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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 378 -
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Mltlerpach« 378 Mrtterpac^er errichten und war im Jahre 1867 seiner Vollendung nahe. Im nämlichen Jahre arbeitete M. auch an den Sandstein- Reliefs für die großen Bogenfenster an der Hauplfayade des Künstlerhauses, und in neuerer Zeit (1867) an den Modellen zu den allegorischen Statuen der „Neli- ginn", — „Eintracht", —„Massigkeit" und „Sünkbllrkeit", welche als 7 Schuh hohe SandsteiN'Figuren für die Fapade des neugebauten Versorgungshauses in der Alservorstadt bestimmt sind. Neber M.'S Bedeutung als Künstler schreibt in der „Neuen freien Presse" ein bewährter Fachmann, „daß seine Entwürfe Talent verrathen, allein ebenso sehr den Mangel guter Schule, in welchem Puncte fast alle jüngeren Bildhauer Wiens, welche sich mit ihrer Ausbildung an der Wiener Akademie begnügen, einander gleichen". Aus dieser Mittheilung ist denn auch zu entnehmen, daß M. bei seiner künstleri. schen Ausbildung sich auf den Besuch der Wiener Akademie beschränkt hat. IUustr i r te Zeitung (Leipzig. I . I . Wc. ber, kl. Fol.) Nr. N69. 23. November l863. S. 368, mit den Abbildungen der Statuetten drr Austrka und Vindobona. — Kataloge der Monats'Ausstellungcn des österreichischen Kunstoereins (Wien, 8») I86l, September Nr. 36; 1862. December Nr. 94; 1805. No. vember Nr. 52; 186k. Februar Nr. 49. — Wiener Zeitung 1365. Nr. l33, in der Rubrik: „Zur Tagesgeschichte". — Neue freie Presse (Wiener politisches Blatt) l86Z, Nr. 293; l866, Nr. 5l3. ?l4; 1867, Nr. 998, im Abendblatt, in den „Kunst, notizcn". Mitterpacher, Ignaz. Unter diesem Taufnamen erscheint in der „Nou-voUe Lio^rg.pQi6 Färi6r2.1o . . . publiäs 80U8 la äiryotion äo HI. Dr. II o 6 toi" (?2ri2 1855 ot 2., xr. 8".) lomo XXXV, x. 707, der gelehrte Abt Ludwig Mit- terpacher von Mitterburg, dessen Lebensgeschichte folgt. Mitterpacher von Ritterburg, Lud< wig (gelehrter Jesuit , geb. zu Bölye im Baranyer Comitate 23. August 1734, gest. 24. Mai 1814). Sein Vater war ungarischer Edelmann. Vis zum neunten Jahre wurde er im elterlichen Hause erzogen, dann kam er auf das Gym« nasium zu Fünfkirchen. Mit besonderem Eifer verlegte er sich daselbst auf die Erlernung der vorgeschriebenen Gegen« stände. Schon als Gymnasialschüler hatte er eine besondere Vorliebe für das Lehrfach, und mit reiferen Jahren nahm seine Lern- und Wißbegierde und der Vorsatz, sich einst zu einem tüchtigen Lehrer auszubilden, immer mehr und mehr zu. Im Jahre 1749 trat er am 18. Octo- ber in den Orden der Gesellschaft Jesu, im Jahre 1783 wurde er schon am Gym» nasium zu Oldenburg im Lehrfache ver« wendet, woselbst er die Anfangsgründe der lateinischen Sprache lehrte. Dann wurde er zur zweijährigen Wiederholung der mathematischen Gegenstande nach Wien geschickt, eine Begünstigung, die nur den Fähigsten dieses Ordens zu Theil wurde. Hierauf wurde ihm, 1738, das Lehramt der Rhetorik am Gymna» sium zu Raab übertragen, wo er auch zugleich zum kraosos Oon^rs^ationiL UarlaiiÄS ernannt wurde. Im folgenden Jahre wurde er abermals nach Wien geschickt, studirte daselbst durch vier Jahre die Theologie und war hierauf als Prä« fect im OolleFio kk2m2.nia.n0 angestellt, welches Amt er bis zum Jahre 1762 bekleidete. I m Jahre 1762 ward ihm das Erzieheramt des jungen Fürsten Ludwig von Bat thyany anvertraut und zugleich die Katechetenstelle an der Theresianischen Ritterakademie ertheilt. Vom Icihre 1762 bis 1774 lehrte er an dieser Akademie nebst der Religionswis« senschaft auch die Philosophie, und über-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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