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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 436 -
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Seite - 436 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18

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Mohn 436 Mohn Arbeiten wurde Mohn bald bekannt, und der Herzog von Mecklenburg/Schwe- rin war der Erste, welcher im Großen von dieser Wiederersindung Gebrauch machte; er berief Mohn, der in der neu- erbauten herzoglichen Capelle zu Lud« wigslust die Wappen Mecklenburgs und Rußlands in kolossalen Dimensionen und mit verschiedenen ornamentalen Aus» schmückungen auszuführen hatte. Nach beendeter Arbeit begab sich Mohn nach Berlin, wo er das sonst für seine Zwecke wenig günstige Jahr 1806 dazu benutzte, daß er seine Studien in der Chemie ver» vollkommnete, indem et die Vorlesungen Klaproth's und Hermbstädt's, zweier in diesem Fache anerkannten Ge- lehrten, besuchte. Dann kehrte er in sein Vaterland zurück, wo er abwechselnd in Leipzig und Dresden verweilte, in letzte» rer Stadt seine Kunftstudien in den Herr» lichen Sammlungen fortsetzte, zugleich aber im Umgänge mit tüchtigen Chemi» kern seine Kenntnisse in der Chemie er» weiterte. Im Jahre 1811 begab er sich nach Wien, um daselbst die Akademie der bildenden Künste zu besuchen. I n Wien fand er bald an dem kunstsinnigen Albrecht Herzog von Sachsen«Te. fchen einen Mäcen, der ihm sogleich ausgiebige Beschäftigung ertheilte. Im Jahre 1813 erhielt M. den Auftrag, die Fenster in dem bei Wien gelegenen k. k. Luftschloffe Larenburg zu malen. M. unterzog sich dieser Arbeit, wurde aber in derselben durch die bald eingetretenen Kriegsereignifse unterbrochen. Sofort aber folgte er einem Rufe des Erzherzogs Johann, der auf feinem Lieblingssihe Brandhof in der Steiermark mehrere Arbeiten, unter anderen die Fenster w der dortigen Capelle und im Iägerzimmer einige Gebirgsansichten von Mohn aus« führen ließ. Durch diese Arbeiten gewann M. große praktische Erfahrung in seiner Kunst, dabei unterließ er es nicht, sich am polytechnischen Institute in Wien, wo er die Vorträge deS Professors Scholz besuchte, in seinen Kenntnissen in der'Chemie^ in der ihn namentlich die Farbenstudien beschäftigten, immer mehr und mehr auszubilden. Eine neue Ar« beit, die er in ganz vorzüglicher Weise ausführte, waren die Fenftergemalde der Kirche zu St. Rupprecht in Wien und die im Jahre 1820 begonnenen Fenster der Kirche Maria Stiege bei dem sogenannten Stoß im Himmel, unweit des Wiener Magistratsgebäudes. Diese Fenster, Rit- tergestalten, und zwar Ahnen des Hau« ses R osenb e rg , die Himmelfahrt Christi und die Himmelfahrt Maria vor« stellend, fanden so sehr den Beifall deS Kaisers Franz, daß dieser die im Jahre 1813 durch die Kriegsereignisse unter- brochenen Arbeiteir im Schlosse Laren« bürg wieder aufnehmen ließ und Mohn mit der Ausführung derselben beauf» tragte. Im Jahre 1821 begann M. seine Arbeiten in Laxenburg, und ersetzte nicht nur die Malerei der früher mit Oelfar« ben ausgeführten Fenster durch neue eingebrannte, sondern arbeitete noch man» ches Neue, wozu zuvörderst die Mittel» fenster des sogenannten Prunksaales ge> hören, welche den Kaiser im goldenen Harnisch und seine Gemalin Mar ia Theresia irn Prachtcostume vorstellen. Um diese beiden großen Porträte sind die Bildnisse der Erzherzoge Ferdinand, Franz, Joseph und der Erzherzog!- nen Mar ia Luise, Leopoldine, Karo l ina und Mar ianna in kleine« ren Dimensionen angebracht, überdieß ist das Ganze mit den Wappen des öster« reichischen Kaiserstaates und anderen ent« sprechenden Emblemen ausgeschmückt. Zur Ausführung seiner Arbeiten wurden
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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