Seite - 457 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Bild der Seite - 457 -
Text der Seite - 457 -
43?
Mann verloren." Nach dem Tode des
Erzbischofs lebte M. zurückgezogen und
der Literatur sich widmend in Ofen.
Von ihm sind folgende Werke im Drucke
erschienen:
, d. i.
Seltsame und merkwürdige Geschichte
eines zur Zeit der Zurückeroberung der
Stadt Ofen in das Gefängniß der
Christen geworfenen türkischen Frauleins
NamenS Kartig am (Preßburg 1772,
8o.). diese Schrift fand solchen Beifall,
daß in verhältnißmäßig kurzer Zeit, in
den Jahren 1780 und 1793, zwei neue
Auflagen folgten. Es ist eine jener
moralisirenden Geschichten, wie sie zu
Anfang des laufenden Jahrhunderts so
beliebt waren, eine im Gewände einer
Erzählung, an der überdieß der schöne
ungarische Styl gerühmt wird, ausge»
führte Unterweisung, wie der Mensch daS
Geschick ertragen soll. Ein zweites, unter
dem Titel:
nsmss m>«>-
d. i. Lehrreiche Briefe, welche Frau
Montier an ihre Tochter geschrieben
(Pesth 1793, 8».), erschienenes Buch, ist
als eine Uebersetzung aus dem Deutschen
bezeichnet. Das Original dürften aber
wohl die von L>ano. ä'
ä'Napponaourt äarns äs
herausgegebenen „I^OttrsL ä'uri6
vi6nn6" sein, von denen seit ihrem ersten
Erscheinen (1749) zahlreiche neue Auf-
lagen und Uebersetzungen in allen gebil.
deten Sprachen erschienest sind. Einzel»
nen Auflagen sind noch die ^I^sttres
ä'^sa" beigefügt, welche aber nicht von
Madame Graffigny, sondern von Lamarche Courmont, einem
merer des Markgrafen von Bayreuth
verfaßt sind. Nach einer mit diesen
letzteren vermehrten Auflage scheint die
deutsche Ausgabe bearbeitet gewesen zu
sein, welche M. seiner ungarischen Ueber«
setzung zu Grunde gelegt hat. Noch
gab M. das Werk: „M'nHsn essis^s
s?H/6sM MvLM?' HssHT-s^ins" u. s. w.
(Pesth 4793, 8".) heraus,' ein Buch,
welches seiner Zeit einem großen Bedürf«
niffe abhalf. Diesen Ignaz Möszäros
führt Alexius Horänyi in seinem
Werke:
Bd. I I , S. 807. unter dem irrigen
Namen: M6säzros auf.
kötst, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm.
lung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den
ersten ergänzender Theil (Pesth 1858, Gyurian,
8".) S. 197.
Mszaros de Szoboszlö, Johann
(k. k. Feldmarschall.Lieutenant
und Commandeur des Maria Theresien»
OrdenS, geb. zu Kun»Hegyes in
Ungarn im Jahre 1737, nach Anderen
bereits 1731, gest. zu Csomoköz in
Ungarn 17. November, nach Anderen
schon 21. September 1801). Entstammt
einer ungarischen Adelsfamilie, die zu
Anfang des 17. Jahrhunderts mit einem
Johann M. ihre Stammregifter be«
ginnt. Der in Rede
stehende Theresien»
Ritter Johann ist der Sohn auch eines
JohannM. (geb. 1688, gest. 19. Juli
1763) aus dessen Ehe mit Elisabeth
Iakä'Bajdän. Zu Anfang des sieben«
jährigen Krieges trat er als Cornet in
das 8. HuszareN'Regiment, während des
Krieges rückte er zum Oberlieutenant vor
und im bayerischen Erbfolgekriege war er
bereits Oberstlieutenant bei Wurmser-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon