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Mefter 488 MszÀros
bischöfliche Seminar, wo er die philo»
sophischen und theologischen Studien zu>
rĂŒcklegte. Im Jahre 1838 zum Priester
geweiht, trat er nun in die Seelsorge,
und zwar zuerst als Eaplan zu Szikalom,
spÀter zu Egyek. Zu gleicher Zeit begann er
alsSchriftsteller auf theologischem Gebiete,
und zwar in populÀrer Richtung thÀtig
zu sein. Er arbeitete damals fĂŒr das
Beiblatt des Hirnök, fĂŒr daS â823.2a-
Ă€uiik", d. i. Jahrhundert. Im Jahre
4841 kam er von Egyek als Schul-
Inspector nach Erlau, wo er zugleich
das Lehramt der Naturgeschichte fĂŒr
einen kranken Collegen supplirte. Im
Jahre 1843 wurde er ordentlicher Pro.
fessor an der PrÀparanden«Anstalt des
Comitates, kam aber noch im nÀmlichen
Jahre in gleicher Eigenschaft nach MiS-
kĂ€lcz. wo eben die neu gegrĂŒndete PrĂ€.
parandie in's Leben trat. Indem er vier
Jahre auf diesem Posten thÀtig war,
wurde er von der Regierung in's Aus«
land gesendet, um die Lehrer-Seminarien
in den deutschen Staaten, vornehmlich
in Bayern kennen zu lernen. Indessen
blieb er fortwÀhrend literarisch thatig,
und arbeitete ĂŒber das Schul- und
Erziehungswesen, mit nÀchstem Hinblick
auf sein Vaterland, in der kirchlichen
Zeitschrift NsliFio und in anderen ver-
wandten BlÀttern. Diese AufsÀhe fanden
aber nicht den Beifall der Bewegungs«
partei, mit welcher er in den Comitats»
Versammlungen zu MiskÀlcz manchen
harten StrauĂ zu bestehen hatte. I n der
Folge schrieb er meistens fĂŒr das Iour«
nal Nein26ti ii^ÀF und gewöhnlich
anonym. Im Jahre 1847 veröffentlichte
er die durch eine politische Tagesfrage
veranlaĂte Flugschrift: â
") d. i. Anflch«
ten ĂŒber das AbstimmungSrecht der Capitel, Aebte und Pröpste, in welcher
er, auf die Grundsahe Christoph B eke'S
gestĂŒtzt, die Frage von historifch.poli«
tischem Gesichtspuncte erörtert. Im
Jahre 1848 zog er sich von aller öffent-
lichen ThĂ€tigkeit zurĂŒck und wirkte zu
SÀ.jo»Vamos in der Seelsorge, wo er
sich noch im Jahre 1836 befand. I n
diese Zeit fÀllt seine Bearbeitung des
Lehrbuches der katholischen Religion von
K. Mar t in , welches unter dem Titel:
âAa?Ho?l'<n SsH i^c» öanHön^v", 2 BĂ€nde
(Erlau) vom ungarischen St. Stephan«
Verein herausgegeben worden ist.
d.i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Joseph Danielit(Pesth 1836, Gustav
Emich, 8°.) Theil I, S. 324.
MbszÀ.ros, Emerich (Schulmann
und Pfarrer, geb. zu MuzslÀn,
einer im Komorner Comitate gelegenen
Ortschaft, im Jahre 1311). Die unteren
Schulen besuchte er 1821â1828 in
seinem Geburtsorte, darauf bezog er daS
Mnasium in Erlau und trat dann als
Seminarist des Erlauer Comitates in
das Collegium von GroĂsteffelsdorf
(Nagyszombat). in welchem er die philo«
sophischen und theologischen Studien
beendete. Im Jahre 1834 erhielt er die
Priesterweihe und trat nun zunÀchst als
Caplan in die Seelsorge. Nachdem er
zwei Jahre in derselben thÀtig gewesen,
erhielt er im Jahre 1836 am Lyceum
zu GroĂsteffelsdors daS Lehramt der
ungarischen Sprache und Literatur,
wurde zugleich Kanzelredner und Sckul»
aufseher, im Jahre 1837 Katechet, im
Jahre 1840 Professor der Physik, in
welcher Stelle er bis 1843 verblieb,
dann zum Notar des Bischofs von Erlau
ernannt, wurde er schon m kurzer Zeit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon