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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 415 -
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Modell 418 Modell war, aus dem Gedächtnisse zu malen Sie kannte die Dame von früheren Iah» ren her, da sie durch die Schriftstellerin Betti Paol i (Glück) ^Bd. V, S. 232) in ihren Salon eingeführt worden war. Mit überraschendem Erfolge löste sie diese Aufgabe, aber nun begann eine trübe Zeit für die Künstlerin. Die Bc stellungeu wurden immer seltener, die Bedürfnisse der Familie aber, die auf den Erwerb Elisens angewiesen war, blieben, wenn sie nicht wuchsen, immer dieselben. I n dieser Noth wendete sie sich an eine befreundete Dame, die in Winterthur in der Schweiz lebte, nnd durch diese erhielt sie eine Ginladung, hinzukommen, wo mehrere Aufträge ihrer harrten. Aber ihre Kränklichkeit, insbe» sondere ihr Augenleiden, hinderte fie, die« ser Einladung sofort nachzukommen, so ging der Sommer dahin und erst im November 186t konnte sie dahin abrei sen. Diese Verspätung hatte ihr nicht geringen Schaden zugefügt, da vielo der ihr zugedachten Arbeiten mittlerweile von einem anderen Maler, der daselbst angelangt war, vollendet wurden. Je« doch fehlte eS ihr noch immer nicht an Arbeit, als sie gekommen war. und über dreißig meist größere Bildnisse wurden von ihr während eines mehrmonatlichen Aufenthaltes vollendet. Im Herbste 1862 kehrte sie nach Wien zurück, wo ihrer neue Prüfungen und Leiden harrten. Es kamen fast gar keine Bestellungen mehr und den Gipfelpunct des Jammers erreichte sie, als sie gar völlig erblindete. Gin Jahr noch verlebte sie in diesem für die Malerin doppelt schmerzhaften Zustande, bis sie der Tod von ihren Leiden erlöste. So endete ein edle Natur, eine strebsame Künstlerin, die im gerechten Stolze und im Bewußtsein, solchen Jammer nicht verschuldet zu haben, es nicht über sich bringen konnte, Nothschreie in dieOeffent- lichkeit zu senden, in tiefem Elend. Sie war 43 Jahre alt geworden und wurde auf dem St. Marxer Friedhofe bestattet. Welche Thätigkeit sie entfaltet, entnimmt man auS ihren mir von Dr. L. A. Frankl mitge« theilten Aufzeichnungen über ihre Arbei« ten, und diesen zu Folge hat sie vom Jahre 1839 bis Ende 1863 an 800 Bil- der vollendet. Außer den bereits erwähn» ten Arbeiten sind noch anzuführen einige Genrebi lder, alS: ,Me,Rllrten5pieler" (1840); — „Nie VllgeltäMnn" (1841); — „Nie junge Mutter" (1845); — „Nie beiden Nlnler" (1845); — „Nie wallfahre- rin"; — „Kinder, Halj tragend"; — „Der uerirrte NralMnder"; — „Italiener am Feuer" (alle vier im Jahre 1847); — „Ner nächtliche Kirchgang"; — „Nie gnte Nachricht"; — „Nie kleiM'ge Nähterin"; — „Nie OlinZwllcht" (alle vier im Jahre 1849); — „Nie ruhende Alte"" (1834); _ „Nie Schnitterin"; — „Nrr heimgekehrte Iii- nrrbnrZche"; — „Ank der Zllm" (alle drei im Jahre 1835); — „Ner NnLtelbinder nur drin Madunnenbilde" (1836); — „Necken- hundler nnZ Mähren"; — „Venetianische Fischhändler" (beide im Jahre 4837); — „ Wunsche Hirtentamilie" ; — „Andacht nar dem Mnrirnlulde"; — „Nie GbZtuerKiiuterin"; „Onrnellalözeiteii"; — „Ganj im Freien" (alle fünf wahrend ihres Aufenthaltes in Genua im Jahre 4839 gemalt); — „Am Strande" (1861). außerdem viele Madon- nen und mehrere Coftien berühmter Bil» der in der Belvedere.Gallerie. Von den zahlreichen, von ihr gemallen Bildnis- sen aber sind anzuführen: „Nie SchanZpie- lttin Mtanie Wilhllmi" (1841); — „Ner ubgtulnmrN'ItlZtitlltI-Nirectllr Venus" , klei« nes Kniestück (1841); — „FeldmarZchllll. ntenünt Freiherr imn Hnchenegg", großes Brustbild (1842); — „Fräulein Uöwe"' (1843); — „Nie Dichterin Elise Schmidt"
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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