete, da auch das Gelungene nicht selten dm unverkennbaren Stempel des CharlataniSumS und der Uebertrei« bung an sich trug, der gelehrten Corpo« ration zu ihrem Mißtrauen in seine neuent« deckte Heilkraft genügenden Vorschub. Vornehmlich aber war es der kais. Leib«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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