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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 392 -
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Mittrovsky 892 Mittrovsky verliehen worden, erhellt es, daß er läng^rc Zeit in Croatirn gewesen, dann heißt es in demselben: daß er die „Inwohner unseres Erbtönigreichs Croatien selbst ohne Schonung seines eigenen Vermögens zu unseren Feld« kciegsdiensten tauglich zu machen sich eifrigst bestrebt", dann, daß er in dem letzten preu» ßischen (dem "jährigen) Kriege bei allrn Gelegenheiten, in Feldfchlachten und Belage» rungen sich ausnehmend hervorgethan, und dem Feinde bei verschiedenen Erpeditionen, welche er durch seine Tapferkeit und Vorsicht glücklich ausgeführt, empfindlichen Schaden und Abbruch zugefügt, ferner, daß er drei Blesstiren empfangen und gefangen gewesen. Der Graf war dann commanoirender Gene» ral im Banate. Er starb zu Vrünn im Jahre 1782 und fand srine Ruhrstätte in der Kirche zu Rossoch auf seiner Herrschaft Bystrzitz und und No^inka, welche er von seinen Vlüdern und Neffen im Jahre i?58 vertragsmäßig über» nommen hatte. Bemerkenswert!) ist die Grab« schritt, welche er sich setzen ließ und die kurz fol- gendermaßen lautet: Uio Hacst pscoatoi'nm iQkxiiniis U2.xiiui1ill,uu8 ^oliftptiuü 2Iit- tro^älci, uatuä 30. üla^i 1709, odiit Iii'UQ2,u 18. ^anuarii 1782. Der Graf war zweimal verheirathet, zuerst mit Naria Tljerejnt Gräsin heuLlcr vun hcilersheim (gest. l739), dann mit Maria I^scplja Gräsin Cyorinükg, uer> witwetcn Gräfin hallweil, welche zu Tcmcs» vär im Jahre l??0 starb. Nur aus erster Ehe hatte er einen Sohn. den Grafen Io« hann Nepomuk, über den S. 294 die ausführlichere Lebensskizze gegeben ist sG ra» fenstand s < Diploni für M a r i ln i l ian Joseph und seinen Bruder Johann Bap' tist Freiherrn von M. ädo. l l . Seytember 1769/j — 17. Wladimir Graf M. (geb. zu Brünn in Mähren 17. Juni 18l4), ein Sohn des Grafen Wilhelm aus dessen Ehe mit Iosepha Freiin Schröff l uon Mansperg. Der Graf, zuerst für den Civil» Staatsdienst erzogen, trat im Jahre 1832 in das Kürassier'Regiment Kaiser Franz Joseph, in welchem er bis zum Jahre 1842 verblieb. Er trat als Rittmeister aus und vermalte sich im folgenden Jahre mit Anlonia Ioscplja Gräsin Dirlrichstcin. Als diese im Jahre 1847 starb, trat der Graf im Jahre !8-!8 wieder in die Armee, machte die Belagerung Wiens und den Fcldzug in Ungarn mit. und verließ sie als Major im Jahre l830 wieder, als er sich zum zweiten Male mit Julie Gräsin S Z vermalte. Der Graf ist Vice- Präsldenl, der mährisch schlrsischen Forstschule zu Auffee, Präsident der montan«historischen Srction der mährischen Ackerbau<Gesellschaft und wirkliches Mitglied mehrerer wissenschaft- licher Vereine. Im Jahre 186l wurde er in den mährischen Landtag und von diesem in das Abgeordnetenhaus des Neichsrathcs ge< wählt, legte aber schon im September des fol< sienden Jahres aus Gesundheitsrücksichten und seiner Privatoerhältnisse wegen das Mandat als Abgeordneier nieder. Der Graf Wlad imi r ist zur Zeit Chef der älteren gräflichen Linie des Hauses Mit t rovsky, Aus seiner ersten Ehe hat er zwei Söhne. Franz und Ernst, aus seiner zweiten uier Töchter, Therese, Joseph ine. Emma und Marie, und einen Sohn, Wladimir . ^Der, Reichsrath. Bldgraphische Skizzen der Mitglieder des Her« ren« und Abgeordnetenhauses des österreichischen Reichsrathes u, s. w. (Wien 186!. Friedr. Förster u. Brüocr. 8".) S. 44.) lll. Wappen. In Roth ein silberner Pfahl. Darüber die Grafenkrone. - Mittrovsky von Mittrowitz und 3te- Ulischl, Johann Baptist Graf (Staats- mann. geb. 28. Jänner 1736, gest. 18. Jänner 13N). Ein Sohn des Frei- Herrn Ernst Math ias aus dessen zweiter Ehe mit Mar ia Theresia Frei in vonLehotzky. I n der savoyischen Ritterakademie zu Wien erhielt er die Grundlage seiner wissenschaftlichen Aus» bildung, dann kam er auf die berühmte Universität Löwen in den Niederlanden, wo er die Rechte vollendete, und nun machte er Reisen durch Holland und Deutschland. Im Jahre 1737 trat er bei dem k. Tribunal in Mahren in den Staatsdienst, zwei Jahre spater schon wutde er Rath mit Sitz und Stimme, im Jahre 1765 trat er aber als Rath bei dem mährischen Gubernium zur poli« tischen Stelle über. I n dieser bei den verschiedensten Aemtern und Commissio- nen in Verwendung, eignete er sich eine umfassende Praxis an,-wurde im Jahre 1776 Oberst-Landrichter. 1783 Oberst- Landkämmerer Mährens, worauf er bei
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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