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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 394 -
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Mittrovsky Mttrovsky neuen Universität gewählt, mit welcher Würde er zugleich die eines landesfürst. lichen Commiffärs der Brünner Ritter- akademie und des Stifts- und Oekono. nomie«Superintendenten des Priester- Hauses verband. Des Geschichtschreibers Monse Worte bezeichnen mit wenigen Worten den Einfluß und die Bedeuten» heit von M.'s Wirken nach dieser Seite hin. „Seit Stiftung der hohen Schulen in Mahren", schreibt Monse, „haben die Künste und Wissenschaften nie Herr- licher geblüht und reifere Früchte ge> tragen, als unter dem Präsidium Schutz und der weisen Leitung M.'s, die Auf- nähme, welche er den Lehrern bereitete, und die Behandlung derselben bewirkten die erwünschteste Ruhe. Ordnung und Harmonie, seine Aufmunterung und Be> sörderung der Verdienste brachten gelehrte Leistungen hervor, verbreiteten Cultur und Aufklärung im Lande." Monse that diesen Ausspruch, nachdem er selbst bereits einundzwanzig Jahre die Thatig- keit dieses Staatsmannes in der angege» benen Richtung erprobt hatte. Die Vei> dienste des Grafen fanden Allerh. Ortes mehrfache Würdigung, im Iahrc 1763 erhielt er die geheime Rathswürde und wurde im nämlichen Jahre in den Gra- fenstand erhoben; und bei der Feier sei- nes fünfzigjährigen Dienstcsjudiläums, om 6. Jänner 1808, erhielt er das nur 11 Personen zu Theil gewordene Groß» kreuz des neugestifteten Leopold-Ordens. Graf Johann Baptist war zweimal vermalt, zuerst (seit dem Jahre 1764) mit Iosepha Gräfin Per gen (gest. 1796) und zum anderen Male (seit 10. Mai 1797) mit Maria Anna Grä- fin Ugarte, verwitweten Freiin Hau» spersky von Fanal. Nur aus erster Ehe stammen zwei Söhne, deren jünge- rer, Graf Anton Friedrich ^s. d. S. 384^, die jüngere gräfliche Linie, deren Stifter . Ioh ann Baptist ist, fortpflanzte. Die eigenen reichen Samm« lungen, welche der Graf besaß, darunter eine an botanischen Prachtwerken sehr reiche Bibliothek, seine Herbarien und NaturalieN'Sammlungen, befinden sich im Besitze der Familie,' das Hsr-barium vivurn, eine Sammlung getrockneter Pflanzen, welche 10.000 Arten enthielt, gelangte als Nachlaß in die Hände seines ältesten Sohnes, des Grafen Alois. Zcman's Wanderer für das Jahr 1812. — Brünner Zeitung l8tl, S. 73—78. — Moravia (Brünner Unterhaltungsblatt 4v.) Iahrg, 1838, S, 47; Jahrg. 1839, S, 74 .^ Mittrowskl), Johann Nepomuk Graf von (Naturforscher, geb. zu B r ü n n 20. Jänner 1737. gest. 20. Mai 1799). Der einzige Sohn des k. k. Feldzeugmei- sters Maximil ian Joseph Grafen M. aus dessen erster Ehe mit Mar ia Theresia Gräsin Heußler . Ur- sprünglich sich für die Laufbahn seines Vaters entscheidend, trat er, 17 Jahre alt, im Jahre 1773 in die kaiserliche Armee, welche er aber schon nach einigen Jahren, nach dem Tode seines Vaters, im Jahre 1782, wieder verließ. Er trat nun als Hauptmann aus, übernahm die ihm als Erbe zugefallenen Herrschaften Bystrzitz und Ro^inka, und lebte aus» schließlich den Wissenschaften. Er unter» nahm Reisen im Kaiserstaate und im Auslande, auf einer derselben, im Jahre 1784, besuchte er Neapel, und widmete vornehmlich dem Vesuv und seinen vul» kanischen Erscheinungen ein eindringliches Studium. Der Graf war Mitglied der Privatgesellschaft der Naturfreunde in Brunn und für die Zwecke derselben als ihr freiwilliger Secretär ungemein thätig. Ferner war er Mitglied der Gesellschaft der Freimaurer, welche im I . 1786 in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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