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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 439 -
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Seite - 439 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18

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Mohr 439 Mohr 699 Gefangene verloren, und wurde mit dem Reste über die Weichsel und Pilicza zurückgetrieben. Im Juli 1853 wurde Mohr zum Feldmarschall»Lieutenant befördert. I n den Befreiungskriegen be< fehligte er eine Division im 4., von dem General der Cavallerie Freiherrn von Klenau geführten Corps der verbünde, ten Heere. In der Völkerschlacht bei Leip. zig führte er den Angriff auf Penig und die Vertheidigung des Kolmberges auS. Eine in dieser Schlacht erhaltene schwere Verwundung entzog ihn für längere Zeit dem Kriegsschauplatze, den er erst im Jahre 18l3 wieder betrat. Er kam nun zur Armee nach Italien, welche gegen Mura t operirte. Bei Eröffnung des Feldzuges übernahm er das Commando des Postens bei Occhiobello, leitete den Ausfall aus dem Brückenkopfe am 12. April und rückte gegen Ferrara vor. Dann befehligte er die erste Division des Centrums der gegen Mura t ope» rirenden Armee, traf am 39. April in Tolentino ein, seine Vorposten aber nah- men Stellung am Fuße des BergeS, auf welchem Macerata liegt, wo Mu rat's Hauptquartier sich befand. I n der entschei« denden Schlacht bei Tolentino befehligte Mohr das Centrum und den linken Flügel unserer Armee und trug wesentlich zum siegreichen AuSgange der Schlacht bei, worauf er die Neapolitaner bis an die Meeresküste verfolgte. Als in Folge der zu Casalanza geschlossenen Militar-EoN' veution am 21. Mai zu Capua ein Auf- stand der Soldaten und des Volkes aus» brach, in welchem General Carascosa und Minister Gal lo persönlich Gefahr liefen, eilte Mohr mit einer Schwadron Huszaren herbei und stillte den Aufstand in kürzester Zeit. Von Capua rückte er nach Apulien vor und nahm in Foggia sein Hauptquartier. Nachdem König Ferdinand am 47. Juni seinen Ein« zug in Neapel gehalten, blieb Mo h r mit 14.990 Mann Oesterreichern als Com« mandant der Occupationsarmee im Lande zurück. Im Juli 1828 wurde er Stadt» und Festungscommandant von Venedig, im Jahre 4827 commandiren» der General in Siebenbürgen. Im Octo ber1839, nachdem er schon einige Monate früher zum General der Cavallerie er« nannt worden, berief ihn der Kaiser als Hofkriegsraths'Präsidenten nach Wien, wo er ,im folgenden Jahre Chef der Militarsection im Staatsrathe wurde. Im Jahre 1836, nach mehr als fünfzig- jähriger Dienstzeit, zog stch M. in den Ruhestand zurück. Bei dieser Gelegenheit erhielt er daS Großkreuz des Leopold- Ordens, dessen Commandeurkreuz ihm schon im Jahre 1813 für sein aus« gezeichnetes Verhalten vor dem Feinde verliehen worden war. Seit letzt« genanntem Jahre war Freiherr von Mohr auch Inhaber des Dragoner- Regiments Prinz Tugen von Savoyen Nr. 1. Im Jahre 1847 starb der Held im hohen Greisenalter von 82 Jahren als der Letzte seines Geschlechtes, über welches in den Quellen nähere Mitthei> lungen folgen. Hirtenfeld ( I . Dr.). Der Militäc<Maria Thc< resicwOrden und seine Mitglieder (Wien 183?, Staatsdruckerei, kl. 4".) S. 761 u. 5745. — Zur Wellealagie der NeiHssrciherrcn vou Mohr. Die Mohr sind eine anskach'sche Familie, und ein Hans Mohr. kais. Pfcn« nigmeister, war der C'rste, dem am 14. No» vember 1372 ein kaiserlicher Adels« und Wappen« brief ausgestellt wurde. — Georg Mohr, Secretär bei dem kais, Neichshofrathe, erhielt mit Diplom vom 2. September l602 den Reichsadel, er erwarb die Güter zu Schall« hausen, Bernhardswinden, Ober« Anstädt, Georgenmüno und Klaffheim zu Lehen. Von ihm aus geht folgende Stammreihe: Wolf- gang von Mohr (geb. 1607. gest. 1662). grast, limpurg. Negierungsrath, und Marie von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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