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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 434 -
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Seite - 434 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Messen Häuser 434 llejsen Häuser sein Humanitätsgefühl duldete es nicht länger, einen so begabten intelligenten jungen Mann unter der rohen Kama» schenzucht verkümmern zu lassen. M. wurde in Folge dessen im Jahre 1833 zum Fähnrich im Regimente Don Pedro befördert. Ueberdieß soll auch die Hof. schauspielerin Z e i n e r, die mit Messen- hauser durch dessen Mutter verwandt gewesen sein soll. eS nicht an Verwendung für ihn haben fehlen lassen. Durch die Beförderung zum Officier wurde M.'S Ehrgeiz und Wissensdrang noch mehr ge> steigert; all seine freie Zeit verwendete er zu wissenschaftlicher Ausbildung, und da» mals schrieb er eine Geschichte des Alter« thums in zehn Bänden, die er vergebens einem Verleger znm Drucke anbot, durch deren Bearbeitung er aber, den wenn« gleich langwierigen, jedoch sicheren Weg eingeschlagen hatte, sein historisches Wis- sen zu lautern und zu bereichern. Früher schon war er durch die Werke Byro n's, die er in der Original spräche lesen gelernt, zu kleineren poetischen Arbeiten angeregt worden; so entstand, während er seine Weltgeschichte schrieb und sich an den großen Charakteren des Alterthums erquickte, auch ein dramatisches Werk: yVemllZthenez. Ein Cranerspill. in um Arten" (Wien 1841, Strauß. 8«.), das eher eine dialogisirte rhetorische Abhandlung, als eine dramatische Dichtung ist. Im Jahre 1839 gelang es ihm, von seinem damals in Galizien stationirten Regi» mente zu Hoch. und Deutschmeister ver» setzt zu werden, welches im folgenden Jahre als Garnison nach Wien kam. Damals wurde M. auch zum Unter, lieutenant befördert. I n Wien bot sich ihm nun bald Gelegenheit zu Anknüpfung litrrariscker Bekanntschaften, er trat mit Saphir in Verbindung und schrieb für dessen Journal „Der Humorist" Novel. len, Erzählungen und Gedichte. Auch sein Oberst ertheilte ihm den Auftrag, die Geschichte des Regiments Hoch« und Deutschmeister zu schreiben, denn eine frühere war im Brande zu Grunde gegangen. M. unterzog sich dieser Arbeit mit jenem Eifer, mit dem er Alles erfaßte, was er unternahm, und stellte aus den Acten des kais. Kriegsärchivs, wie auS den mündlichen Ueberlieferungen der damals noch lebenden älteren Offi» ciere des Regiments eine recht verdienst, liche Arbeit zusammen. Sie wurde auch von M.'S Obersten beifällig aufgenou> men und M. zum Oberlieutenant beför- dert. Im Drucke ist diese Geschichte nicht erschienen und es wird sich wohl die Handschrift im Regimentsarchive befin« den. Um jene Zeit erregten eben die Geheimnisse von Paris von Sue die Aufmerksamkeit der Lesewelt, und der leicht erregbare M. faßte sofort den Plan, die Geheimnisse von Wien zu schreiben. Er machte zu diesem Zwecke ordentliche Studien über die Zustände des niederen Volkes, besuchte Werkstätten, Wohnun- gen der Fabrikarbeiter und des Elends, Schenken aller Art. aber die zahlreichen Nachahmungen, welche alsbald nach Erscheinen des Originals den Bücher» markt überschwemmten, und nur zu deut» lich zeigten, wie jämmerlich es damals noch mit der Mache des deutschen Ori- ginal'Romans bestellt war, veranlaßten ihn, diesen Gedanken aufzugeben. Die politischen Verhältnisse im Jahre 1846 hatten einen Garnisonswechsel einzelner Regimenter zur Folge. Zu diesen gehörte Hoch- und Deutschmeister, und M., der sich in Wien literarischer Seits schon sehr behaglich zu fühlen begann, mußte mit seinem Regimente im genannten Jahre nach Galizien marschiren, wo neuerdings ein längst vorbereiteter Auf»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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