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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 412 -
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Modell 412 Modell der in Frage gestellt würde, erlaube er sich eine schriftliche Verwahrung dagegen, mit der Bitte um Aufnahme „derselben in's Protokoll, einzureichen". Mocsonyi ift mit Laura gebornen Csernovics vermalt.. Verhandlungen des österreichischen verstärk, tcn Reichsrctthes 18Ü0. Nach stenographischen Berichten (Wien 1HN0, Fnedr, Manz. 8<>.) Bd. I, S. 2!) ^Erklärung über seine Stellung im Neichsrathe^; S. 175. l82 ftber dio grie« chische Kirche im Barmt); S. 331 ftber die Landesbehörden); Bd. I I , S. KW u 122 ^üder die Organisation des Reichs), u. S. 390. — Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860. Mor. Näth. 8") Vd.VII, S. 626. Modell, Elisabeth (Maler in, geb. zu Wien 4. September 4820, gest. ebenda 3. October 1863). Die Tochter eines wohlhabenden Wiener Bürgers. Von früher Jugend beurkundete Elise einen machtigen Gestaltungstrieb, der sie frühzeitig den kindlichen Spielen entfrem- dete und zu nützlicher Thätigkeit drängte; erst vier Jahre alt, begann sie, ohne Unterricht erhalten zu haben, zu zeichnen. Im Alier von sieben Jahren kam sie in die W indhag'sche Mädchenschule, wo sie eine der besten Schülerinen war. Die von ihrem Vater für ihren Fleiß erhalte- nen kleinen Geldspenden verwendete sie zum Ankaufe von Bilderbogen und Far° ben, und nun covirte, malte, schnitzte sie . nach diesen mittelmäßigen Vorbildern um die Wette. I n diesem Feuereifer, sich selbst zu bilden, versuchte sie eS auch, in Ocl zu malen, was mißlich genug ausfiel. Der glückliche Zufall aber, daß ein juii- ger Makr in dem Hause, wo Elise mit ihren Eltern wohnte, eine Wohnung bc° zog, brachte ihr unerwartet schnell einen Lehrer; denn der Maler wurde für Elise von ihrem Vater gewählt, ste in seiner Kunst zu unterrichten. Nachdem sie einige Zeit unter seiner Anleitung sich mit den technischen Hilfsmitteln genau bekannt gemacht und auch einige Oelbildnifse ge- malt, die sehr ähnlich geworden waren, erklärte der junge Maler dem Vater El isens, daß für ihr Talent seine eige» nen Kenntnisse nicht weiter ausreichen. Er habe sie gelehrt, was er wisse, nun aber bedürfe sie eines anderen Meisters, und er nannte den Maler Fendi. Mit dieser Erklärung stellte er feinen Unterricht ein, und Elise war nun wieder in der Kuust, für die ste ein so ausgesprochenes Talent zeigte, sich selbst überlassen; ja, als dem Vater bedeu° tet wurde, die Tochter lieber an die Erfüllung häuslicher Pflichten zu gewöh« nen, da ein Mädchen denn doch nicht die Akademie der bildenden Künste besuchen könne, war von einem Unterrichte im Malen keine Rede mehr, und als sich noch dazu ein schweres Gesichts« und Augenleiden gesellte, gingen Monate, ja Jahre dahin, daß Glise, so schr es sie dazu drängte, nicht malte, weN sie mit ihrem Leiden nicht malen konnte. So wurde sie fünfzehn Jahre alt, als sie im Jahre I83!5, während des Soin« meraufenthaltes in Baden, den Maler Heinrich Zimmermann kennen lernte, und der Vater.ihren dringenden Bitlen, sie bei ihm Unterricht nehmen zu lassen, nachgab. Bei Zimmer mau n lernte sie auch andere Künstler, u. A. Heir'c, Schrotzberg, Nanf t l , kennen. Dcr Unterricht bei Zi mm ermann dauerte nur einige Monate, da der Künstler sim nach Paris begab, aber Glise haltc- doch solche Fortschritte gemacht, dasi sie nunmehr selbst nach der Natur ihre Stu- dien fortsehen und gute Meister mit Genauigkeit copiren konnte. Da brachte der Tod von El isens Mutter im Jahre
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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