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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 381 -
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Mitterrutzner 381 Miterrutzner 1837—1839, in Innsbruck, und hatte namentlich an Professor Dr. F l i r sBd. IV, S. 267^ einen vorzüglichen Gönner und Freund. Im Herbste 4839 begann er die theologischen Studien in Nrixen, wo damals Professor Gasser sBd. V, S. 98^. jetzt Fürstbischof von Brixen, und Fr. Ios. Rudi gier, jetzt Bischof von Linz, lehrten. Nebst den obligaten Fächern betrieb M. in den drei ersten Jahren mit Vorliebe auch die orientalischen Sprachen (hebräisch, ara bisck, syrisch und cbaldaisch). Im Jahre 4842 trat er in das regulirte Augustiner- Chorherienstift Neustift, und wurde nach Ablegung der Gelübde am 24. Septem- ber 1843 von Fürstbischof B. Galura M . V, S. 76^> zum Priester geweiht. Nach dem vierten theologischen Curse begab sich M. zu weiterer Ausbildung nach Rom, wo er — mit Unterbrechung im Jahre 4843 — fast durch zwei Jahre sich mit theologischen und linguistischen Studien, besonders der neueren Spra» chen, beschäftigte. Im Jahre 1846 er- hielt er die theologische Doctorwürde an der Sapienza. In die Heimat zurückge- kehrt, wurde er 1847 als Profcssor an das Gymnasium zu Brixen geschickt und seither meist zu den philologischen Fächern verwendet. In Rom Hütte M. den späte« ren apostolischen Provicar der katholischen Mission für Central-Afrika, Dr. Ignaz Knoblecher sBd. XII, S. 134). ken- nen gelernt, von woher sich das werk» thätige Interesse M.'s für diese Mission schreibt, wie er denn auch in den Ferien 1836 nacb Ggypten reiste, um 8 schwarze Zöglinge der Missionsschule zu Chartum zur weiteren Ausbildung nach Europa zu bringen. Durch die jahrelange Cor« rcspondenz mit fast allen katholischen Misstonaren in Central-Afrika und Be- nützung ihrer Manuscripte, sowie durch den mündlichen Verkehr mit dem 1863 nach Brixen gekommenen talentvollen Missionszögling Fr. X. Logwit- lo- IadH aus dem Stamme der Bari'Neger, war es^ihm in drei Jahren möglich, die Dinka« und Bari'Sprache gründlich zu studiren. Von literarifchen Arbeiten ha- ben wir von M.: „Immerwährender kathol. HanZKnlender tnr Kathal. Familien", 2 Quart- bände (Innsbruck 1848. Wagner), von M. ist die Kirchengesckichte, Legende, Erklärung der Ceremonien und die Be» schreibung Roms; daS Uebrige von Pro« ftffor Noth miller-, — „Neben dez ehrw. Nieners Gottes Vinrenz M. Strambi, Nizchllt lllln Nlarerllta und Talentina" (Schaff» hausen 1834. Hurter); — „llMatiolloz z«l U8M tllm. Aus dem Italienischen mn srutt i" , 4 Bände (Innsbruck 1885 und 1856. Wagner)'. — „Lebensbeschreibung des Alm? HllNer, apllstlll. Mizsmnärz in Ghartnm" (Innsbruck 1888, Wagner); — „Nben und Verehrung der h. Zlgnrs. Zlus öem Italieni- zchrn" (ebd. 1889. F. Rauch); — „Men des srl. (heil.) Paul uam Rrenze, Stifter« der Passillnisw" (ebd. 1889, F. Rauch); — „Nie Ninka-Sprache in Gentral-Äkrikn, Gram- matik, Gext und Wörterbuch" (Vriren 1866, Wagner); — „Nie Sprache der Nari in Centrlll-Akrikll. Grammatik, Ce t^ und Wärter- buch" (Brixen 1867. Wagner); — kleinere Schriften oder in Zeitschriften zerstreute Aufsätze, u. z. in den Katholischen Blättern aus Tirol, Jahrg. 1844: Der animal. Magnetismus und die Wunder Christi"; — imNeuenSion. Jahrg. 1847: „Hirtenbrief des Bischofs von Rio<Ianeiro. Grafen Iraja. Aus dem Portugiesischen übelseht"; - 1884: Das Glück der Völker, ein Ausfluß des Evangeliums. 12 Reden von Tavazzi. Aus dem Italienischen"; — „Gre> gor XVI. Eine Lebenöskizze«; — im Phönix (Innsbrucker Blatt) 1850:
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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