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Mtterlechner 377 Mitterlechner
(Wien 1835, 3°.) Bd. V I , S. 338.
Ein Sebastian Mi t te rd orfer (geb. zu
Klagenfurt 18. Jänner 1686, gest. zu Steyr
12. Juli 1743) trat in jungen Jahren in den
Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er
die Studien beendete und die philosophische
und theologische Doctorwürde erlangte. Im
Iehramte verwendet, trug er durch 18 Jahre
zu Wien, Linz und Gratz Redekunst. Philo«
sophie und Theologie vor. Dann wurde er
Rector und versah folgeweise diese Stelle in
den Collegien zu Klagenfurt. Passau und
Steyr. Durch den Druck hat er folgende
Schriften in lateinischer Sprache veröffent.
licht: „^62 luemorahiiLZ Ver äooonQiuin
1710, Voi^t, 12«.); —
VII.
dituü" (il^iä. 1718, Zolimiä, 8«.);
orsotum" (ibiä. 1718,
tuuiu, victoli
a 1^60^0160
Moium« (Qrascji 172 l, 12«.); — „läsa
odi tsrl2!iu.6i, xai'L I. äs sxtsriori, I I . äs
tsriori s^ us labrioZ." (idiä. 1721, 12".); —
QSQLis oxkctis vstsri
I>äi-L I I . 8SU. LaoouwlU I I . 2. 1465 aä 1563"
(Visunids 1724, VoiFt, 8«.); ?a.rL II I . a.
1ä65 aä 1701« (ibiä. 1729, 8«.). Die zwei
folgenden Schriften: „Lakula kistoi-jam
e-Qli" (<Äia,soii 1721, 8"., ouin ÜF.)
und ^VloQna, aVLti-Ias iiandto la^nul ue-
I>oIiIV(i6u.0 DsVota, eto. oto." (Visnü^o
1724, 8".) werden von Einigen ihm, von
Anderen seinem Ordenscollegen Sigismund
Prembsel zugeschrieben. sstosFs?' ^ - ^ -^
U3 <Is2ii (Visnn^s 1835, I^ox. 8".) p. 231^
Mitterlechner, Franz (Bildhauer).
Zeitgenoß. Ein in Wien lebender Kunst-
ler, der daselbst seine Kunst ausübt, und
über dessen Lebens« und Bildungsgang
nur bekannt ist, daß er in Wien die Aka«
demie der bildenden Künste besucht und
sich in derselben für seine Kunst gebildet
hat. M. ist ein Mann in den besten
Jahren, und sein erstes öffentliches Auf.
treten reicht in das Jahr 1830 zurück,
in welchem er in der Ausstellung des Wiener Kunstvereins icn Akademiegebäude
bei St. Anna ein „PinMmr Augsitertl im
Geschirr" im Abguß und das „Porträt eines
Knaben", Büste aus Gyps, sehen ließ.
Nach einer Pause von mehreren Jahren
trat er im Jahre 1838 ebenda mit einer
größeren Gruppe, in Gyps, einen „Skla-
venhändler" vorstellend, auf, für deren
Ausführung im Carrara» Marmor er
230l) fl. und im bronzirten Zinkguß
230 fl. forderte. Vom Jahre 1861 an
begegnet man seinen Arbeiten häusiger
in den Monats-Ausstellungen des öster-
reichischen Kunstvereins, und waren unter
anderen dort zu sehen im genannten
Jahre im September: „Die Verweigerung",
Gypsgruppe; — 1862. im December:
das Project zu dem neu zu ernchtenden
Brunnen auf der Brandstätte, welches
er gemeinschaftlich mit einem zweiten
Künstler, Namens Franz Pokorny,
nach dem Entwürfe deS Architekten Th.
Hof fmann, ausführte, das aber nicht
angenommen wurde; — im österreichi^
schen Museum die Skizzen zu den Fi«
guren für den Wartesaal deS Aller»
höchsten Hofes am Nordbahnhofe, vor«
stellend die „Anstria" und die von der
Nordbahn berührten größeren Städte
„Wien", — „Nriinn", — „Groppau" und
„Nrakan". Zu Anfang des Jahres
1866 war er in der Vollendung des
großen Thonmodells begriffen für die
Marmorstatue des Herzogs Friedrich
von S achseN'Coburg, k. k. Feldmar-
schalls, die im Vestibüle des Waffen-
museumS im k. k. Arsenale aufgestellt
werden soll. Der Prinz, der sich alä
Feldherr und Diplomat einen Namen
gemacht, ist dargestellt in reicher Uniform
mit dem Federhute in der rechten und
einer Schriftrolle in der Unken Hand.
DieseS Monument läßt Herzog August
zum Gedächtnisse seines Großoheims
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon