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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 376 -
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Seite - 376 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18

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Mitscherling 376 Mittcrwrfer 1800). Sein Vater war k. k. Feldkriegs Secretär. Der Sohn besuchte anfänglich die Schulen in Agram und kam dann mit seinen Eltern nach Hermannstadt. I m Jahre 1793 trat er als Cadet in das Infanterie» Regiment Beaulieu, Schon im folgenden Jahre wurde er Lieutenant im ersten Walachischen Grenz» Regimente und im Jahre 1793 Ober- lieutenaut. Durch Tausch trat er in das Infanterie>Regiment Kinsky über, wel> ches damals am Rhein stand. Da der Hauptmann seiner Compagnio krank lag, übernahm M. das Commando derselben. Er kämpfte nun bei Neumarkt (21. August 1796). bei Eberach (28. und 29. August), in der Schlacht bei Würzburg (1., 2.. Z.September), wo er seines ausgezeichne- ten Verhaltens wegen belobt wurde. Im October wohnte er der Belagerung von Kehl bei. Im Frühlinge 1799. als das Regiment in Tirol stand, wurde er mit noch 84 Osficieren gefangen und nach Frankreich gebracht, wo er bis zum Juni g. I . blieb. Nun rückte er zu seinem Regimente, das schon in Piemont stand, ein, und wurde Ende g. I . Hauptmann. Er kam nun zur Besatzung in das Fort Bari. Mit noch einem Hauptmann hatte er dasselbe zu vertheidigen. Die Fran« zosen belagerten es, unternahmen zu wiederholten Malen den Sturm, wurden aber jedesmal zurückgeschlagen. M. zeichnete sich bei dieser Gelegenheit ganz besonders aus, selbst Bonaparte, da« mals noch General, anerkannte vor Ge« neral Melas, dem österreichischen Corps« commandauten, die Bravour der Be- satzung. Als endlich daS Fort der Ueber« macht übergeben werden mußte, wurde M. als Geißel dem General Chabran ausgeliefert und nach Thionville in Ver» Wahrung geschickt. Mitte November g. I . kehrte er wieder zum Regimente zurück. Er focht nun mit demselben in Italien. Bei Pozzuolo, am 23. Decem- ber, als er mit der Compagnie zum Kampfe vorrückte, tödtete ihn, einen der Ersten, die feindliche Kugel. Siebenbürgische Prov inz ia lb lä t te r (Hermannstadt t803, Maria Hochmeister, 8<>.) Bd. I, S. 277. Mitterdorfer, Joseph (Schriftstel. le r, geb. zu Lind in der Pfarre Gurk im Klagenfurter Kreise Kärnthens 1. No« vember 1783). Der Vater, Bescher eines Bauerngutes, ließ den Sohn über Zure- den deS Cisterziensers auS Victring. Wolfgang Schäffer, studiren. M. be- suchte nun das Gymnasium in Klagen« fürt, setzte in Gratz die Studien fort, hörte dort die ersten drei Jahre der Rechtswissenschaften, ging aber dann nach Wien. wo er das vierte im Jahre 1811 vollendete. Nun trat er bei dem Gratzer Magistrate in die Kriminal» PrariS und wurde nach abgelegter Richteramtsprüfung von dem Gurker Domcapitel als Justitiar und Bezirks» commissär auf der Herrschaft Gurk ange« stellt. Neben seinem amtlichen Berufe widmete er oie Muhe literarischen und landwirthschaftlichen Arbeiten, und trat n den damaligen vaterländischen Blat» tern, in der Car in th ia , in Sarto« ri's ^Malerischem Tafchenbuche" und „Oesterreichs Tibur" als Schriftsteller auf. Selbstständig gab er.Heiaus: „Oa- 2tnnill, lin TllZchrnlmch tnr GasteinZ AnrgllSte" . (Salzburg 1820. Duyle, 12".. mit 1 K.). Mchreres hat er in Handschrift vollendet, darunter eille Geschichte des Domstiftes Gurk; über das Eigenthümliche der karnthnerischen Unterthans. Verfassung; mehrere landwirtschaftliche Abhandlun» gen u. dgl. m. Oesterrei chische National» Encyklopä» die,herauSg. von Gräffer und Czikann
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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