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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
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Messenhauser Mejfenh auser vermocht. Wenn ihnen aber auch keine literarische Bedeutenheit zugeschrieben werden kann, so tragen sie doch ganz das Gepräge seineS streng sittlichen Cha. rakters. verrathen ein gutes Erzähler- talent, daS Streben, einen eleganten Styl zu schreiben, dem man freilich hie und da ansieht, daß eS ihm nicht so leicht war, und sind alS Anfange einer Thätigkeit, die zu Bedeutenderem Anlage hatte, immerhin beachtenswerth. Zum Schlüsse muß auch eine irrige Angabe, welche im Jahre t847 sich in die meisten deutschen Blätter eingeschlichen hatte, und welcher zufolge Messenhauser als Verfasser deS damals vielberufenen „Tagebuch eines Officiers der westgalizischen Armee" bezeichnet wurde, berichtigt werden. Messenh auser hatte diese Schrift nicht verfaßt, sondern der Autor der» selben iftMessenhauser's nachheriger Biograph, der damalige Lieutenant Nitschner, der zu jener Zeit als Adju» tant des Feldmarschall.Lieutenants W e tz> lar in Tarnow sich aufhielt. Zur Biographie Messenhauser's. (Friedmann, Bernhard) Messenhauser; biographisches Denk« mal für Freunde und Gegner, von einem ver« trauten Freunde des Verewigten (Leipzig 1849. 12«.). — Nitschner ( I . F.). W. Mes. senhauser; sein Leben, sein Wirken und sein Ende; biographisches Denkmal (Wien 1849, 8<>., mitPortr.). — Blätter für literarische Unterhaltung (Leipzig. Blockhaus, 4°.) Jahr« gang !849, Nr. 20l. S. 30t u. f.: „Wenzel Messenhauser. Ein Lebensbild". Von I . G e< gendauer.-—Neuer Nekrolog der Deut» schen (Weimar, Bernhard Friedr. Voigt, 8".) XXVI.Jahrg. (1848). S. 920. - Die Dcto< bertage Wiens. Eine historische Darstel, lung vom Standpuncte des Rechtes und der Wahrheit (Leipzig 1848. 8») Enthält eine Tarstellung seines Processes). — Dunder (W. G.)> Denkschrift über die Wiener Octo. ber>Revolution. Ausführliche Darstellung aller Ereignisse, aus amtlichen Quellen geschöpft, mit zahlreichen Urkunden begleitet u. s. w. (Wien l849. gr. 8".). ^Eine mit Vorsicht zu benutzende, aber ihres reichen Details wegen sehr schätzenswerthe Quelle. Die Stelle auf S. 346, welche Messenhauser mit der an Latour begangenen Schandthat in psycho. logischen Zusammenhang zu bringen sucht, ist geradezu niederträchtig.^ — Wandere r (Wiener polit. Blatt) 1867. Nr. 127.- „Aus den Erinnerungen eines Soldaten. Ein öster- reichischer Soldatenbub". — Die Geißel (Wiener Witzblatt, 4«>.) 1848, Nr. 120: ,Mes< senhauser" ^enthalt eine Berichtigung von Mathias Koch, den uon diesem mit 60.000 fl. bezifferten Nachlaß Messenh au ser's betref. fend, welcher sich nach der Hand auf die be» scheidene Summe von 190 fl. herabminderte. Das Uebrige sind Koch's Ansichten über die Ursachen des Todes Messenhauser'^; — dasselbe B la t t 1848, Nr. 30: „Der radi. kale Prophet vom 19. Juni 1848 oder W. Messenhauser" sanläßlich des im „Radikalen" erschienenen Aufsatzes von Messenhauser: „Feldmarschall Radetzky und der Krieg in Italien", mit welchem M. zuerst den Unmuth des Militärs gegen sich gereizt hatte^. — Steg er (Fr. Dr.), Ergänzungsblätter (Er< gänzungs-Conversations-Lerikon (Leipzig und Meißen gr. 8<>.) Bd. V, S. 420. — Wiener Theater»Zeitung. Herausa, von Adolph Bäuerle Damals führte das Vlatt den Titel: Oesterreichischer Courier) (Wien, gr.40.) 1848. Nr. 276 u. 279: „Messenhauser's letzter Garde- befehl". — Spr inger (Anton), Geschichte Oesterreichs seit dem Wiener Frieden 1809 (Leipzig 1864 und 186ä. S. Hirzel, gr. 8".) S. 668. — Gott schall (Rud.). Die deutsche National-Litcratur in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts (Breslau 1861, Trewendt, 8«.) Zweite Auflage, S. 354. — Schütze (Karl), Deutschlands Dichter und Schriftsteller uon den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart (Berlin 1802, Albert Bach, 8".) S. 228 l^ nennt seinen Geburtsort irrig Preß» nitz (statt Proßm'tz) in Mähren). — Laube (Heinrich), Das erste deutsche Parlament (Leipzig 1849. Weidmann'sche Buchhandlung, 8«.) Bd. I, S. 133 ^gibt in objectivster Weise mit wenigen Worten das treffendste Bild Messenhauser'5. „Neben mir", schreibt Laube, „stand längere Zeit Messenh au» ser, der mir aus seinen fernen Garnisons» orten Novellen'Manuscripte nach Leipzig zu schicken Pflegte, Manuscripte von bedenklicher Breite und Länge, von blumiger Ueber- schwenglichkeit und von unmoüvirten heroi» schen Wendungen. Jetzt schon hatte er seinen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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