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Mitterruhner 382 Mtterftiller
„Erinnerung an Cardinal Mezzo>
fanti", auch separat abgedruckt; —
im Innsbrucker Gymnasial-Pro
gramme für 1831: „Leichte Methode
für Lateiner, italienisch zu lernen"; —
in den ^nnai i äeUs goien^b (Rom)
1852: „^naliLi äeil' opsra.: Insti-
tutionss latroloZias äsi Oottor
k'sLsier"; — im Brixener
nas ia l»Programme für 1836:
„Die rhätoladinischen Dialekte in Tirol
und ihre Lautbezeichnung"-, — in dem-
selben für 1861: „Geographische Noti-
zen aus dem apostol. Vicariate in Cen«
tral-Afrika". Von M. herausgegeben
wurde der schriftliche Nachlaß des 1837
verstorbenen Professors Al. Meßmer
I M . XVII, S. 430). und zwar: dessen
drittes Bündchen .Reiseblatter" (Inns-
brück 1838, Wagner); — „Erklärung
des Johannes-Evangeliums" (Innsbruck
1860, Wagner); — „Erklärung des
1. Korinther-Briefes" (Innsbruck 1860,
Nauch)'. — „Erklärung deS Galater-
Briefes" (Brixen 1862, Wagner); —
„Erklärung des Coloffer« und Iacobus-
Briefes" (Brixen 1863, Wagner); —
sowie dessen ^Introäuotio in lidros
^. ,7.« (Innsbruck 1838. Wagner) —
und endlich das von Vonbank verfaßte
Lebensbild Meßmer's in 2 Bänden
(Briren 1860-^1862. Wagner). Schon
im Jahre 1832 übersandte die Akademie
der katholischen Religion an M. das
Diplom eines ordentl.corresp. Mitgliedes.
Als Anerkennung seiner Verdienste um
die afrikanische Mission ließ ihm der heil.
Vater im Jahre 4836 ein eigenhändig
unterzeichnetes Schreiben und im Jahre
1863 durch Cardinal Barnabo eine
silberne Denkmünze zustellen. Se. Maje«
stät der Kaiser von Oesterreich ver»
lieh ihm in Anerkennung seiner Verdienste
im Lehramte, um die Wissenschaft und um die kath. Mission in Central.Ufrika
im Jahre 1866 das Ritterkreuz deS
Franz Ioseph-Ordens, sowie im Jahre
1867 die goldene Medaille für Kunst und
Wissenschaft. DaS „Institut ö'^lriyUO«
in Paris ernannte M. wegen der hervor«
ragenden Leistungen auf dem Gebiete
der afrikanischen Sprachenkunde zu sei«
nem „Ehren-Präsidenten".
Kleines biographisches Lexikon, ent«
haltend Lebensskizzen hervorragender, um die
Kirche verdienter Männer (Salzburg il>6l,
Endl u. Penker; später Znaim l861, Lenck,
8".) S. 83.
Mitterstiller, Simon Leopold Frei«
Herr (k. k. Oberstl ieutenant und
Ritter des Maria Theresien-Ordens, geb.
zu Wien im Jahre 1723, gest. ebenda
4. April 1792). Trat zu Beginn deS
Erbfolgekrieges als Freiwilliger bei dem
damaligen Regimente Kaiser«Dragoner
in die kais. Armee, machte mit demselben
die Feldzüge in Schlesien und Böhmen,
dann am Rhein und im Elsaß mit, und
zeichnete sich, während er bei dem Feld»
marschall Grafen Traun in Verwert»
Wendung stand, durch seinen Muth und
die Verläßlichkeit, mit welcher er die ihm
ertheilten Aufträge ausführte, so sehr
aus, daß ihn der Feldmarschall zum
wirklichen Hauptmann beförderte, ob«
gleich M. erst 22 Jahre alt war. Nun
kämpfte M. in den Feldzügen in Italien,
und erprobte auch da seine Tapferkeit
und Umsicht, insbesondere that er sich
aber bei Piacenza und Roddofreddo auf
das Rühmlichste hervor. Im oarauffol»
genden siebenjährigen Kriege war M. bei
Olmütz (1788) als Tranch6e-Major thä-
tig, führte bei dieser Gelegenheit mehrere
in das Genie« und Artilleriewesen ein»
schlagige Vorrichtungen mit besonderer
Klugheit und Herzhaftigkeit aus, lei»
tete auch mehrere kleine Ausfalle -mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon