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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 454 -
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Meßner 484 Mefter aufgab und ausschließlich als Schrift- steller thätig zu sein begann. Nun erschie» nen in der „Bohemia", in den „Erin- nerungen", im „Familienbuch des österreichischen Lloyd" und in anderen belletristischen Blättern der Monarchie seine Erzählungen und Novellen, wie z. B. im erstgenannten: „Wald'Much", — „Kleine Götter". — „Andres, der Kochelmann" u. a.. und auch manches gemüthliche Gedicht. Größere Arbeiten fanden aber in Kober's „Album. Bibliothek deutscher Original-Romane" Aufnahme, und zwar „Der Primator", in einem Bande, — „Zwei Brüder", früher bereits bei Hübner in Leipzig. 1854, in drei Bänden, — „Treu. Eine einfache Geschichte" . — „Margaretha Maultasch" , — „Die Handwerksbur« schen", — „Die Waldgeschichten"; jeder der vier letztgenannten in einem Bande. Meßner besaß ein ursprüngliches, nicht gewöhnliches Erzähler»Talent, das mit nicht gewöhnlicher Leichtigkeit produ« cirte. Seine Bilder und Geschichten aus dem Böhmerwalde sind frisch und lebensvoll gezeichnet, und gibt er darin seinem Landsmann Rank gar nicht, oder doch nur wenig, nach. Er würde, wenn er sich Ruhe gegönnt hätte, jeden» falls Bedeutenderes geschaffen haben, denn die Hast des Producirens sieht man seinen Arbeiten leider und nur zu sehr an, wie denn auch der Mangel einer ordentlichen Durchbildung nicht immer zu verdecken ist. Er starb — erst 38 Jahre alt — in zerrütteten Vermö« gensverhaltniffen. Sein Nachlaß enthielt außer einigen Gedichten nichts Beiner» kenswerthes. Aus der Herausgabe seiner gesammelten, hie und da zerstreuten Erzählungen und Gedichte sollte ein ein« facher Leichenstein beschafft werden. Es ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt, ob der Antrag verwirklicht worden. Bohemia (Prager Unterhallungsblatt, 4<>.) 1862, Nr. 9, S. 84. — Presse (Wiener polit. Blatt) 1862, Nr. 10. — Fremden. B la t t . Von Gustav Heine (Wien, 4».) 1862, Nr. 11. — 1. Einen Meßner. der ein Schüler des berühmten Meytens und ein sehr geschickter Bildnißmaler gewesen, führt Dudik in seiner Abhandlung: „Kunst« schätze aus dem Gebiete der Malerei in Mäh. ren" an. welche in Schmidl's „Oesterrei< chischcn Blättern für Literatur und Kunst" (Wien. 4°) 1844. S. 593 u. f.. abgedruckt steht. Daselbst heißi es S. 608, daß Meßner zu Wien, im Jahre 1774 oder 1775 gestorben, und daß im Orte Katschitz (Znaimer Kreis) in der Pfarrkirche das Altarbild, den h. Wenzel vorstellend, von ihm gemalt sei. Nach sorg< fältiger Prüfung stellt es sich heraus, daß unter diesem Meßnerder Bildnißmaler Franz Mesmer, auch Meßmer, aus Antholz in Tirol gebürtig, gemeint sei. über den Nähe- res bereits S. 433 dieses Bandes Mitgetheilt worden. — 2. Noch ist ein Wachtmeister des Kürassier-Regiments Nr. 5, Namens Michael Meßner. erwähnenswerth, dem mehrere Tausend Kameraden Befreiung aus der Kriegs» gefangenschaft verdanken. Es war während der Schlacht bei Leipzig, als der kriegsgefan» gene Wachtmeister Michael Meßner mit noch 5000 Gefangenen der alliirten Heere, worunter viele Officiere, nach einem bestimm« ten Orte transportirt wurden. Am 20. Octo» ber, als Meßner allnrte Truppen in der Nähe des Transportes vermuthete, ranzionirte er sich selbst, um die übrigen Kriegsaefange- nen zu retten. Er entkam auch glücklich, stieß auf preußische Huszaren, denen er die Lage der Gefangenen und wo sie zur Zeit sich be« fanden, meldete. Die Preußen griffen, ohne zu säumen, die Bedeckungen an, hieben sie theils nieder, nahmen sie theils gefangen und machten die Kriegsgefangenen alle frei. Meß< ner wurde für seine Herzhaftigkeit und Klug- heit mit der silbernen Medaille ausgezeichnet. lDer Kamerad (Wiener Soldatenblatt) 1866. Nr. 19, S. 153.) Mester, Stephan (gelehrter Theo- log, geb. zu Gyöngyös im Jahre 1813). Nachdem er in seinem Geburts» orte die Gymnastalstudien beendet, trat er im Jahre 1832 zu Erlau in das
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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