Seite - 388 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
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Mittrovsky 388 Mittrovsky
von dem tapfern Bohus law, der gegen
die Türken kämpfte, das achtzehnte Iahrhun«
dert aber nennt nun der Reihe nach den Gra<
fen Max, k. k. General der Cauallrrie, den
Freiherrn Johann Nepomuk, k. k, Feld«
maischall.Lieutenant. den Freiherrn Anton
Ernst, k. k. General Major, der in den preu»
Ăźischen Kriegen das rechte Bein verloren, dcn
Grafen Joseph Anton, k. k. Feldzeugmei.
ster. einer der Ersten auf den Bastionen der
im Sturme genommenen Festung Schweidnitz
und Candidat deö Maria Theresien>Ordens,
der ihm jedoch nicht zu Theil geworden, und
Freiherrn Anton, k. k. Feldmarschall'Lieute.
nant. die alle entweder in den TĂĽrkenkriegen
der letzten Iahrzehnde des l8. Jahrhunderts,
oder in den Kriegen gegen PreuĂźen und in
jenen zu Anbeginn unseres Jahrhunderts gegen
Frankreich gefochten und sich ausgezeichnet
haben. Auch im Rathe des Monarchen als
Staatsmänner finden sich ihre Namen und
sind es vornehmlich zwei Mi t t rowsky.
die sich bleibender Erinnerung werth ge,
macht, der Appellationsgerichts'Präsident I o<
hann Baptist Graf M. und der Oberste
Hofkanzler Anton Friedrich Graf M.,
der erste und einzige Ritter des goldenen
VlieĂźes im Hause der Mi t t rowsky. Mit
welcher Liebe sie der Pflege der Wissenschaften
oblagen, dafĂĽr sprechen deutlich genug der
vorgenannte Graf Anton Fr iedr ich,
dann Graf Johann Baptist, einer der
ersten Humanisten seines eigenen Vaterlan»
des Mähren, und Graf Johann Nepo«
muk, den ein zu frühes Cnde der Natur«
Wissenschaft entriĂź, der er sich mit besonderer
Vorliebe zugewendet, Bemerkenswerth hin-
gegen ist. daĂź mit Ausnahme eines Einzigen,
des Freiherrn Gottfried, des ältesten Sohnes
des Freiherrn Ernst Mathias, der Prä.
monstratenser in Breslau war, kein Mit»
irowsky die geistliche Laufbahn erwählte.
Ja einer derselben, der Freiherr Kar l , der
anfänglich in die Gesellschaft Jesu getreten,
verließ später dieselbe, um im Staatsdienste,
und zwar im Bergwesen, gleich seinem Vater,
dem Freiherrn Johann Nepomuk, aus»
gezeichnete Dienste zu leisten. -^ Durch Heira.
then traten die M. mit den höchsten Familien
des deutschen, ungarischen und böhmischen
Adels in Verbindung, und sie sind verschwä»
gert mit den gräflichen Geschlechtern der P er>
gen, Kellersberg, Dietrich stein, Sa«
l is 'Z izers, Ugarte. Clam »G a ll as.
Wrbna. Zierot in, Hal l wei l , Kohäry und mit vielen anderen. Der Grundbesitz die-
ses Hauses hat durch Heirathen. Erbschaften.
Käufe vielfach gewechselt; zur Zeit besteht er
in Mähren aus den Allodial'Herrschaften
Pernstein und Bystrzih mit dem Gute Ro»
zinka, in Ungarn aus der Herrschaft Szar»
väs. welche sämmtlich der älteren gräflichen
Linie angehören, und aus der Herrfchaft
Myszowa in Galizien, im Jahre 1361 noch
Eigenthum der jüngeren gräflichen Linie.
Ueber das Mittrovsky'sche FamilieN'Fidei«
commiß vergleiche das Nähere, unter den
Hervorragenden SproĂźen des Her-
ren» und Grafengeschlechtes der M.,
bei Johann Nepomuk Karl . S. 390,
Nr. 11
(Quellen ^ur Genealogie, n) Handschrift-
liche. Freiherrn-Dipl om fĂĽr Maximi-
l ian von Mit t rovsky ääo. 2ft. Juni 1705.
— Freiherrn-Diplom für Ernst Ma-
thias uon M. ääo. 12. März 1716. —
G ra fen st ands» Dip lom für die Brüder
Mar imi l ian Ioseph und IobannBap-
tist Frriherrn von M. ääo. 11. September
1769. — Grafenstands. D ip lom für
Joseph Frecherm von M. ääo. 16. März
1767. — Verleihung der tirolischen
3 and Mannschaft ääo. 27. Juli 1837 — und
Gal i zisch es Indigenat ääo. 22. März
1826. — b) Gedruckte. Beschreibung der
bisher bekannten böhmischen Priuatmünzen
und Medaillen. Herausgegeben von dem Ver-
eine fĂĽr Numismatik in Prag. Beschrieben
von Hrinrich Ottocar Mi l tner (Prag, "4".)
I.Abtheilung: Personenmünzen. S, 361—367.
— Schriften der historisch'statistischen Sec<
tion der k. k. mährisch.schlesischen Gesellschaft
deS Ackerbaues, der Natur» und Landeskunde
(Brünn. gr. 8«.) I I I . Heft(i8A2). S. 3—4U:
„Die Grafen und Freiherren Mittrovsky uon
Mittrowitz und Nrmischl". uon Christian
d'Elvert. — Der altböhmische Adel
und seine Nachkommenschaft, nach dem drei<
ßigjährigen Kriege. Historisch-genealogische Bei»,
träge von Franz Vlasäk (Prag o. I. st 866^.
Styble. I2o.) S. ?5. — Oesterreichische
National«Encyklopädie von Gräffer
und Czikann (Wien 1835. 8".) Bd. I I I ,
S. 694; Bd. V I , S. 389. — Kneschke
(Ernst Heinr. Prof. I)r.), Deutsche Grafen'
Häuser der Gegenwart (Leipzig 1853, T. O.
Weigel, 80.) Bd. I I I , S. 122. — Derselbe.
Neues allgemeines deutsches Adels'Lexikon
(Leipzig. Voigt. 8«.) Bd. V I , S. 3l0. —
Großesvollständiges (sogenanntes Zed-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon