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in die kaiserliche Armee, machte den sieben
jährigen Krieg mit, und that sich bei de
Einnahme der Festung Schweidnitz, in<
dem er an der Spitze seiner Abtheilung
sie durch seinen Muth anfeuernd, ihm zu
folgen, einer der Ersten die Bastioner
erstieg, durch ausgezeichnete Bravour so
hervor, daß ihm Feldzeugmeister 3ou
don seine volle Anerkennung öffentlich
aussprach und ihn für das Ritterkreuz
des Maria Theresien-Ordens in Antrag
brachte, welches M. jedoch nicht erhielt.
Diese Heldenthat ist von Emi l (pseudo
nym für Trimel), der erst vor kurzem
(1367) gestorben, poetisch behandelt
worden. M. war zu jener Zeit Obe
Wachtmeister im Infanterie« Regimente
SalM'Salm und wurde bei dieser Gele«
genheit schwer verwundet. Im Jahre
1773 wurde er zum General-Major, im
Jahre 1784 zum Feldmarschall-Lieute
nant befördert. Im Jahre 1788 com
mandirte er das Armeecorps in Slavo
nien und Syrmien gegen die Türken.
Mit demselben vollzog er die Einschlie.
ßung Gradisca's und nahm alle Belage-
rungarbeiten vor. welche jedoch der in
Folge vorgerückter Jahreszeit eingetrete
nen Ueberschwemmung wegen eingestellt
werden mußten. Während der Unterbre
chung des Krieges von 1788 bis 1789
führte M< an Loudon's Stelle das
Interimscommando, bis Loudon bei
seiner Rückkehr im Mai 1789 wieder den
Oberbefehl übernahm. M., der schon
seines ausgezeichneten Verhaltens vor
Schweidnitz wegen im Jahre 1767 in
den Grafenstand erhoben worden, nahm
nun Theil an der Belagerung Belgrads,
worauf er in Anerkennung seiner Ver«
dienste zum Feldzeugmeister befördert
wurde. Darauf erfolgte seine Ernennung
zum Commandanten in Siebenbürgen,
und im Jahre 1791 in der Walach.ei zu Bukarest. Hier übernahm M. am 24. Mai
das Präsidium des Divans, von welchem
Feldmarschall-Lieutenant Baron Engen-
berg auf seine wiederholte Bitte entho-
ben wurde. Nach dem Frieden von Si«
stow räumte er die wieder an die Türken
übergebeue Walachei und verließ am
9. September 1791 Bukarest, in welches
der neue Fürst Michael Drako Suzo
einzog. M. kehrte nun in seine Heimat
zurück und lebte einige Zeit zurückgezogen
auf der von ihm erkauften Herrschaft
Paskau. Im Jahre 1806 wurde der
Graf zum Capitän der Trabanten-3eib«
garde und Hofburgwache ernannt, legte
aber schon im folgenden Jahre, in den
Pensionsstand tretend, diese Stellen nie.
der, um sich vollends in die Ruhe des
Landlebens zurückzuziehen, die er dann
auch — wenngleich nur kurze Zeit mehr
— auf seiner Lieblingsschöpfung Paskau,
auf der er einen der reizendsten Gärten
des Landes angelegt, verlebte. Graf
Joseph Anton war mit Karol ina
Gräsin Kohäry vermalt, jedoch war
diese Ehe kinderlos geblieben und der Graf
Joseph Anton chat sein Geschwister«
kind, den Grafen Anton Friedrich,
zum Universalerben eingesetzt.
GrafenstandS'Diplom für Joseph An-
ton Franz Freiherrn von Mit t rousky vom
l6. März 1767. — Schriften der historisch-
statistischen Section der k. k. mährisch'schle»
sischen Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur-
und Landeskunde (Brunn. gr. 8°.) I I I . Heft
(t852). S. 42 u. f. Daselbst erscheint der
2. März t808 als sein Todesdatum und
einige Seiten weiter, nämlich S. Z8, aber
der 3. März). — Oesterreichische Adels»
Halle. Sammlung historischer Dichtungen
von ausgezeichneten Schriftstellern (Wien 1842,
Franz Nimmer, so.) S. 207.- „Der Sturm
auf Schweidnitz", Gedicht von Emi l srs ge-
schieht dieses seiner Form nach unbedeuten-
den Gedichtes nur in sofern hier Erwähnung,
um den Irrthum der letzten Strophe, wel-
cher zufolge Graf Joseph mit dem Marin
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Band 18
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Metastasio-Molitor
- Band
- 18
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 522
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon